Frage von somehowhelpless, 106

Belaste ich mit Depressionen meine Gastfamilie?

Hi, ich (W, 15)bin gerade in Amerika wegen Auslandsjahr undso. Es gefaellt mir hier auch mega gut, ich habe Freunde und meine Noten sind auch ganz gut. Irgendwie bin ich mit der Zeit nur immer gestresster geworden, deshalb habe ich dann mit einer Vertrauenslehrerin hier geredet. Die hat mich jetzt zu einer Therapeutin geschickt wegen Depressionen und einer Angststoerung (Versagensangst). Meine Eltern und Freunde in Deutschland wissen davon. Meine Eltern meinten schon, dass es okay waere, abzubrechen. Mein bester Freund wuerde mich am liebsten sofort zu Hause haben. Mit meinem Freund habe ich in letzter Zeit sogar mega Stress deswegen weil er das Gefuehl hat, mir nicht richtig helfen zu koennen. Naja, meine Gastschwester hat jedenfalls auch Depressionen. Jetzt habe ich mega das Gefuehl, dass ich denen zu viel Belastung werde... Ich fuehle mich hier generell nicht mehr so wohl, seit die Vertrauenslehrerin mit meinen Gasteltern darueber geredet hat. Was soll ich tun? Mit der Vertrauenslehrerin drueber reden? Mit meinen Eltern? Gasteltern? Familie wechseln? Oder wirklich nach Hause?? Danke schonmal :)

Antwort
von verquert, 9

Du schreibst, dass es Dir dort sehr gut gefällt. Würde sich zu Hause etwas ändern an den Diagnosen, kannst Du das einschätzen?

Und Du schreibst, dass es immer stressiger mit der Zeit geworden ist. Eventuell kann hier Entlastung geschaffen werden - auf welcher Weise auch immer? Weil wenn Du nun diese Belastungen in den Griff bekommst, so wirst Du auch gewiss für Dein gesamtes Leben lernen. Wenn nicht, dann werden diese Probleme gewiss Dich auf Deinem Leben ebenso begleiten.

Nur Du allein kannst entscheiden, ob nun der richtige Zeitpunkt ist die Probleme anzugehen. Was Dich entlasten könnte, ob und inwiefern dies umsetzbar wäre / ist.

Vielleicht kannst Du Dir auch die Rückmeldung Deiner Gastfamilie einholen, ob Dein Glaube, dass Du 'eine zu hohe Belastung bist' auch gerechtfertigt ist oder wirklich nur Dein Glaube ist.

Würde ein Wechsel der Gastfamilie weniger Belastung bringen?....

Nur Du kannst wissen, was Dir gut tut. Und eventuell kann Deine Vertrauenslehrerin Dich auf der Entscheidungsfindung begleiten. Eventuell auch Deine Gastfamilie.

Alles Gute für Dich auf Deinem Weg.

Antwort
von xRobsnx, 77

Das musst du selbst entscheiden, Depressionen sind wirklich belastend. Aber deine gastfamilie wird bestimmt damit klar kommen. Falls du nach hause willst würde dir das sicher niemand übel Nehmen, aber du kannst dich nur richtig entscheiden :) es ist dein Leben! Wenn du lieber bei deinem freund bist dann mach Es, falls dir Amerika und die Erfahrungen wichtiger sind mach das durch. Viel Glück 🍀

Antwort
von trumm, 12

Ich vermute mal, dass du beiden Erkrankungen bereits in Deutschland hattest und sie verschwiegen hast, denn so auf die Schnelle wird nicht mal eben  eine Angststoerung und Depressionen diagnostiziert.

Wenn  du Pech hast, melden deine Gasteltern deine Erkrankungen der Organisation und du wirst  nach Hause geschickt.

Ein Wechsel der Gastfamilie wird dir auch nichts bringen, denn mit einer diagnostizierten Depression plus Angststoerung wird dich die Orga nicht noch einmal vermitteln (koennen). Die Erkrankungen duerfen auch einer neuen Gastfamilie nicht verschwiegen werden. Keine Gastfamilie wird sich mit derartigen, sich moeglicherweise unvorhersehbar entwickelnden Erkrankungen belasten. Beides sind uebrigens Ausschlusskriterien, ueberhaupt an einem Austausch teilnehmen zu duerfen.

Kommentar von somehowhelpless ,

Gilt das auch für leichte Depressionen oder nur für mittelschwere-schwere? Danke für die Antwort :)

Kommentar von trumm ,

Erst einmal moechte ich dich loben: Du hast sehr gelassen auf meine nicht so schoene Antwort reagiert. Das findet man hier ausgesprochen selten, wenn es um genau dieses Thema "Depressionen und Austausch" geht.

