Frage von Kitty2o12, 29

Außerordentliche Kündigung des Handyvertrags nach ungerechtfertigter Mahnung?

Hallo ich hätte da mal ein Problem mit meinem Handyanbieter.

Und zwar: ich bin seid 1,5 Jahren bei meinem jetzigen Anbieter und war bisher immer sehr zufrieden, aber seid neustem scheinen die total verrückt zu spielen. Seid einiger Zeit habe ich sehr hohe Mahnungen bekommen, immer per Mail daher dachte ich das wären Betrüger, aber letztens hab ich eine per Post bekommen, definitiv von meinem Anbieter. Ich sollte Geld für meinen Vertrag zahlen, der Vertrag wird aber monatlich per lastschrift von meinem Konto abgebucht, dies kann ich online sogar sehr gut Nachvollziehen. Nun bin ich in den Laden maschiert um zu fragen was passiert sei und dort verwies man mich an den Kundenservice am Telefon. Am Telefon hat ein netter Mitarbeiter mit offenen Ohren mein Problem angehört, mir gesagt das nur die jetzige Rechnung offen sei und die ja in 3 Tagen abgezogen würde und somit kein Problem bestünde, ich aber auch im Laden eine Problemhilfe bekommen könnte. Nun denn War die sache für mich erledigt bis ich am Dienstag eine E-Mail mit einer weiteren Mahnung bekam, und am Mittwoch eine sehr unfreundliche Frau aus der Mahnabteilung mixh anrief. Die erzählt mir ich müsste das bezahlen und hat mir auf meine Bedenken nicht zugehört sondern einfach aufgelegt. Einfach so!! Ich war sauer vergaß aber zurück zu rufen und heute ein Brief vom Inkasso Unternehmen. Ich hätte 3 Tage zeit zu zahlen sonst würden DIE MIR außerordentlich Kündigen und mein Geld per Rechtswegen holen.

Nun zu meiner Frage, ich habe mich bemüht das zu klären und bekomme dann so eine Frau am Telefon und dazu diesen Brief? Pfft! Kann ICH jetzt außerordentlich Kündigen? Ich kann definitiv beweisen das ich bezahlt habe.

Vielen Dank in voraus

Antwort
von mepeisen, 13
Kann ICH jetzt außerordentlich Kündigen?

Man kann theoretisch eine außerordentliche Kündigung durchaus aussprechen. Begründet mit einem massiven Vertrauensverlust.

Davor würde ich das aber mal androhen.

"Werter Anbieter. Hinsichtlich der Mahnung XYZ und der Drohungen, meinen Anschluss zu sperren oder fristlos zu kündigen weise ich darauf hin, dass Sie zum einen eine Lastschriftermächtigung haben und zum anderen problemlos abgebucht haben. Auch sagte mir der Kundensupport am Telefon, dass es keine offenen Rechnungen gibt. Sie werden mir binnen 7 Tagen ein Erledigt-Schreiben schicken und sich entschuldigen. Andernfalls werde ich sofort eine fristlose Kündigung aussprechen. Die massiven telefonischen und schriftlichen Drohungen ihres Unternehmens machen es für mich unzumutbar, weiterhin Kunde ihres Unternehmens zu sein. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung."

Das per Einschreiben losschicken.

Antwort
von Mignon4, 25

Solche Angelegenheiten sollte man immer schriftlich per Einschreiben klären. Merkwürdigerweise weiß bei den Anbietern die linke Hand nie, was die rechte tut.

Wenn es eine offene, rechtmäßige Forderung gibt, dann bezahle sie und informiere das Inkassobüro schriftlich darüber (das brauchst du nicht zu tun, würde ich aber). Die Inkassobürogebühren brauchst du nicht zu bezahlen, sondern nur die Hauptforderung.

Du wirst vermutlich trotz Zahlung weitere Mahnungen hinsichtlich der Inkassogebühren erhalten. Die kannst du ignorieren. Gleichermaßen die darin enthaltenen Drohungen (Gerichtsvollzieher, Schufa-Eintrag usw). Lasse dich nicht blöffen.

Solltest du jedoch einen Mahnbescheid vom Gericht erhalten, was sehr unwahrscheinlich ist, dann mußt du sofort reagieren und innerhalb der darin genannten Rechtsmittelfrist Widerspruch einlegen.

Kommentar von Kitty2o12 ,

Die Gelder die das Unternehmen haben will habe ich aber alle bezahlt, das ist ja was ich meine. Ich bezahle Monatlich und habe dafür auch Beweise. Da bezahle ich doch nixht doppelt nur weil die nicht wissen was die tun!

Kommentar von Mignon4 ,

Nein, selbstverständlich brauchst du nicht doppelt zu bezahlen. Dann informiere das Inkassobüro schriftlich, dass es keine offenen Forderungen gäbe. Du brauchst so einen Brief nicht zu schreiben, aber ich würde es trotzdem tun und sogar per Einschreiben.

Kommentar von Spike0681 ,

Denn widerspreche den Mahnungen schriftlich (am besten via Einschreiben) mit der Info, dass die Gebühren nachweislich gezahlt wurden. Reagiere NUR auf den Briefverkehr deines Vertragspartner ggf. des Gerichtes (es sei denn du hast Online Rechnung eingerichtet). Prüfe am besten an Hand alter Rechnungen ob die Bankverbindungen mit den Mahnungen übereinstimmt. Vermeide es hierbei nicht vertrauenswürdige E-Mail Anhäge zu öffnen. Eventuell macht sich hier jemand deiner Vertragsdaten zu nutze, wie auch immer er/sie daran gekommen ist.

Kommentar von Kitty2o12 ,

eigentlich geht es mir mehr darum ob ich jetzt kündigen kann. für mich als Kunden ist das alles beinahe untragbar oder nicht?

Kommentar von Mignon4 ,

@ Kitty2012

Naja, untragbar hin oder her. Bei allen Anbietern ist es häufig so oder ähnlich. Du bist bei weitem nicht die Einzige, die solche Erfahrungen macht. Außerdem sind die Anbieter alle so ziemlich gleich. Die Unterschiede im Verhalten sind äußerst gering. Ob sich eine Kündigung bzw. ein Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnen, steht leider immer in den Sternen. :-)

Selbstverständlich kannst du kündigen. Du mußt dich jedoch an den Vertrag und die darin genannte Kündigungsfrist halten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community