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Ausnahmen bestätigen die Regel ?

gefragt von knetartpunktdeknetartpunktde am 07.02.2008 um 15:22 Uhr

Vielleicht denke ich einfach anders als die anderen Kinder, aber der Sinn dieser Redensart hat mir nie eingeleuchtet. Für mich ist diese Aussage unlogisch, denn ich sehe es so, daß Ausnahmen eine Regel eben nicht bestätigen.

Ausnahmen zeigen meiner Meinung nach, daß die Regel eben nicht immer gilt, was ja nun wirklich keine Bestätigung für die Regel ist.

Bitte um Aufklärung . . ...


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raubkatze
beantwortet von raubkatze am 7. Februar 2008 15:26
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"Besonders komplizierte, schwierige Fälle, die nicht allzu oft, sondern eher selten auftreten, bestätigen den Sinn einer Regel, die für die meisten Fälle zutrifft und dadurch Übersicht und Klarheit schafft." ;-))

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 7. Februar 2008 15:26

Das ist nun mal ganz einleuchtend erklärt! Super!

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:38

Ja, das hört sich auch gut an! :)

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 7. Februar 2008 16:18

Richtig schön klar, ohne Rumgeeiere - hätt ich mehr Däumchen, würde ich sie Dir geben!


anonym
beantwortet von pjakobs am 7. Februar 2008 15:22
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tja, in der Regel gilt dieses Sprichwort schon immer, was auch durch Ausnahmen hinreichend bestätigt wird.

Es ist natürlich nicht mehr als eine rhetorische Figur, um sich auf eine Diskussion über die Ausnahmen garnicht erst einzulassen.

pj

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:26

Schön formuliert. DH! :)


solf1
beantwortet von solf1 am 7. Februar 2008 15:23
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In der Regel ist es so und nicht anders. Da gibts aber Ausnahmen, wirkliche Ausnahmen, an denen man sieht, dass die Regel eben wirklich anders ist! Mir leuchtes das ein. Du musst dir einfach vorstellen, dass jede Regel gebrochen wird! Nichts ist unmöglich! Gruss Solf

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:37

"In der Regel ist es so und nicht anders. Da gibts aber Ausnahmen, wirkliche Ausnahmen, an denen man sieht, dass die Regel eben wirklich anders ist!"

Das leuchtet mir nun nicht ein. ;-)

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 7. Februar 2008 15:40

Schade! Vielleicht steht dir die angeborene oder erzogene Gründlichkeit im Wege?

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:47

Nachdem ich den Begriff der Regel genauer durchdacht habe und das wörtliche mal weggelassen habe (also weniger gründlich bin ;-)), leuchtet es mir schon ein. :) Man muss eine Ausnahme klar als "Ausnahme von der Regel" deklarieren. Jepp.


sheela2011
beantwortet von sheela2011 am 7. Februar 2008 15:30
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Gemeint ist mit "die Ausnahme bestätigt die Regel" oder auch "die Ausnahmen bestätigen die Regel", dass eine Regel nicht deshalb ungültig ist, weil Fälle eintreten, die gegen ihre Gültigkeit sprechen.

Wenn die Regel etwa lautet, "Sonntags haben die Geschäfte zu", könnte ein verkaufsoffener Sonntag die Ausnahme sein, die die Regel bestätigt.

Man darf die Redewendung nicht zu wörtlich nehmen: Tatsächlich ist es natürlich nicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt, sondern derjenige, der die Redewendung anwendet, bestätigt die Regel, indem er etwas zur Ausnahme erklärt. Ähnlich ist es bei "der Zweck heiligt die Mittel" - auch hier heiligt nicht der Zweck selbst die Mittel, sondern derjenige, der zu den Mitteln greift, legitimiert mit der Aussage und dem Hinweis auf den (guten) Zweck sein Vorgehen.

Quelle: korrekturen.de

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:39

Diese Quelle ist gut! DH!


Minax
beantwortet von Minax am 7. Februar 2008 15:33
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Ich konnte diesem Satz auch nie etwas abgewinnen. Logisch erscheint er nicht.

Ich denke, dieser Satz will nur aussagen, dass eine bestimmte Regel bzw. Tatsache nicht (grundsätzlich) falsch sein muss, nur weil es Fakten bzw. Tatsachen gibt, die nicht dieser Regel entsprechen bzw. abweichen.

