Frage von interrogatioN3, 28

Außerordentliche Kündigung und leider die Ummeldung verpasst, was tun?

Hallo liebe Helfende! Ich habe folgendes Anliegen: Ich habe ein Studium begonnen und ein gutes halbes Jahr in einer kleinen Wohnung gelebt. Aufgrund diverser Umstände habe ich es nicht geschafft und teilweise vergessen, mich umzumelden. Jetzt ziehe ich studienbedingt zu meinen Eltern (wo ich auch während der Studienzeit in besagter Wohnung gemeldet war). Leider habe ich in der Wohnung einen Internetvertrag abgeschlossen mit Mindestvertragslaufzeit. Damit ich jetzt nicht anderthalb Jahre umsonst für das Internet zahlen muss und weil mein Internettarif am Wohnort meiner Eltern nicht verfügbar ist, mache ich vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch. Dafür verlangt der Internetanbieter eine Bescheinigung über den Auszug durch den Vermieter sowie einen Nachweis für meinen "neuen" Wohnsitz. Und da ist das Problem: Auf einer Meldebescheinigung und im Mietvertrag meiner Eltern steht ja als Einzugsdatum ein viel älteres, als das, was ich normalerweise vorzuweisen hätte, hätte ich mich ordnungsgemäß umgemeldet. Schaut der Internetanbieter nur auf das Erstelldatum der Meldebescheinigung oder auf das Einzugsdatum. Kann er mich anzeigen wegen Ordnungswidrigkeit? Oder gibt er sich vllt mit der Erklärung zufrieden, dass ich ihm den Mietvertrag meiner Eltern zeige, denn die sind ja eher eingezogen? Oder fällt euch irgendeine Ausflucht ein? Wie soll ich mich bestenfalls verhalten? Ich wäre sehr dankbar für hilfreiche Antworten. Ich weiß, dass meine unterlassene Ummeldung regelwidrig war, und finde es auch nicht gut, dass ich es so gemacht habe. Trotzdem suche ich jetzt einen Ausweg, vllt könnt ihr mir ja helfen, das wäre sehr sehr freundlich! Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von Ninni381, 12

Hi! Deine Eltern, oder notfalls auch euer dortiger Vermieter, könnten dir ja schriftlich bescheinigen, dass du zum ... wieder vollständig zurück an deinen Erstwohnsitz gezogen bist. Dann passt das auch mit der Meldebescheinigung, die ja schon etwas älter ist. Als Wichtigstes sehe ich sowieso den Auszugsbescheid deines ehemaligen Vermieters an, denn allein damit ist ja schon eindeutig bewiesen, dass du nicht mehr in der alten Wohnung wohnst, und dort ergo auch kein Internet nutzen kannst... LG*

Kommentar von interrogatioN3 ,

Danke für deine Einschätzung, das ist sehr hilfreich. Leider kenne ich mich mit den Meldeformalitäten nicht so aus. Wenn ich die Wohnung, in der ich nur ein gutes halbes Jahr war tatsächlich als zweitwohnsitz gemeldet hätte, würde dann auf der meldebescheinigung trotzdem das ältere einzugsdatum oder kein Hinweis auf die zeitweilige zweitwohnung stehen? Leider brauche ich den Nachweis zur neuen Wohnung schon, nur weil bei der Wohnung meiner Eltern der Tarif nicht verfügbar ist, darf ich aus dem Vertrag raus. Aber nochmal vielen Dank 

Kommentar von Ninni381 ,

Ok, das verstehe ich. Ich hatte ebenfalls vor Jahren für einige Zeit einen Zweitwohnsitz, und ich meine, dass davon gar nichts in der Meldebescheinigung für den Erstwohnsitz stand... Leider ist es nun auch schon wieder etwas länger her, dass ich diese Bescheinigung beantragen musste, und ich finde sie auf die Schnelle nicht in meinen Unterlagen.

Also ich würde die geforderten Unterlagen jetzt erstmal fristgerecht beim Internet-Anbieter einreichen, plus unterschriebener Bestätigung der Eltern (ggf. des Vermieters), und dann erstmal abwarten. Letztendlich bist du meiner Meinung nach hinsichtlich der außerordentlichen Kündigung voll im Recht, weil du offiziell nachweisbar da wohnst, wo du wohnst. LG*

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