Frage von Narktor, 31

Ausbildungsvertrag Bankkaufmann von zwei Raiffeisenbanken: Wo soll ich zusagen?

Die eine Raiffeisenbank operiert unter anderem unmittelbar an meinem Wohnort, hat aber grundsätzlich auch Filialen in ca. 25-30km Entfernung. Die Region kann als eher ländlich eingestuft werden, die größte Stadt im Einzugsgebiet hat ca. 40.000 Einwohner, (=mein Wohnort) die Filialen können größtenteils nur durch Bundes- und Landstraßen erreicht werden.

Die andere Raiffeisenbank operiert im unmittelbar angrenzenden "Einzugsgebiet". Die nächste Filiale von mir aus wäre ca. 10km Autobahn entfernt. Die Region wäre eher städtisch einzustufen, die größte Stadt im Einzugsgebiet hat ca. 80.000 Einwohner. Von mir aus liegen die Filialen in ca. 10-50km Entfernung, das meiste mit Autobahn erreichb.

Ich muss jez noch anfügen, dass ich _noch_ keine Zusagen habe, das hier dreht sich also um den hypothetischen Fall, dass beide zusagen sollten. Bei der eher ländlichen Bank habe ich das Bewerbungsgespräch noch vor mir, bei der eher städtischen lief es gut und war auch angenehm.

Im Grunde wäre die Entscheidung ja recht einfach, was näher dran ist, wird genommen. Allerdings bin ich recht begeistert von der eher städtischen Bank. Noch habe ich nicht den vollen Vergleich, weil ein Bewerbungsgespräch mit der eher ländlichen Bank noch aussteht, aber zumindest beim Vergleich des Webauftritts und auch der Leistungsgeschichte, schneidet die eher städtische Bank besser ab. Zwar sind meine Karriereambitionen eher realistisch, ich hab also nicht vor zu versuchen, auf 0,1% Leistungsspitze der Finanzwelt zu zielen, dafür wäre eine Raiffeisenbank Ausbildung auch nicht das richtige. Aber ich frage mich eben gerade, wie wichtig es v.a. im Kontext einer Geno-Bank ist, bei einem eher "dynamischeren" unternehmen zu sein, auch für die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz und ohne sehr hohe Karriereambitionen (ich möchte schon aufsteigen und mich letztlich zum Bankbetriebswirt fortbilden, aber da reichts mir dann auch schon).

Sollte ich zu der eher städtischen gehen, müsste ich immer pendeln, auch wenn es ueberschaubar bleibt. D.h. hier müssten handfeste Argumente dafür sprechen, das Pendeln in Kauf zu nehmen um dafür andere Vorzüge genießen zu können. Dann wäre noch die Frage, wie wahrscheinlich es überhaupt ist, dass ich bei der ländlichen vor Ort überhaupt hier am Wohnort eingesetzt werde. Bei der Ausbildung werde ich ohnehin verschiedene Filialen besuchen. Wichtig ist daher eher, wie es dann bei der Übernahme nach der Ausbildung aussieht. Die Geschäftstelle hier an meinem 40.000 Seelen Wohnort ist die "größte", hier sitzt auch der Marktbereichsleiter. Rein statistisch stünden die Chancen also nicht schlecht, hier auch eingesetzt zu werden, da die Raiffeisenbanken auch immer versuchen, einen moeglichst wohnortnah unterzubringen.

Sicheren Rat wird mir natuerlich keiner geben koennen. Falls einer durch meine Schilderungen vielleicht einen Vergleich zu seinen eigenen Erfahrungen ziehen koennte und dann eine Einschätzung abgeben koennte, wäre das aber auch schon sehr hilfreich :)

Antwort
von Hoeboehinkel, 14

Dir muss klar sein, dass du im Rahmen deiner Ausbildung den gesamten Betrieb kennenlernen sollst. Das ist einfacher in einer kleineren Bank, da kann es sein, daß ein zweier Team bereits eine ganze Abteilung bedeutet.

