Frage von NickyParis 24.08.2012

Auslandsreisen in der DDR?

  • Hilfreichste Antwort von Huckebein 24.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    China. Nordkorea, Vietnam, waren zu DDR-Zeiten keine Touristenländer, aber konnten von Vertretern von Betrieben bereist werden, die mit diesen Ländern Export/Import-Abkommen unterhielten.

    Die Mongolai war Touristenland, aber verhältnismäßig teuer.

  • Antwort von Capera 24.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ja durften sie, aber meistens nur ohne den ehepartner. ich bin in der DDR groß geworden und kann mich erinnern, das meine mom in vietnam war (alleine) mein dad blieb bei uns kindern.

    ein anderes mal fuhr mein dad nach köln (auch alleine) und meine mom blieb bei uns kids.

  • Antwort von toberg 03.01.2013
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ergänzung: zeitweise durften DDR-bürgerinnen auch nicht nach polen reisen. und visa für entlegene teile der SU waren auch schwierig. letzteres konnte man mit transitvisa umgehen. kuba? ich kenne niemanden der nach kuba konnte/durfte!

  • Antwort von Claud18 26.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    China war lange Zeit "No-go-Area", die Beziehungen waren nicht die besten (vor allem unter Mao - da gab es auch keine chinesischen Studenten mehr bei uns), so dass man so ohne weiteres nicht hinreisen konnte.

    Reisen in die Mongolei wurden dagegen ganz normal im "Reisebüro"- Katalog angeboten, sie waren allerdings sehr teuer. In meinem Betrieb (Geologie) schickten sie außerdem Leute beruflich für 2 Jahre in die Mongolei, allerdings nahmen sie dafür nur Männer.

    Vietnam-Reisen kamen irgendwannwohl auch ins Angebot, so weit ich weiß, aber relativ spät. Du musst bedenken, dass dort bis 1973 noch Krieg war und es unmittelbar danach erst einmal andere Probleme als der Aufbau einer Tourismus-Industrie gab.

    Nordkorea ließ von sich aus niemanden hinein oder nur in Ausnahmefällen.

    Ich weiß auch, dass Albanien als sozialistisches Land galt, aber auch dieses Land hatte sich abgeschottet - Reisen waren dorthin nicht möglich.

    Nach Jugoslawien durfte man nicht ohne weiteres reisen, da das Land eine offene Grenze zum Westen hatte. Meine Großeltern hatten jedoch einmal das Glück, eine Reise dorthin zu ergattern (Reisebüro - muss Ende der 60er Jahre gewesen sein), in den 80ern gab es dann Kontingente über die Betriebe.

    All das galt natürlich nicht, wenn man von seinem Betrieb zum Arbeiten in ein fremdes Land geschickt wurde. Hier gab es Einsätze im Irak, in Mocambique, in der Mongolei, wie oben schon erwähnt, sogar im westlichen Ausland. Aber die "Auslandskader" unterlagen strenger Kontrolle, vor allem waren ihnen Kontakte zu Westlern untersagt.

  • Antwort von abibremer 25.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    so "ganz einfach" waren solche reisen selbst zum "großen bruder" sowjetunion nicht: zwei ddr-bürger machten eine sehr lange reise durch rußland, wegen der bürokratischen hindernisse völlig illegal, indem sie ihre transitvisa zur einreise nutzten und dann vom vorgeschriebenen reiseweg GEWALTIG abwichen. die geschichte erzählen sie in einem recht spannenden buch "unerkannt durch freundesland" leider habe ich bisher nur davon gehört, es aber noch nicht gelesen.

  • Antwort von Becks99 24.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ja das ging schon.

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