Kathymaus am 11.03.2009 um 18:35 Uhr
Bei Staatsausgaben steht In der Hochkonjunktur sidn "ausgabewirksame Maßnahmen "möglichst zu vermeiden. So können z.B. geplante Ausgaben zeitlich verschoben werden.
Was heißt das?

Alle was Geld kostet, wird auf den St. Nimmerleinstag verschoben.

Bei Hochkonjunktur ist der Produktionssektor kapazitätsmäßig ausgelastet und es besteht die Gefahr von Preissteigerungen. Wenn der Staat dann durch seine akute Ausgabenpolitik die Nachfrage nach Wirtschaftgütern steigert, dann steigen tatsächlich die Preise ("wer mehr zahlt, bekommt zuerst die Ware").
Nun fragt der Staat nicht nur direkt heimische Güter nach (z.B. Büroimmobilien, Panzer, Dienstwagen), sondern auch ausländische (z.B. Sprit für die Soldaten in Afghanistan, was die deutsche Konjunktur nicht weiter anheizt). Und er bezahlt seinen Soldaten/Angestellten/Beamten deren Sold/Löhne/Gehälter/Pensionen. Ob die dann konsumieren (und die Nachfrage hier oder in Afghanistan steigern) oder sparen (Lehman- und andere Papiere kaufen), ist eine andere Frage.
Schützt aber nicht vor Vergeudung.