Ausbildungszeugnis vorsätzlich zu schlecht?

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4 Antworten

Hier wäre mal interessant, wie du deine Arbeit selbst beurteilen würdest. Könntest du dazu mal eine Schulnote angeben?

Du kannst ein eigenes Zeugnis formulieren. Ich würde hier im Streitfall immer die Note "gut" anvisieren. Schau mal, hier könntest du dir ein paar Anregungen holen. http://arbeits-abc.de/formulierungen-im-arbeitszeugnis-und-ihre-bedeutung/

Dinge wie Ehrlichkeit sind selbstverständlich und gehören hier eigentlich nicht ins Zeugnis. 

Ausserdem hat die Sache einen ganz gewaltigen Haken. Selbst wenn du ein besseres Zeugnis erstreiten kannst, kann der AG dieses durch die Schlussformulierungen, die du nicht einklagen kannst, zunichte machen. Gerade der Dank für die geleistete Arbeit und das Bedauern über das Ausscheiden sind bei guten Zeugnissen obligatorisch. Fehlen diese Angaben, ist das Zeugnis, ganz egal, was davor steht, schlecht. 

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Kommentar von DarthMario72
23.11.2015, 22:11

Dinge wie Ehrlichkeit sind selbstverständlich und gehören hier eigentlich nicht ins Zeugnis. 

In der Fragestellung wurde angedeutet, dass er Umgang mit Geld hatte. In dem Fall würde das selbstverständlich ins Zeugnis gehören.


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Hallo Carlouw,

im Gegensatz zu einem  Arbeitszeugnis darf in einem Ausbildungszeugnis der Beendigungsgrund nur auf ausdrückliches Verlangen des Azubis enthalten sein. Ich gehe davon aus, dass das nicht dein Wunsch war und so würde ich diesen Formfehler als Aufhänger für das Ausstellen eines neues Zeugnisses nennen. Diesen Satz muss er dann streichen:

Herr XXXX ist auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen ausgeschieden.


Wenn möglich, kläre das in einem Gespräch mit dem Chef (statt Mail) und auch, ob er das Zeugnis nicht besser (als ausreichend) ausstellen kann, um dir keine Steine in den Weg zu legen. Dazu findest du unter dem link zahlreiche Beispiele von kompletten Ausbildungszeugnissen....von sehr gut bis mangelhaft. Daraus kannst du ja einen neuen Entwurf anfertigen und übergeben. 

http://www.handfest-online.de/fileadmin/user\_upload/downloads/Ziellauf\_Ausbildungszeugnisse.pdf

Wenn das nicht zum gewünschten Erfolg führt, so nehme dir anwaltliche Hilfe, denn laut Rechtsprechung steht dir zumindest ein "befriedigendes" Zeugnis zu.

Viel Erfolg!

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Das Zeugnis ist weder gut noch vollständig. Es entspricht durchweg einem "ausreichend". Sollte das vor Gericht landen, müsste dein Ausbildungsbetrieb belegen können, dass du tatsächlich so eine Niete warst. Denn die Rechtsprechung billigt einem AN ein durchschnittliches (=befriedigendes) Zeugnis zu. Solltest du der Ansicht sein, dass du ein noch besseres Zeugnis verdient hast, wärst du in der Beweispflicht.

 Ich war stets ehrlich ( Geld ) usw.

Wenn du Zugang zur Kasse o. ä. hattest, muss der Ehrlichkeitsvermerk zwingend ins Zeugnis - falls er der Wahrheit entspicht.

Herr XXXX ist auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen ausgeschieden.

Das ist ja so m. E. nicht richtig. Dein Ausbildungsvertrag endete - ich vermute jetzt einfach mal - mit bestandener Prüfung.

Was in ein (qualifiziertes) Ausbildungszeugnis gehört und ein paar Muster findest du z. B. hier: https://www.ihk-nordwestfalen.de/fileadmin/medien/02_Wirtschaft/22_Aus-_und_Weiterbildung/00_Ausbildungsbetriebe/Ausbildungsberatung/Zeugnis/leitfaden.pdf

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Da hier offensichtlich das Zeugnis absichtlich schlecht formuliert wurde,weil der Azubi das Übername-Angebot nicht akzeptiert hat,sollte ein eigener Vorschlag vorgelegt werden mit dem gleichzeitigen Hinweis auf eine mögliche Klage.Ein hilfreicher Link wurde von User "interesierter"ja schon aufgeführt.


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