Im Endeffekt ist es so, wie pjiakobs schrieb: Man gebraucht diesen Spruch, um auf seine Meinung bestehen zu können - auch wenn die Regel nicht 100% wasserdicht ist, es also Ausnahmen gibt. Aber dann sollte man besser einräumen, dass es eben stets Ausnahmen gibt - und nicht diesen irritierenden Spruch einwerfen.

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:54

Nachtrag: Knetarts Aussage "Ausnahmen zeigen meiner Meinung nach, daß die Regel eben nicht immer gilt, was ja nun wirklich keine Bestätigung für die Regel ist." darf man demnach nicht so stehen lassen, da eine Regel eben kein 100%-tiger Tatbestand ist. Es ist nur "die Regel" in Bezug auf eine relative Häufigkeit.

Aber wie schnell schreibt man "In der Regel ist es so, dass...", obwohl man "Fakt ist, dass..." meint.


fourseasons
beantwortet von fourseasons am 7. Februar 2008 15:41
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Es ist sicher nicht leicht verständlich, aber auch nicht nur eine Redewendung ohne Sinn.

Ob sie allerdings immer sinngemäß gebraucht wird, das ist eine andere Frage.

Ausnahmen kann es eben nur geben, wenn es eine Regel gibt. Von WAS sollten es sonst Ausnahmen oder Abweichungen sein.

Wenn etwas ein feststehender Fakt ist, benötigt er keine Regeln, bzw. man benötigt keine Regeln für feste Fakten.

Bei allem Anderen, daß man in Regeln fassen möchte, wählt man die Bedingungen so, daß möglichst viele Ereignisse durch die Regeln erfasst werden.

Aber es gelingt eben meistens nicht zu 100%. das sind dann die Ausnahmen. Daß es diese Ausnahmen gibt, bestätigt eben auch, daß es eine Regel gibt.

Aber....

wenn du nicht Philosophie studieren möchtest, denke lieber über angenehmere Dinge nach ;-))

Kommentar von 4ea81da45faf16ff21374dafe79f8409smallMinax am 7. Februar 2008 15:45

Ah... So könnte man es auch sehen. Ja, man darf es nicht wörtlich nehmen und muss sich die Definition der Regel vor Augen führen. DH!

Kommentar von 9f9f301d19a1309c4e081d95ec1db39csmallknetartpunktde am 7. Februar 2008 15:56

Das ist es ! Diese Erklärung leuchtet (sogar) mir ein. Danke !


medicangel
beantwortet von medicangel am 7. Februar 2008 15:23
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Die Ausnahmen bestätigen die Ausnahmeregel ;o),oder vieleicht auch nur die Regel das es fast immer eine Ausnahme gibt.


berthold11
beantwortet von berthold11 am 7. Februar 2008 15:39
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Liebe knetartpunk, Ich glaube, das siehst Du richtig. Das ist wohl eine Regel die niemals belegt wurde. Ist aber immer eine gute "Aus-regel" wenn man mit dem Latein nicht weiter kommt.

Kommentar von 9f9f301d19a1309c4e081d95ec1db39csmallknetartpunktde am 7. Februar 2008 15:57

...bin weder Punk noch Mädchen . ...

Kommentar von Cd8fd23346c9a2fac9d430b7a317cf8fsmallberthold11 am 7. Februar 2008 16:28

Jawohl, mein Herr, hoffe daß wenigstens das mit der Knete stimmt.


Pestopappa
beantwortet von Pestopappa am 7. Februar 2008 15:24
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1000 Herzinfarkte haben eine Schmerzsymptomatik der 1001`te nicht - er war ein versteckter HI oder einer, der halt nicht entdeckt "war... so etwas meint man damit... Beispiele gibt es zu Hauf !


bommel65
beantwortet von bommel65 am 7. Februar 2008 15:54
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Ich denke, da steckt kein Sinn dahinter, sondern eben nur ein Spruch. Ein Hinweis darauf, daß es einfach keine 100%ige Regel gibt?

Ähnlich wie "...das interessiert keinen, höchstens den Gasmann..." (der Arme, der nichts dafür kann) oder "...mach es, wie der auf dem Dach..." (der macht, was er will)...


Whitefall
beantwortet von Whitefall am 7. Februar 2008 16:00
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Gemeint sind keine Regeln im Sinne von beobachteten Zusammenhängen, sondern im Sinne von Gesetzen und Vorschriften: Daran, dass eine Ausnahme gemacht wird, erkennt man dass es überhaupt eine Regel gibt, denn sonst wäre ja die Ausnahme nicht notwendig.

