Frage von Nemo086,

Auslandsaufenthalt chaotisch, aber realistisch?

Hallo zusammen,

hatte heut ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum bei einem Startup-Unternehmen in den USA, 3 Monate, unbezahlt, aber Kost und Wohnung wird gestellt. Verbale Zusage habe ich, im Januar werde ich hier eine Woche eingearbeitet.

Nun das chaotische: Ich soll am 12. Januar beginnen, hab aber leider erst am 14.12 meinen Reisepass (vorher keinen gehabt) beantragt (4-5Wochen Wartezeit). Zudem werde ich als Tourist einreisen, da bereits alle möglichen Arbeitsvisa an Kollegen vergeben wurden und nur eine begrenzte Anzahl von der Firma vergeben werden darf.

Ich kann also mein Flugticket noch nicht buchen, da ich ja nicht weiß, ob ich den Reisepass bis dahin haben werde. Oder lohnt sich hier eine Reiserücktrittsversicherung? Zudem ist es nicht Schwarzarbeit als Tourist einzureisen und dann dort zu arbeiten oder fällt das unter ehrenamtliche Tätigkeit, weil ich ja auch nix verdiene?

Zudem wäre ich gern länger als 90Tage geblieben. Kann ich mir dafür eine zusätzliche Aufenthaltsgenehmigung in den USA besorgen, da ich es hier nicht mehr schaffen werde? Welches Visum kommt in Frage?

Sorry für die vielen Fragen. Aber das kommt für mich sehr spontan, aber ich will die Chance trotzdem gern nutzen und dabei am besten vorher alle Risiken kennen.

VG Jörg

Flug kostet ca 780 € von München nach San Francisco (Hin- und Zurück, jeweils Nonstop). Ist das akzeptabel?

Antwort von samson13,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Vorab: Auch bei unbezahlter Arbeit ist ein Visa notwendig.

http://www.auswaertiges-amt.de/sid_C15B78D574191ABDB6F6BE01EDD9735F/DE/Laenderin...

Kommentar von Nemo086,

Ich glaube, das ist so nicht ganz richtig. Auch Geschäftsleute können für eine Dauer von 90 Tagen in die USA reisen ohne ein Visum zu beantragen. Siehe dazu auch folgendes Thema: http://www.gutefrage.net/frage/touristenvisum-fuer-die-usa-wie-lange-dauert-die-...

Da ich die erste Woche in Deutschland arbeite und dann für 8-12 Wochen in die USA fliege, ist das Ganze auch als Geschäftsreise zu sehen. Ich denke in dem Fall müsste es ohne Visum möglich sein oder weiß es jemand besser?

Kommentar von Nemo086,

http://german.germany.usembassy.gov/visa/vwp/

Diese Seite bestätigt dies ebenso: Geschäftsreisende dürfen für eine Zeit von 90 Tagen in die USA reisen... Sie benötigen lediglich die ESTA-Genehmigung und den gültigen Reisepass. Frage ist nun lediglich, wann man als Geschäftsreisender angesehen wird, wann als Praktikant, der ein J1-Visum benötigt?!

Kommentar von AnneSommer,

Die haben aber nur ein "paar" Geschäftsbesuche und haben Ihre Arbeitstelle in Deutschland. . Das ist was anderes, als wenn Du dort arbeitest.

Um ein Praktikum zumachen brauchst Du definitiv ein Visum. Da beißt die Maus keien Faden ab.

Kommentar von Nemo086,

Ich werde aber auch in Deutschland angestellt sein und wie oben erwähnt decken sich meine Aufgaben, mit denen, die für einen Geschäftsreisenden zulässig sind. Ich weiß nur nicht, ob ein Praktikant überhaupt Geschäftsreisender sein kann?!

Kommentar von samson13,

Du bist definitv kein Geschäftsreisender. Du bist nicht in Deutschland angestellt und nimmst einige Termine in den USA wahr, sondern du arbeitest da einige Monate.

Du brauchst ein Visa, nur Welches ist die Frage http://german.germany.usembassy.gov/visa/niv/visakategorien/temp_arbeiter/

Kommentar von AnneSommer,

Samson, lass es, er wird seine Einstellung nicht ändern. Er bräuchte ein J1 Visum.

