3

Auswandern: wie erklärt man das kleinen Geschwistern und wie verabschiedet man sich von Freunden?

Frage von Flauschkueken Flauschkueken

Hallo!

Vorweg: Ich habe zwar bereits gesucht aber bin weniger fündig geworden (vlt. die falschen Suchbegriffe verwendet, das könnte möglich sein, oder die richtigen Ergebnisse waren wieder "zu alt" und sind untergegangen unter einigem Trash, den man gerne vorgesetzt bekommt bei Suchmaschinen. Wenn jemand Links/bereits gestellte Fragen hier in der Richtung verlinken kann, bin ich ebenfalls dafür dankbar.)

1/ Ich muss mich, da ich ins Ausland ziehen werde um dort zu arbeiten, von einem 8 jährigen Jungen verabschieden, der sehr an mir hängt. Wie erkläre ich ihm das am Besten? Er hat es zwar schon am Rande gehört, aber er scheint es nicht richtig verstanden zu haben, da noch niemand mit ihm bisher genauer darüber gesprochen hat. Ich möchte unbedingt vermeiden, dass er trauert oder gar einen seelischen Schaden davonträgt und möglicherweise unter Verlustängsten leidet.

2/ Ich muss mich auch von meinem besten Freund verabschieden (der, so wie es momentan steht, eher weniger mit dem Internet zurechtkommt, somit könnte sporadischer Schreibkontakt selten sein),- wie mache ich ihm zuerst klar, dass ich gehe, ohne dass er sich vor den Kopf gestoßen fühlt (weil er davon noch nichts weiß)? Und wie verabschiedet man sich dann richtig von seinen Freunden?

Wäre sehr lieb wenn mir ds jemand ein paar Tipps geben könnte ohne "lol sag einfach"bye!"-Spam!

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (11)

  • 8
    Antwort von YouGoGirl YouGoGirl

    Ich kann dir nur erzählen wie es bei mir war, also ich habe mich vor zwei jahren entschlossen nach NY zu ziehen um zu studieren und meine träume durch zu ziehen. Wie es aussieht bleibe ich hier eine weile und ich musste mich auch von meiner besten freundin, familie und meiner kleinen schwester die mittlerweile 7 ist trennen. Zuerst hat mir nicht wirlich jemand geglaubt das ich das durchziehe und es war dan nach und nach ein prozess. Ich habe jedem klar gemacht das ich, um glücklich zu sein mindestends versuchen muss meine träume zu erfüllen. Keiner der dich liebt wird dir im weg stehen wollen und sie werden es akzeptieren und sich daran gewöhnen, besonders dein bester freund. Was den kleinen jungen angeht, versuch es ihm nicht auf die weise "ich geh weg" zu erklären sondern eher "ich fahre bald irgendwo hin wo es schön ist und wenn du mich besuchen kommst haben wir dort ganz viel spass", somit denk ich mal, fühlt er sich mit einbezogen, lass ihn teilhaben... vorallem an der positiven veränderung für dich. viel glück!

  • 7
    Antwort von kikkerl kikkerl

    direkt sagen und ihm versprechen dass alles gut sein wird, bzw du ihn besuchen wirst, ihm schreiben wirst und es gibt auch telefon internet usw. ihr bleibt sowieso in kontakt. und vor allem bringst du ihm was tolles mit, wenn du wiederkommst oder du schickst ihm ab und zu etwas. sachen aus dem ausland sind sowieso immer cooler als die einheimischen-gerade für jungs ;-)

    kinder vertragen so etwas mehr als man denkt. zeigt man dem kind die eigene trauer, dann fängt es an zu weinen. sei fröhlich in seiner gegenwart-so schwer es dir auch fällt- und dann wird das schon^^

  • 3
    Antwort von EisernerWolf EisernerWolf

    Dem Jungen solltest du vil nicht die ganze Wahrheit sagen, wenn du versprichst wieder zu kommen (und solltest du auch einhalten) werdet ihr ganz vil unternehmen und so, auf keinen fall ein trauriges Gesicht machen, immer auf froh, das ist seehr wichtig. Die Mimik erzählt den Kindern am meisten, mehr als Worte.

    Und mit deinen Freunden feierst du richtig fett ab, damit ihr was zur errinerung habt, Es soll unvergesslich sein, dann vergisst man dich nicht und du deine Freunde nicht.

