Frage von EinTypMitFragen, 129

Auswandern in die Schweiz, was beachten?

Guten Morgen/Tag/Abend. Ich will nach dem Abschluss meiner Ausbildung als Bankkaufmann in die Schweiz auswandern, aus den guten gründen da ich zuhause Probleme mit meinen Eltern habe. Also keine Probleme wie kleiner streit oder so, sondern mein Vater ist seit Jahren Alkoholiker und ich habe auch in letzter Zeit immer bei Verwandten übernachtet anstatt zu Hause da mein Vater immer Betrunken war und immer Streit mit mir gesucht hat und mich immer wegen allem anschreit. Ich will deswegen mein altes Leben hier zurücklassen und neu anfangen da ich mit meiner Familie nichts mehr zutun haben will. Ich weiß das klingt komisch aber ich habe hier nur schlechte Sachen erlebt und weiß nicht wieso ich weiter hier Leben sollte. Kurz zusammengefasst wollte ich fragen: Was muss ich da beachten? Ich habe jemanden zu den ich gehen könnte, eine Person die mit wegen Wohnung/Arbeit suchen helfen könnte. Was muss ich beachten wenn ich Auswandern will. Also damit mein ich wirklich alles. Kann ich da mit meinem Führerschein einfach so Fahren? In Deutschland abmelden. Wie genau ist es da wenn man mit einer Ausbildung ankommt. Muss man da noch schulisch etwas nachholen? Dauert es lange bis man Schweizerdeutsch versteht?

Ist zwar etwas viel geschrieben aber ich hoffe ihr könnt einige Fragen von mir beantworten.

Antwort
von Maximus68, 60

Die Schweiz ist aus meiner Sicht ein gutes Auswanderungsland. Ich würde da zunächst das grenznahe Gebiet bevorzugen (Basel, Zürich). Du benötigst eine Aufenthaltsbewilligung (http://www.ma.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/migrationsamt/de/einreise\_auf...) oder wirst Grenzgänger.

Als Erstes ist natürlich ein Job wichtig. Es gibt neben den offiziellen Stellen (http://www.jobs.ch/de/) auch Agenturen, die Jobs vermitteln.
Interessant könnte für dich ein EURES-Berater sein. 
http://www.eures.ch/
Bei der Bewerbung würde ich darauf achten, dass diese nicht so überzogen geschrieben ist, wie eine "deutsche" Bewerbung (http://www.swissinfo.ch/ger/bewerbungen/29088322)

Du solltest neben fließendem Englisch auch, wenn möglich, eine zweite Sprache können (französisch oder italienisch).

Auf der Internseite von Comparis kannst du dich über Immobilien, Versicherung usw. informieren. https://www.comparis.ch/

Für weitere Infos gibt es hier noch ein paar Tipps: http://www.deutsch-schweiz.ch/home

 

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Ist es gut Französisch oder Italienisch zu können, oder waren das einfache beispiele? Spreche neben Englisch auch fließend Russisch und etwas Spanisch, ob das was bringt weiß ich nicht.

Kommentar von Maximus68 ,

Die Schweiz ist dreisprachig (bzw. vier): Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
Daher ist es schon gut, wenn du auch Französisch und/oder Italienisch sprichst.

Ich kann dir nicht sagen, wie groß der Anteil der russisch sprachigen Bürger in der Schweiz ist. Es leben jedoch, relativ gesehen, recht viele Menschen in der Schweiz mit Migrationshintergrund. 

Antwort
von Nairi1997, 25

Was ich, neben den anderen bereits genannten Gründen, noch beachten würde ist, suche dir eine Ortschaft, in der die Miete nicht allzu teuer ist. Zürich z.B. ist sehr teuer, dafür verdienen sie mehr. Wenn du also sagen wir im Kanton Aargau wohnen und in Zürich arbeiten würdest, hast du Ende Monat sogar noch ein bisschen Geld übrig. Das machen viele so.

Zum Schweizerdeutsch: Viele Deutsche lernen nicht das Reden, sondern das Verstehen. Mit der Zeit wirst du dich daran gewöhnen und die Sprache verstehen, weil du wirst merken, dass es gar nicht soooo unterschiedlich zum Deutschen ist. Ich kenne viele Deutsche mit denen ich Schweizerdeutsch spreche und sie mir halt auf Deutsch antworten. Ist ganz normal. Braucht aber seine Zeit, denn die Schweiz ist mit ihrem Schweizerdeutsch sehr facettenreich (jeder Kanton hat sozus. seinen eigenen Akzent). Vielleicht findest du jemanden, der dir dabei hilft, das Schweizerdeutsch verstehen zu lernen :)

Antwort
von TechnologKing68, 80

Zunächst einmal muss dir klar sein, dass hier alles viel viel teurer ist (und glaub mir, ich wohne in der Schweiz). Wenn du hier am Existenzminimum leben willst, brauchst du Minimum 4000 Euro umgerechnet im Monat, also verabschiede dich von Wohnungen, die 300 Euro im Monat kosten, wenn du Glück hast kriegst du für 600 - 700 Euro ein WG-Zimmer.

