Wenn jemand ein Problem mit Mobbing hat, weil er als Außenseiter ein ideales Ziel abgibt, verbal vielleicht nicht schlagfertig ist oder sonst auf ein böswilliges Umfeld als "doof" und damit ideales Ziel wirkt:
Warum gibt es so viele Schwachsinnsratschläge vom Typ "Nicht dran stören", "ignorieren", "an sich abprallen lassen" und dergleichen?
Diese "Vorschläge" sind nichts als die verklausulierte Forderung, sich als ideales Opfer fertigmachen zu lassen. Sie laufen darauf hinaus, dass man täglich durch ein Spalier feixender A...löcher geht, mit Joghurt, Kaffee, Säften usw. überschüttet dasteht, herum geschubst wird und dabei verbissen sich vorsagt: "Macht mir alles nichts aus, trifft mich alles nicht..."
Sind diese Leute einfach nur zu feige zu sagen, dass man sich gefälligst fertigmachen lassen soll, oder wollen sie nur mit allen Mitteln verhindern, dass man sich wirksam wehrt (z.B. den Mobbern eine reinhauen, wenn sie stärker sind: Sachen kaputt machen, von hinten eins überziehen, mit Gegenständen/Waffen niederzwingen). Gegen Gewalt (dazu gehört auch Mobbing in jeder Form) hilft nunmal nur, wenn es die Täter was kostet!
Ein Mobbingopfer hat keine Wahl: Gewalt ja oder nein, sondern nur, ob es sich weiter als hilfloses Opfer fertigmachen lässt oder mit eigener Gewalt zurück schlägt. Dazwischen gibt es nichts, was dauerhaft hilft.
Das mit dem "Hinterhalt" der Klasse war ein freudscher Versprecher, wer in so einer Lage ist, wird nämlich von allen auch aufs Hinterhältigste behandelt. Rückhalt dagegen hat er nie. Und wenn die anderen es mit der Solidarität ernst meinen, müssen sie auch gewaltsame Gegenwehr akzeptieren.
In der Tat sind Mobber meist mehrere und/oder Stärkere, deshalb, wenn möglich, verhackstücken, wenn sie allein sind, sonst ihnen Sachen kaputt machen (Auto, Moped usw.) oder ihnen von hinten mit Knüppel oder auch Messer kommen.
@wight Tree: deiner Ansicht bin ich auch.