knetartpunktde am 07.02.2008 um 15:22 Uhr
Vielleicht denke ich einfach anders als die anderen Kinder, aber der Sinn dieser Redensart hat mir nie eingeleuchtet. Für mich ist diese Aussage unlogisch, denn ich sehe es so, daß Ausnahmen eine Regel eben nicht bestätigen.
Ausnahmen zeigen meiner Meinung nach, daß die Regel eben nicht immer gilt, was ja nun wirklich keine Bestätigung für die Regel ist.
Bitte um Aufklärung . . ...

"Besonders komplizierte, schwierige Fälle, die nicht allzu oft, sondern eher selten auftreten, bestätigen den Sinn einer Regel, die für die meisten Fälle zutrifft und dadurch Übersicht und Klarheit schafft." ;-))
tja, in der Regel gilt dieses Sprichwort schon immer, was auch durch Ausnahmen hinreichend bestätigt wird.
Es ist natürlich nicht mehr als eine rhetorische Figur, um sich auf eine Diskussion über die Ausnahmen garnicht erst einzulassen.
pj
Minax am 7. Februar 2008 15:26 Schön formuliert. DH! :)

In der Regel ist es so und nicht anders. Da gibts aber Ausnahmen, wirkliche Ausnahmen, an denen man sieht, dass die Regel eben wirklich anders ist! Mir leuchtes das ein. Du musst dir einfach vorstellen, dass jede Regel gebrochen wird! Nichts ist unmöglich! Gruss Solf
Minax am 7. Februar 2008 15:37 "In der Regel ist es so und nicht anders. Da gibts aber Ausnahmen, wirkliche Ausnahmen, an denen man sieht, dass die Regel eben wirklich anders ist!"
Das leuchtet mir nun nicht ein. ;-)
Solf am 7. Februar 2008 15:40 Schade! Vielleicht steht dir die angeborene oder erzogene Gründlichkeit im Wege?
Minax am 7. Februar 2008 15:47 Nachdem ich den Begriff der Regel genauer durchdacht habe und das wörtliche mal weggelassen habe (also weniger gründlich bin ;-)), leuchtet es mir schon ein. :) Man muss eine Ausnahme klar als "Ausnahme von der Regel" deklarieren. Jepp.

Gemeint ist mit "die Ausnahme bestätigt die Regel" oder auch "die Ausnahmen bestätigen die Regel", dass eine Regel nicht deshalb ungültig ist, weil Fälle eintreten, die gegen ihre Gültigkeit sprechen.
Wenn die Regel etwa lautet, "Sonntags haben die Geschäfte zu", könnte ein verkaufsoffener Sonntag die Ausnahme sein, die die Regel bestätigt.
Man darf die Redewendung nicht zu wörtlich nehmen: Tatsächlich ist es natürlich nicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt, sondern derjenige, der die Redewendung anwendet, bestätigt die Regel, indem er etwas zur Ausnahme erklärt. Ähnlich ist es bei "der Zweck heiligt die Mittel" - auch hier heiligt nicht der Zweck selbst die Mittel, sondern derjenige, der zu den Mitteln greift, legitimiert mit der Aussage und dem Hinweis auf den (guten) Zweck sein Vorgehen.
Quelle: korrekturen.de
Minax am 7. Februar 2008 15:39 Diese Quelle ist gut! DH!

Ich konnte diesem Satz auch nie etwas abgewinnen. Logisch erscheint er nicht.
Ich denke, dieser Satz will nur aussagen, dass eine bestimmte Regel bzw. Tatsache nicht (grundsätzlich) falsch sein muss, nur weil es Fakten bzw. Tatsachen gibt, die nicht dieser Regel entsprechen bzw. abweichen.
Im Endeffekt ist es so, wie pjiakobs schrieb: Man gebraucht diesen Spruch, um auf seine Meinung bestehen zu können - auch wenn die Regel nicht 100% wasserdicht ist, es also Ausnahmen gibt. Aber dann sollte man besser einräumen, dass es eben stets Ausnahmen gibt - und nicht diesen irritierenden Spruch einwerfen.
Minax am 7. Februar 2008 15:54 Nachtrag: Knetarts Aussage "Ausnahmen zeigen meiner Meinung nach, daß die Regel eben nicht immer gilt, was ja nun wirklich keine Bestätigung für die Regel ist." darf man demnach nicht so stehen lassen, da eine Regel eben kein 100%-tiger Tatbestand ist. Es ist nur "die Regel" in Bezug auf eine relative Häufigkeit.
Aber wie schnell schreibt man "In der Regel ist es so, dass...", obwohl man "Fakt ist, dass..." meint.