Du musst dich in Absehbarer Zeit beim Einwohnermeldeamt melden und deine Adresse eintragen. Führerschein kannst du für 12 Monate benutzen, dann muss ein schweizerischer her.

Wenn du eine Ausbildung hast, kannst du in der Schweiz arbeiten. Schweizerdeutsch im dem Sinne gibt es nicht, es gibt verschiedene Dialekte, der am weitesten verbreitete ist Berndeutsch. Du brauchst Minimum ein Jahr, bis zu es verstehst, sprechen kannst du es vielleicht in 5, aber auch nur mit Akzent.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Wie sieht das schulisch aus. Ich denke da ist das Schulsystem auch ganz anders etc.

Kommentar von TechnologKing68 ,

Effektiv, aber mit einer abgeschlossenen Ausbildung kannst du hier arbeiten.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Ich danke dir für die schnelle antworten.
Ich lese mir die Seite die mir vorgeschlagen durch, falls ich Fragen haben sollte würde ich mich freuen wenn du die auch beantworten würdest.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Ich hätte noch eine letzte Frage.
Wie reagieren Schweizer auf Deutsche?

Kommentar von TechnologKing68 ,

Wie reagieren Deutsche auf Türken? Das lässt sich nicht pauschalisieren, die einen ok, die anderen negativ. 

Kommentar von madguy1 ,

Meiner Erfahrung nach eher negativ, sie werden zum Teil auch keine Anstalten machen Hochdeutsch mit dir zu sprechen. Natürlich sind nicht alle so, aber gibt schon einige.

Kommentar von TechnologKing68 ,

ich kenne das anders. Das Problem ist eher, dass sich alle Deutschen einbilden, man müsse Hochdeutsch mit ihnen sprechen, während sie sich kaum bemühen. Aber generell wird mit Neulingen Hochdeutsch gesprochen, nur nach 3-5 Jahren nervt es.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Danke dir, habe oft gehört das die Schweizer eher negativ auf Deutsche reagieren, deshalb die Frage. Tut mir leid wenn das so komisch rüber kam

Kommentar von TechnologKing68 ,

Naja, wir habe  halt viele Deutsche, aber pauschalisieren kann man das nicht, ausserdem sind wir auf deutsche Fachkräfte angewiesen, aber das ist unsere eigene Schuld.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Danke dir das du dir um die Zeit noch meine Fragen beantwortest, das waren denke bisher alle die ich hatte. Wünsche dir noch einen schönen Abend.

Kommentar von TechnologKing68 ,

Gleichfalls, p.S: Die Schweiz ist ein sehr schönes Land mit vielen Vorteilen, nicht, dass ich dich jetzt mit meinen Bedenken abgeschreckt habe.

Kommentar von EinTypMitFragen ,

Danke dir. 
Du hast mich nicht abgeschreckt, alles gut ;)

Kommentar von swissss ,

....brauchst du Minimum 4000 Euro umgerechnet im Monat.......

und ALLE Frisörinen ( ca 3000 Euro )

und ALLE älteren Rentner ( 2000 Euro AHV + 200 Euro Ergänzungsleistungen)

und die meisten Verkäuferinnen ( 3000 bis 3700 Euro)

und die meisten Serviererinnen ( 3000 bis 4000 Euro)

und und, leben unter dem Existenzminimum?

Kommentar von TechnologKing68 ,

Viele Friseure kommen nicht durch und Rentner levben häufi zu zweit oder mit Gespartem. Was glaubst du, wieso es eine Mindestlohninitiative gibt.

Antwort
von Papasierra, 71

Das wichtigste für dich ist einen Job zu finden und einen Arbeitsvertrag in der Tasche zu haben. Als Bank Mensch wirst du auch frisch nach der Ausbildung genug Geld haben um dir ein Motelzimmer für 800 CHF um Monat zu leisten.

Wer Arbeit, ein Bankkonto und eine Krankenversicherung in der Schweiz nachweisen kann bekommt i.d.R auch eine Aufenthaltsgenehmigung ohne Probleme.

Es gibt noch eine Seite 

Hallo-Schweiz.ch

da wird alles beschrieben Was  du Wie machen musst.


Bedenke, es ist nicht alles Gold was glänzt!

Antwort
von swissss, 68

Willkommen. lies dich hier einfach durch und du kennst dich dann aus.

http://www.hallo-schweiz.ch/

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