  • 2
    Antwort von Marion2 Marion2

    Guten Morgen Flauschküken,

    ich habe eine ähnliche Situation, da ich mit meinem Mann Ende Oktober für 2-3 Jahre nach Ungarn muss/will/kann/darf....Wir sind hergegangen und haben ab dem Tag (vor 6 Wochen)als der Umzugstermin fix war,allen aus der Familie und dem Freundeskreis erzählt, dass diese Situation bevorsteht, damit sich keiner vor den Kopf gestoßen fühlt.Leider ist es so, dass wir, auch wenn wir uns auf diese Zeit freuen, mit einem weinenden Auge gehen.Wir haben alle, die enttäuscht waren, mit dem Satz getröstet, dass wir allerallerspätestens nach 5 Jahren wieder hier sein werden.Meine Familie(die nicht klein ist) hat mir nun "angedroht", dass sie uns in jedem Urlaub besuchen werden (worauf ich mich freue).Sei ehrlich mit allen Beteiligten, dann können sie Dir keine Vorwürfe machen und können sich durch rechtzeituge Bekanntgabe besser auf die Situation einstellen.Ich wünsche Dir viel Glück.

  • 2
    Antwort von schimmi schimmi

    Mit dem 8jährigen könntest du einen Film anschauen oder Fotos vom "Reiseland" anschauen ud ihm dann erklären, das es dein größter Traum war, dort einmal zu wohnen. Vielleicht fragst du ihn nach seinem größten Traum und was für ihn das coolste im Leben wäre.

    Mit deinem besten Freund solltest du offen reden und ihm sagen, daß du hier die Chance hast, einen deiner Lebensträume zu erfüllen. Dein Freund kann dich nicht ernähren und wenn er die Chance bekäme, würde er sicherlich auch gehen. Freunde kommen und gehen, bleiben selten für die Ewigkeit und allein die Tatsache, das du bereit bist zu gehen, zeigt Dir, das dir die neue Aufgabe im Ausland wichtiger ist, als der Freund.

    Ich habe selbst meinen Besten Freund "verloren" und seit ca. 10 Jahren nicht mehr gesehen, weil er in die USA gegangen ist. Ich respektiere seine Entscheidung. Er hat sich seinen Lebenstraum erfüllt und kann sich und seiner Familie dort ein wundervolles Leben ermöglichen.

    Ich wünsche dir viel Weisheit und zur rechten Zeit das passende Wort.

    Liebe Grüße schimmi

  • 1
    Antwort von Urbanessa Urbanessa

    Lass beide an dem Prozess teilhaben, so gut es geht. Das wäre mein Rat. Ich bin selber ausgewandert (erst nach Frankreich, dann kurzzeitig zurück nach Deutschland, dann in die USA), und ich finde, es wird für alle Beteiligten am einfachsten, wenn sie in die einzelnen Schritte involviert sind, so gut das eben geht, und zwar über die Auswanderung hinaus.

    Ein Argument, das bei mir sehr wichtig war, ist dieses: Am Ende macht es für die Zurückgelassenen keinen großen Unterschied, ob man ein paar Tausend oder nur ein paar Hundert Kilometer (etwa in die nächste große Stadt) zieht, und wenn man nur ein paar Städte weiter zieht, macht auch niemand eine große Welle. Und in beiden Fällen ist man "außer Sichtweite" und kann nicht mehr "mal eben schnell" vorbeikommen. Auf der anderen Seite gibt es E-Mail, telefone, Skype und Flugzeuge, so dass man auch am anderen Ende der Welt (etwa in Australien) lediglich eine Tagesreise entfernt ist. Es ist ja heutzutage nicht mehr so, dass man - wie zu Urgroßmutters Zeiten - wochen- oder monatelang reisen muss, um sich zu sehen. Wenn also etwas Dringendes anliegt, dann kann man auch aus dem Ausland schnell nach Hause kommen.