In der größeren ist es viel unübersichtlicher und es kann vorkommen, dass du gar nicht alle Abteilungen durchläufst (drei Jahre sind schnell um)

Lass das mal auf dich zukommen - die Ausbildungsabläufe sind bei den Genos genauso standartisiert wie in den Großbanken, wäre also in beide Fällen das Selbe.

Antwort
von DonCredo, 10

Hi! Ich kenne den Betrieb in 200 Mio, 500 Mio und in einer Milliarden-Voba. Jede Grösse hat seine Vorteile - aber auch wieder Nachteile. Die grosse Voba wird in der Theorieausbildung die Nase vorne haben, weil einfach viel mehr Ausbilder und Mitazubis da sind. Bei kleineren Banken kommst Du direkt in die Praxis, aber oftmals machst Du da eben Sachen, die die Berater etc. halt nicht machen wollen. Ich habe es vielfach erlebt, dass da dann auch die Ausbildungsqualität schlechter ist, weil die Personen oft keine oder wenig didaktischen Fähigkeiten und auch keine Zeit haben. Vor dem Hintergrund würde ich eher zum grösseren Haus raten. Aber hast Du denn schon mal versucht, dich mal mit Azubis der beiden Banken zu unterhalten? Die können Dir doch 1:1 erzählen, wie es da so ist. Zum Fahrtweg: da Du nie weisst wo Du grad eingesetzt wirst, macht es schon was aus, alle Stellen einigermassen gut erreichen zu können. Und 50 km einfacher Weg kostet einiges an Geld aber noch mehr an Zeit, die Dir morgens, mittags und abends fehlen wird - ich weiss wovon ich rede! Hoffe, die Ansätze bringen Dich etwas weiter. Gruss Don

Kommentar von Narktor ,

"Ich kenne den Betrieb in 200 Mio, 500 Mio und in einer Milliarden-Voba."

Was sind denn Voba? :D

Kommentar von Narktor ,

Gebe dir natürlich recht mit dem Arbeitsweg, das hatt ich ja auch schon mit in die Erwägungen einbezogen :)

Da bin ich mir aber eben auch nicht sooo sicher, wieviel ich da wirklich einsparen kann.
Bei der lokal näheren, ländlicheren Bank sind mit Ausnahme der vor Ort alle anderen ueber Bundes- und Landstraßen zu erreichen. Wenn ich jez z.B. 25km zu einer der eher am Rand des Einzugsgebietes liegenden Filialen fahren müsste wär rein zeitlich wahrscheinlich gar nich so viel eingespart. Bei der städtischeren Bank is alles per Autobahn erreichbar. Ich kenn die Strecke außerdem, da ich diese derzeit bereits immer zur Uni fahr (. Das sind ca. 24km einfach, dauert von Haustuer zur Uni ca. 35minuten, und die liegt in der Innenstadt, also auf der Autobahn is man vllt. 10-15minuten, auch zu den Stoßzeiten ist der Verkehr sehr ueberschaubar, da verlaengert sichs vllt um 5-10minuten.

Dazukommt, dass die Autobahn in Richtung der städtischen wenig Probleme mit stau hat, während die Filialen der anderen in eienr Richtung liege, in ders gern mal zu Staus kommt, wobei es da eher ins Hinterland geht und ich mich vermutlich "entgegen dem Strom" bewegen dürfte.Trotzdem muss ich durch die Käffer durch, wie da der Verkehr is kann ich ez grad gar net sagen weil ich da momentan in der früh nich fahr ^^

Kommentar von DonCredo ,

na dann passt es doch. konkret zu einer raten kann ich nicht, tendeziell und wenn du in die komfortable Lage kommst und keine belastbaren Infos dazu bekommst würde ich "aus dem Bauch heraus" die nehmen, bei der ich mich im Vorfeld wohler gefühlt hätte. Gruss

Antwort
von Asturias, 20

Warte das zweite Bewerbungsgespräch ab. Und dann die Zusagen. Was dich mehr anspricht ist in der Regel der richtige Weg. Der Job muss Dir gefallen und die Bank, nicht die Fahrstrecke

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