Frage von Siraaa, 57

Außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung. Zuzahlungen und Gdb?

Bei mir steht demnächst die Steuererkärung an. Ich bin dieses Mal (also für 2015) verpflichtet, da ich Übergangsgeld und Krankengeld bekommen habe. Mir sind nur ein paar Dinge nicht klar, vielleicht kann mir jemand helfen ;-)

Ich war für 2015 bei einem Betrag ab ca. 150€ (fiktive Summe...die genaue geht ja keinen etwas an) von den Zuzahlungen befreit. Kann ich diese 150€ jetzt auch angeben? Von der Krankenkasse habe ich ja nur den Betrag zurückbekommen, der darüber lag. Und wie genau muss ich das nachweisen? Die Krankenkasse hat ja die Originale. Reicht dann die Bescheinigung der Krankenkasse, dass die Zuzahlungsgrenze von 150€ erreicht worden?R

Ich habe seit 09/15 einen GdB 40, momentan noch im Widerspruch. Wenn ich jetzt die Steuererklärung mache und sich später herausstellt, dass ich einen höheren GdB habe. (es bestehen gute "Chancen" auf min. 50), dann würde das ja rückwirkend gelten. Kann ich dann im Nachhinein ewas geltend machen oder ist es sinnvoll möglichst bis zum Abschluss zu warten. (Frist liet ja m.W. bei 05/16). Wenn ich den GdB angebe, kann ich aber nicht die Einzelausgaben geltend machen, oder? Das heißt es wäre sinnvoll auszurechnen, ob ich mit den einzelnen Beträgen drüber liege?

Blick da grad nicht 100% durch. Hab letztes Jahr (also bei der Steuererklärung für 2014) die Medis nicht angegeben, weil ich dachte, dass ich es nicht dürfte, da ich ja schon die Befreiung der KK hatte...aber letztendlich habe ich die Zahlungen bis zur Befreiung ja geleistet. Und was würde passieren, wenn ich es angebe, obwohl ich es nicht gedurft hätte? Eine Falschangabe ist es nicht, oder? Wird dann einfach nicht berücksichtigt, oder?

Würde mich über Antworten freuen Gruß Siraaa

Antwort
von JaBu84, 24

Ich kämpfe auch gerade mit dem Landesamt...
Deine Erklärung kannst Du soweit fertig machen und abschicken. Das mit dem GdB kann sich ziehen, allein für meinen Widerspruch haben die über 9 Monate gebraucht um mir dann zu sagen, dass es nicht klappt. Nun kommt wohl die Klage vorm Sozialgericht und das kann sich auch auf 2-3 Jahre strecken.

Sobald Du Deine 50% hast, schickst Du eine Kopie des Ausweises zum Finanzamt und alle Erklärungen werden rückwirkend korrigiert. Dazu ist das Finanzamt verpflichtet, da eine neue Tatsache bekannt wurde und das die Bearbeitung so lange dauert ist ja nicht Deine Schuld.

Kommentar von Hefti15 ,

Das wird doch nicht als neue Tatsache geändert, sondern weil sich ein Grundlagenbescheid geändert hat.

Antwort
von Helmuthk, 32

Du kannst gerne die 150,00 € als Außergewöhnliche Belastung angeben.

Dagegen wird aber die zumutbare Belastung gerechnet. Einzelheiten ergeben sich aus § 33 Einkommensteuergesetz.

Ich gehe davon aus, dass dann kein Betrag übrig bleibt.

Kommentar von Siraaa ,

Ich habe schon noch andere Belastungen, die ich geltend machen kann ;-) 
Ich wusste eben nur nicht, ob die 150€ auch geltend gemacht werden dürfen.

Antwort
von Hefti15, 24

Also, soweit ich weiß, gilt ein Schwerbindeartenausweis im Steuerrecht als sogenannter Grundlagenbescheid. Nach §175(1) Nr.1 AO wäre bei einer "Änderung" des GdB im Schwerbehindertenausweis dieser Wert im Einkommensteuerbescheid zu ändern.

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