Die Ambivalenz des Outsourcing von dem Verfassen von Gesetzestexten liegt in der Gegebenheit, daß Mitarbeiter im öffentlichen Dienst wie Ministerialbeamte die Sprache der Wirtschaft nicht sprechen bzw. nicht verstehen können.
Recht anschaulich zeigen das die Beispiele direkter Verhandlungen zwischen Wirtschaftsvertretern und politischen Vertretern wie z.B. die Privatisierungen von Kommunaler Infrastruktur (Verkehrsbetriebe, Wasserversorgung, Wohnungsgesellschaften oder auch die neueren sog. Opel-Rettungspläne, wo regelmäßig die öffentliche Hand den kürzeren zieht, wenn auf der anderen Seite des Tisches Spitzenpersonal der Managerliga oder gar noch ausländisches Management sitzt.
Es ist daher einerseits günstig, sich selbst Leute zu verpflichten, die diese juristische Sprache der Wirtschaftswelt sprechen.
Andererseits müßte man sich quasi sicher sein, das diese Dienstleister auch nur dem Auftraggeber loyal sind - sprich in diesem Falle dem Gesetzgeber. Eine versteckte Lobbyregelung zugunsten der Privatwirtschaft wären die Beamten oder Politiker kaum in der Lage rechtzeitig zu erkennen.
Das ist ein sehr unsicheres Pflaster, da ja die Anwaltskanzleien ansonsten zum größten Teil private Auftraggeber haben. Daher ist eine solche Loyalität eher unwahrscheinlich.
Gut, gut..Danke auf jeden Fall für immerhin eine Antwort :)