Es ist sicher nicht leicht verständlich, aber auch nicht nur eine Redewendung ohne Sinn.
Ob sie allerdings immer sinngemäß gebraucht wird, das ist eine andere Frage.
Ausnahmen kann es eben nur geben, wenn es eine Regel gibt. Von WAS sollten es sonst Ausnahmen oder Abweichungen sein.
Wenn etwas ein feststehender Fakt ist, benötigt er keine Regeln, bzw. man benötigt keine Regeln für feste Fakten.
Bei allem Anderen, daß man in Regeln fassen möchte, wählt man die Bedingungen so, daß möglichst viele Ereignisse durch die Regeln erfasst werden.
Aber es gelingt eben meistens nicht zu 100%. das sind dann die Ausnahmen. Daß es diese Ausnahmen gibt, bestätigt eben auch, daß es eine Regel gibt.
Aber....
wenn du nicht Philosophie studieren möchtest, denke lieber über angenehmere Dinge nach ;-))
Minax am 7. Februar 2008 15:45 Ah... So könnte man es auch sehen. Ja, man darf es nicht wörtlich nehmen und muss sich die Definition der Regel vor Augen führen. DH!
knetartpunktde am 7. Februar 2008 15:56 Das ist es ! Diese Erklärung leuchtet (sogar) mir ein. Danke !

Die Ausnahmen bestätigen die Ausnahmeregel ;o),oder vieleicht auch nur die Regel das es fast immer eine Ausnahme gibt.

Liebe knetartpunk, Ich glaube, das siehst Du richtig. Das ist wohl eine Regel die niemals belegt wurde. Ist aber immer eine gute "Aus-regel" wenn man mit dem Latein nicht weiter kommt.
knetartpunktde am 7. Februar 2008 15:57 ...bin weder Punk noch Mädchen . ...
berthold11 am 7. Februar 2008 16:28 Jawohl, mein Herr, hoffe daß wenigstens das mit der Knete stimmt.

1000 Herzinfarkte haben eine Schmerzsymptomatik der 1001`te nicht - er war ein versteckter HI oder einer, der halt nicht entdeckt "war... so etwas meint man damit... Beispiele gibt es zu Hauf !

Ich denke, da steckt kein Sinn dahinter, sondern eben nur ein Spruch. Ein Hinweis darauf, daß es einfach keine 100%ige Regel gibt?
Ähnlich wie "...das interessiert keinen, höchstens den Gasmann..." (der Arme, der nichts dafür kann) oder "...mach es, wie der auf dem Dach..." (der macht, was er will)...

Gemeint sind keine Regeln im Sinne von beobachteten Zusammenhängen, sondern im Sinne von Gesetzen und Vorschriften: Daran, dass eine Ausnahme gemacht wird, erkennt man dass es überhaupt eine Regel gibt, denn sonst wäre ja die Ausnahme nicht notwendig.
Wenn jemand z.B. nicht weiß, ob an Sonntagen Geschäfte geöffnet haben dürfen oder nicht, würde er daran dass es gelegentlich verkaufsoffene Sonntage gibt erkennen, dass es eine Regel gibt.
Das ist nun mal ganz einleuchtend erklärt! Super!
Ja, das hört sich auch gut an! :)
Richtig schön klar, ohne Rumgeeiere - hätt ich mehr Däumchen, würde ich sie Dir geben!