Ob du leichte, mittelschwere oder schwere Depressionen hast - und wer diese in dem entsprechenden Schweregrad diagnostiziert hat, spielt keine Rolle. Du bist jedenfalls dermassen psychisch belastet, dass du bereits zu einer Therapeutin musstest. Als "leicht" ist die Depression damit sicher nicht mehr einzustufen.

Sei ehrlich zu dir selbst, das ist das wichtigste. Es ist nicht schlimm, wenn du den Aufenthalt abbrichst. Ein Auslandsjahr soll positive Erfahrungen bringen, an die man spaeter gern zurueckdenkt und nicht quaelende Erinnerungen an ein muehsam durchgestandenes Jahr, weil man krank war.

Im Zweifelsfall hast du die kommende Entwicklung sowieso nicht mehr in der Hand, sondern die Organisation handelt fuer dich. Da sonst alles in Ordnung ist, hilft dir ein Rematch auch nicht weiter. Dadurch verfluechtigen sich keine psychischen Erkrankungen.

Ich wuensche dir alles Gute und dass sich alles - so der so - fuer dich zum Guten wendet.

Antwort
von blackforestlady, 36

Vermute mal Du hast Heimweh, da Du während der Weihnachtszeit nicht bei Deinen Eltern zu Hause  bist. Entweder Du ziehst es durch oder fliegst nach Hause, Deine Entscheidung. Natürlich stellt sich dann die Frage, warum man an so etwas teilnimmt und es doch abbrechen möchte.

Antwort
von NutpotD, 12

Also.. 

brenzlige Situation in der du da steckst. Etwas kann ich dir mal vorweg sagen. Mach dir keine Sorgen über die Gastfamilie. Wenn du dir selber einen Druck machst, und Angst hast sie zu belasten etc machst du dir nur selbst wieder Stress und drehst dich so in einem Teufelskreis.

Wenns dich konfortabler macht, rede mit den Gasteltern. Nich über deine Gefühle und Probleme. Sage ihnen einfach, dass du im Moment eine etwas schwierige Phase durchmachst, und dir etwas sorgen machst sie zu belasten. Sie werden dir versichern, dass dies kein Problem sei und dass du jederzeit um Hilfe fragen kannst. Dies gibt dir eine gewisse Sicherheit die einem Heimatsgefühl ähnlich ist. 

Falls auch dies nicht hilft versuche mit verschiedenen Leuten darüber zu reden. Das hilft immer

Ich hoffe konnte dir weiterhelfen 

-LG NutpotD

Antwort
von rosale, 14

Woher weißt du, dass du Depressionen und Angstörung hast, warst du beim Arzt? , weil das nur ein Arzt feststellen kann.

Dass man vor einer Prüfung nervös ist, ist ganz normal, besonders wenn man nichts beizutragen hat. Ich denke eher, dass du abbrechen willst, weil du keine Lust mehr hast und dir die Krankheiten ausdenkst, damit du alles schön begünden kannst.

Viele Leute werden um Weihnachten wehmütig. Das heisst aber noch lange nicht, dass man Depressionen hat und zum Therapeuten rennt.

Bisserl belastbar sollte man schon sein, auch wenns mal nicht so läuft wie man das gerne hätte. Da würde dir auch keine andere Gastfamilie helfen. Keiner wird nach deiner Pfeife tanzen, nicht in der Schule und auch später in keinem Beruf!

Sei froh, dass du überhaupt so eine tolle Gelegenheit bekommen hast, ein Auslandjahr zu machen. Andere Kinder wären froh.

Schöne Weihnachten.

Kommentar von somehowhelpless ,

Ja, ich war beim Arzt, auch als ich noch in Deutschland war. Der meinte allerdings, dass meine Depressionen besser geworden seien. Jetzt hier hat sich das anscheinend wieder verschlimmert (laut der Therapeutin).

Antwort
von Lamroy, 26

Du und die Gastschwester seit Leidensgenossinnen. Du kannst ihr von dir erzählen und ihr ein paar Tipps geben, wie sie damit umgehen könnte. Das gleiche macht sie sicher auch mit dir. Wieso sollte es eine Last sein, jemanden in der Familie zu haben, der die Tochter am besten verstehen kann? Wenn es erst dadurch ans Licht kam, dass die Lehrerin es sagte, wird's auch nicht wirklich 'ne Last für sie sein.

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