Wenn jemand z.B. nicht weiß, ob an Sonntagen Geschäfte geöffnet haben dürfen oder nicht, würde er daran dass es gelegentlich verkaufsoffene Sonntage gibt erkennen, dass es eine Regel gibt.


jacklondon
beantwortet von jacklondon am 23. Dezember 2008 18:06
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Diese Redensart besagt eigentlich nur, dass es im Leben immer wieder Fälle gibt, bei denen unsere gewohnten Erklärungen nicht so ganz passen. Unsere Erfahrungen geben uns einen gewissen Bezugsrahmen, mit dem wir unseren Alltag meistern. Dann aber gibt es immer wieder mal ein Ereignis, ein Erlebnis, das sich eben nicht so nahtlos in unser Erklärungsmuster einfügt, das sich im Großen und Ganzen ja durchaus bewährt hat und das in sich ja auch stimmig ist. Und so erklären wir dann oft ein solches ungewohntes Erlebnis, eine solche ungewohnte Erfahrung zur "Ausnahme, die die Regel bestätigt".

Also: Unser Bezugsrahmen - oder mit anderen Worten - unser Erfahrungshintergrund ist nicht falsch, weist aber hier und da Lücken auf. Und so könnte man auch anders formulieren: Statt: "Dies ist eine Ausnahme, die ..." ließe sich auch sagen: "Dieses Ereignis zeigt, dass mein Erklärungsmuster weiter greifen muss, dass es noch zu eng gedacht wird." Mit anderen Worten: Meine "Regel" ist nicht falsch, aber ungenau formuliert und erfasst nicht alle Möglichkeiten.

An einem Beispiel kann man das aufzeigen: Jemand verfolgt auf einer einsamen Insel mit Hilfe eines in den Boden gesteckten Stabes im Laufe eines Jahres die Sonnenauf- und -untergänge. Und er kommt durch seine Beobachtungen zu der durchaus richtigen Schlussfolgerung:

Die Sonne geht unterschiedlich auf und unter, dadurch sind Tag und Nacht immer ungleich lang. Mit zwei Ausnahmen: Am 21. März und am 21. September sind Tag und Nacht gleich lang.

Das sind ihm eben jene "Ausnahmen“, die seine ansonsten ja richtige Regel „bestätigen“. Nun wissen wir ja, dass diese unterschiedlichen Tages- und Nachtlängen in einen rhythmischen Zusammenhang eingebunden sind, bei dem diese "Ausnahmen" (Tag und Nacht sind gleich lang > 21.3. und 21.9.) durchaus ihre Stimmigkeit haben als Durchgang von dem einen Extremwert (längster Tag und kürzeste Nacht > 21. 6.) zum anderen Extremwert(kürzester Tag und längste Nacht > 21.12.). Und so sehen wir, dass die Regel nicht falsch, aber eben nicht umfassend genug formuliert ist, um auch jene Ereignisse zu erfassen, die uns dann als "Ausnahmen" erscheinen.

Unser Inselbewohner müsste also genauer beobachten und die unterschiedlichen Längen von Tag bzw Nacht exakt messen und aufzeichnen. Dann könnte er seine Ergebnisse miteinander vergleichen und käme zu einer umfassenderen Regel, die die beiden "Ausnahmen" eben als Bestandteil dieser neuen und umfassenderen Regel erfassen würde. Aber wie gesagt: Seine Regel ist nicht falsch, nur ungenau!

Und so zeigen Ausnahmen, die die Regel zu bestätigen scheinen, nur an, dass die Regel noch genauer erfasst und präziser formuliert werden müsste.


anonym
beantwortet von dekko am 6. März 2009 13:47
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Ausnahmen bestätigen die Regel Ich habe auch lange mit dem Spruch gehadert und erkläre es mal so:

"Ausnahmen bestätigen die Regel" weist darauf hin, dass die beobachtete Ausnahme keiner Gesetzmässigkeit unterliegt, bei der es definitionsgemäss keine Ausnahmen geben kann (Es ist immer so...). Eine Regel bedeutet, dass sich in den überwiegenden Fällen der Beobachtung der Regelfall feststellen lässt (Es ist in der Regel so...). Wenn Ausnahmen von einer Regel beobachtet werden, bestätigt dies, dass es sich nicht immer so ist, man also nicht von einer Gesetzmässigkeit sprechen kann.


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