Kommentar von Nemo086,

Das impliziert, dass ich eine Wahl habe, aber hast du mal weiter gedacht: Ich mach das Praktikum nicht, werde auf ewig mit meinen Eglischkenntnissen und interkulturellen Erfahrungen hinten anstehen... Small Talk und Präsentationen sind also minderwertig... Verpasse daher eine oder mehrere Beförderung vor einem Kollegen, werde unzufrieden, Verhalte mich delinquent und werde gefeuert (in Consultingbranche geht das schnell)... Rette mich in Alkohol und Drogen... Ehe zerbricht, Kinder werden antisozial... Und da soll mir einer sagen, dass ich diese Lappalie nicht in Kauf nehmen soll? ;)

Kommentar von AnneSommer,

Du hast deine Meinung. Ich meine.

Kommentar von Nemo086,

Doch, ich bin in Deutschland angestellt. Ich habe ja einen Vertrag hier.

Beispiele erlaubter Tätigkeiten in den USA für Visa Waiver- oder B-1-Reisende sind:

Vertragsverhandlungen
Beratung mit Geschäftspartnern
Teilnahme an Geschäftstagungen, Messen und anderen Ausstellungen
unabhängige Forschungen
Teilnahme an "Board Meetings" in den USA
Kommentar von AnneSommer,

Du bist aber nicht im Auftrag dieser Firma drüben.

Kommentar von Nemo086,

Im Auftrag von wem soll ich denn sonst da drüben sein? Natürlich im Auftrag der Firma und zwar, weil ich spezielles Wissen habe, was die Firma momentan benötigt. Das ist nicht mal übertrieben!

Antwort von IRENEBOA,

Du kannst durchaus auch einen (kostenpflichtigen) vorläufigen Reisepass beantragen. Übrigens ist das Praktikumsangebot ohne Bezahlung, aber mit Kost und Logis, gerade in SF gar nicht schlecht. Preiswerte Flüge kannst du unter www.skyscanner.net finden und vergleichen. Die 90-Tage-Regel ist auf jeden Fall einzuhalten, wenn nicht, gerätst du (gerade in den US of A) in Teufels Küche. Ich bin häufiger in die USA und nach Kanada zu Projekteinsätzen gereist, ohne immer ein Arbeitsvisum zu haben. Wenn die Zeit reicht, würde ich allerdings ein solches Visum beantragen, denn falls es visabedingte Probleme gibt, so hat nicht etwa dein Arbeitgeber die Folgen zu tragen, sondern du persönlich.

Antwort von AnneSommer,

Ja Geschäftsreisende könnnen bis zu 90 Tage Visumsfrei einreise unter VWP.

Darunter besteht man aber Kunden/Geschäftsbesuche.

Du willst aber ein Praktikum machen. Und hiefür brauchst Du zwingend ein Visum.

Sobald Du als Praktikant arbeites, brauchst Du ein J1 Visum. Ob 3 Wochen oder 6 Monate ist egal.

Du kannst gerne ma in diesen Forum nachfragen

http://www.amerika-forum.de/forum.php

Anne

Kommentar von Nemo086,

Nein, ich werde Kundengespräche führen, Bewerbungsgespräche, Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern führen, Akquise betreiben, Meldungen twittern, Social Media vorantreiben. Bin schon fertig mit dem Studium und werde daher auch nicht die typischen Praktikantenaufgaben übernehmen. Das Ganze liegt also sicher in einer Grauzone, denn wer soll da zwischen Geschäftsreisenden und Praktikanten unterscheiden können... Es sind minimale Überschreitungen möglich, aber dafür müsste Justizia jeden Moment mitverfolgen... Ich habe aber ja scheinbar sowieso keine Wahl und die Chance will ich mir nicht nehmen lassen...

Kommentar von AnneSommer,

Dennoch ist ein Praktikum bzw Arbeit.. Das fällt meines Erachtens nicht unter das VWP. Aber du willst es ohnehin machen, wie Du willst. Wie sollen wir uns da den Mund fusselig reden

Kommentar von Nemo086,

Ein Geschäftsreisender geht ja auch zum arbeiten rüber, brauch aber kein Visum dafür. Von wollen kann nicht die Rede sein. Ich kann es nicht anders machen... Da ich in drei Monaten meine Festanstellung beginne und sonst keine Zeit davor hätte. Allerdings kann mir bisher auch niemand sagen, dass ich definitiv nicht als Geschäftsreisender gelte und ein J-1 brauche. Warum sollte ich es also nicht in Kauf nehmen?

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