    Dem Lütten würde ich vor allem die Vorzüge des neuen Landes schmackhaft machen, damit er sich auf Besuche/Mitbringsel freuen kann. Und dann würde ich natürlich in der Anfangszeit so oft wie möglich mit ihm telefonieren, idealerweise über Skype als Videotelefonat, um den Übergang zu vereinfachen. Ich würde ihn bitten, beim Packen zu helfen, aus der Distanz würde ich ihn bitten, bei der Auswahl mancher Dinge zu helfen. Du kannst ihm beispielsweise via Skype-Videotelefonat verschiedene Wandfarben zeigen, die für Dein neues Schlafzimmer in Frage kommen, und ihn die Wahl treffen lassen.

    Meine Tanten und meine Mutter in Deutschland binde ich ein, indem ich sie um "Care"-Pakete bitte mit Dingen, die ich hier in den USA nicht oder nur schwer und überteuer bekommen kann, und die Tanten und meine Mutter sind glücklich, dass sie mir aktiv helfen können und dass sie (wenn auch auf kleine Weise) an meinem Leben teilhaben können, obwohl ich weit weg bin.

    Und mit meinen Freunden telefoniere ich häufig und wir schreiben oft, nicht nur E-Mails und Chats, sondern auch konventionelle Briefpost. Da hat sich die Beziehung, die wir zueinander haben, nicht verändert. Allerdings sind meine Freunde alle Globetrotter, und viele haben zeitweilig im Ausland erlebt oder leben im Ausland. Wir sind das sozusagen gewohnt, dass wir nicht alle in derselben Stadt wohnen. Das tut einer wahren Freundschaft aber keinen Abbruch.

    Alles Gute für Deine Auswanderung!

    Kommentar von Marion2 Marion2Marion2

    In Frankreich war ich auch schon 3 Jahre.War wunderschön dort.Nur mit der Sprache hab ich nach wie vor so meine Probleme.Zu viele deutschsprachige drumrum...

    Kommentar von Urbanessa UrbanessaUrbanessa

    Und zu viele Franzosen in Frankreich. ;-D

  • 1
    Antwort von Oberzicke Oberzicke

    Heutzutage sehe ich im Auswandern kein so großes Drama mehr. Dank Internet und Telefon kann man immer in Kontakt bleiben. Wenn jemand mit dem Internet nicht zurecht kommt, dann bleiben immer noch die Briefe.

    Ich würde mit allen Personen offen umgehen. Ihnen erklären, wie es ist, dass es auch beruflich ist und Du Deine Chance wahrnimmst.

    Ich weiß ja nicht, wie weit das weg ist, aber Du wirst ja sicher irgendwann mal wieder die Heimat besuchen?

  • 1
    Antwort von Solaris3 Solaris3

    Ich würde mit allen ganz offen darüber sprechen, was anderes bleibt dir wahrscheinlich nicht übrig. Eine schriftliche Nachricht und Verabschiedung ist schon etwas unpersönlich. lg

  • 1
    Antwort von schildi schildi

    Ausland ist ein weiter Begriff. Kann man dich nicht besuchen ? Es gibt Skype da kann man kostenlos telefonieren. Meine Tochter ist auch weit fort gegangen (Asien) Sie hat allen Freunden ,Bekannten und Familie gesagt wie es ist und keiner hat einen Schaden bekommen, nein es ist sogar toll so weit fort eine Tante zu haben usw

  • 1
    Antwort von miboki miboki

    Erzähl dem Kind, dass es ja nicht bedeutet, dass ihr keinen Kontakt mehr haben werdet - das gleiche gilt übrigens auch für Deinen Freund. Denn man muss nicht über das Internet Kontakt haben. Es gibt tatsächlich noch Menschen, die schreiben Briefe... und die Post stellt solche Briefe tatsächlich zu. Das kannst Du auch dem Kind erzählen. Kinder bekommen gerne Post und Du kannst ihm schreiben... und gelegentlich telefonieren. Dann wird er auch nicht so traurig sein.

  • 0
    Antwort von bargi46 bargi46

    Jeder lebt sein eigenes Leben und seine eigenen Träume,den Erwachsenen sagst du es persönlich,gute Freunde respektieren deine Entscheidung.Den Jungen würde ich allein darauf vorbereiten und ihm ganz spannend von deinem neuen Leben berichten.Du bist ja nicht für immer weg,du bist nur an einem anderen Ort.In der heutigen Zeit ist per Internet und Cam doch alles möglich,Kinder gehen damit besser um als wir.Die haben auch nicht soviel Gefühlsduselei im Kopf,wie wir Erwachsenen.

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.