Die zu benötigende Angelausrüstung hängt in erster Linie davon ab, wo du in der Ostsee angelst. Ich kann nur von meiner über 20jährigen Dorschangelei-Erfahrung vor Langeland ausgehen. Grundsätzlich aber machst du nichts verkehrt mit einer 3-Meter-(Steck)Rute, WG 50 - 150 Gramm. Dazu eine passende, nicht zu grosse Stationär-Rolle; hierbei solltest du dir nicht die billigste Rolle kaufen, das rächt sich nachher oft beim Drill! Mit einer 11er/12er geflochtenen Schnur (z.B. Wiplash) bist du ebenfalls auf der sicheren Seite sowohl für grösseren Pilker (bis 150 Gramm) als auch für leichtere bis ca. 40 Gramm. Als Beifänger empfehle ich Twister in den Farben japanrot und schwarz-rot; Pilker am besten rot, gelb oder auch silbern. Die Twisterköpfe sollten nicht schwerer als ca. 2 Gramm sein, da sie in der Strömung ja auch spielen sollen und nicht nur leblos herunterhängen. Da der Dorsch in Köderangelegenheiten ein besonders bekloppter Fisch ist, kannst du nie genug unterschiedliche Farben sowohl bei den Pilkern als auch bei den Twistern bei dir haben. Erfahrene Dorschangler nehmen den Pilkerdrilling ab und fischen mit 2 Beifängern, die mit den wenig bekannten, aber sehr effektiven "Quick-Beds" an der Hauptschnur befestigt werden. Unterer Beifänger japanrot, oberer schwarz oder schwarzrot. Es kann aber durchaus sein, dass der Dorsch heute nur, und ausschliesslich nur auf grün geht - - und morgen mal auf blau, mal auf gelb und mal auf alles überhaupt nicht!! Wichtig: Nicht die Rute reissen! Je nach Wellengang den Pilker einfach über Grund schleifen (zuckeln) lassen, höchstens mal sanft anruckeln, wie beim Zanderjiggen. Drillinge bringen nur Hänger, aber höchst selten Dorsche! Pilkern mit Drillingen wird eine teure Angelegenheit - und bringt weniger Fisch als das "Schleifen über Grund"; denn nicht der Pilker fängt, der lockt nur an - fangen tun die Beifänger; sie bringen 90% der Dorsche - wenn man es richtig macht und nicht die Gedud verlierst. Hör' in allem auf einen alten, erfahrenen Ostsee-Dorschangler!!
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