Frage von flower42, 63

Ausdrucksweise an weiterführenden Schulen?

Hallo, meine Tochter ist jetzt im September in die 5. Klasse gekommen und ich muss sagen, mich schockiert der Umgang dort. Sie kommt nach hause und benutzt Wörter, die, wie sie sagt in der Schule alltäglich sind. Wörter, wie fcken, Wchser,... sind dort Alltag. Ich denke es kann ja man zu Streit kommen, da benutzt man auch Schimpfwörter, aber solche Ausdrücke? Letzte Woche war eine Freundin da, die sie in der Schule kennengelernt hat, die Wortwahl war genauso unter der Gürtellinie. Als ich dann meine Tochter gestern von der Schule abgeholt habe, war es auch nicht anders: "Tschüss ihr B*tches", hat ein Junge aus der Klasse dort ihr und ihren Freundinnen zugerufen. Ich habe noch einen 15. jährigen Sohn, der auf einem anderen Gymnasium ist, dort habe ich noch nie so etwas mitbekommen. Ist das in der 5. Klasse normal? Ich denke man wächst schon etwas aus dem Grundschulalter heraus, in dem man sich mit A...loch und co. beleidigt hat, aber diese Wörter so zum "Spaß" benutzen? Könnte es sein, dass es daran liegt, dass mein Sohn ein humanistisches Gymnasium und meine Tochter ein musisches besucht? Zuhause habe ich mir diese Fäkalsprache gleich verboten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DieChemikerin, Community-Experte für Gymnasium & Schule, 63

Hi,

Nein, das ist absolut nicht normal. Ich bin in der gymnasialen Oberstufe und bei uns kriegt man sowas selten zu hören. Ich finde es traurig, auf welches Niveau sich einige "Gymnasien" begeben.Wer da anderer Meinung ist, bitte. Ich finde es auch in dem Alter nicht normal... Warum ist deine Tochter denn nicht auf der gleichen Schule wie dein Sohn?

Rede mal bitte mit der Klassenleitung. Vielleicht ist es der auch schon aufgefallen...

Ich bin übrigens ebenfalls an einem humanistischen Gymnasium und mit ist aufgefallen, dass erstens das Niveau hoch ist (nicht nur wegen Latein und Altgriechisch) und man sehr auf den Umgang achtet. Mobbing und solche Fäkalsprache sind an meiner Schule fehl am Platz und bei Zuwiderhandlung werden sofort Maßnahmen ergriffen. Das kann (muss aber nicht) tatsächlich an der Schulform liegen!

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LG ShD

Kommentar von Gugu77 ,

Das ist häufig regional und sogar stadtteilabhängig. Du wirst sicher in einem anderem Kiez andere Umstände vorfinden Das gleiche gilt für andere Schulformen.  Wobei hier auch das Alter der Tocher zu beachten ist. Stichwort: Anpassung.

Kommentar von flower42 ,

Mein Sohn hat sich schon immer für Geschichte interessiert und wollte Altgriechisch und Latein lernen. Meine Tochter spielt Geige und Klavier und wollte an ein musisches Gymnasium, es bringt doch nichts, wenn sie auf die gleiche Schule geht, Französisch oder Altgriechisch lernen muss, aber lieber Musik mag. 

Als sie noch in der Grundschule war, war das mit dem Umgang kein großes Thema, solche Wörter waren einfach noch unbekannt. Ich denke auch, dass es in der 5. Klasse noch zu früh ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. In zwei Wochen ist Elternsprechtag, da werde ich das Thema einmal ansprechen.

An der Schule meines Sohnes habe ich das auch noch nie mitbekommen, dort steht in der Schulordnung, dass man angemessen miteinander umgehen sollte. 

Antwort
von Clarissant, 33

Ist das in der 5. Klasse normal?

"Normaler" als später, würde ich sagen. In der 5. Klasse geht es vor allem darum, "cool" zu sein und sich anzupassen. Da unsere Gesellschaft Schimpfwörter "tabuisiert" oder sie zumindest vom übrigen Wortschatz abgrenzt, ist es kein Wunder, dass gerade junge Menschen mit ihnen experimentieren. Verbotenes war schon immer spannender. 

Nach ein paar Jahren merken dann die meisten, dass diese Schimpfwörter gar nicht so toll sind und einen auch nicht cooler machen. Dann hören die meisten damit auf. 

Im Alter deiner Tochter war die Ausdrucksweise in unserer Klasse oftmals ähnlich. Nach ein paar Jahren hat sich das drastisch geändert und heute, nach dem Ende der Schulzeit, werden solche Wörter nur noch als "Insiderwitze" oder in übertriebenem Sinn verwendet – mit dem Bewusstsein, dass sie schnell mal lächerlich wirken können und auch nicht gut ankommen. ;) 

Antwort
von Rosalielife, 63

Deine Tochter muss sich anpassen und ankommen. Dazu gehört die Benutzung einer Sprache, die dir befremdlich erscheint, bei den kindern aber ganz normal gewertet wird, dahinter steckt weniger bedeutung als du interpretierst. Zuhause kannst du dir das verbieten und eine Gelegenheit suchen, darüber zu sprechen und deinen Standpunkt darzustellen. Sei aber sensibel, denn deine Tochter ist angestrengt im sich finden auf einer neuen Schule , der suche nach Freunden, dem Bemühen um eine Stellung in der klasse. humanistisch oder musisch, das spielt keine Rolle.

Antwort
von HenrikHD, 39

Willkommen am Gymnasium...

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