Frage von CHXFD, 121

Ausbildungsverhältnis fristlos gekündigt...! Die 3 Wo Kündigungsschutzklage einzureichen sind ja bald vorbei,Lieber über Handwerkskammer einigen?

Dazu folgenden Sachverhalt:Mein Sohn (20J), Ausbildung zum Dachdecker,2 Lehrj. Betrieb mit über 30Pers. Betrieb sind 2 Vorstände - Ch

Mein Sohn hat im letzten Jahr eine Abmahnung schriftlich bekommen, die allerdings zurück genommen worden ist, nach einem Gespräch mit Chef 1. Er hat am 17.02. sowie 19.02-26.02 Urlaub von Chef 2 bekommen. (wurde tel. von Chef 2 am 26.02.16 gebeten in die Firma zum Arbeiten zu kommen.) Tel Auseinandersetzung mit Chef 1 am 21.03.2016.

Am 16.03. kamen 2 Abmahnungen gleichzeitig, 1te – fehlende Wochenzettel, 2te unentschuldigtes Fehlen an 13Tagen (11.01./25.-29.01./16.02./29.02./07.03.sowie14.03.2016 und angeblich in der BS am 9+10.03.16)

Am 25.01.musste er sich krankschreiben lassen auf Grund einer Muskelverletzung in der Schulter, hervorgerufen durch die verrichtete Arbeit. Chef 1 wußte Bescheid. Vom Arzt sollte er 3 Wo bekommen, hat aber nur 1 Wo „genommen“ und trotz Schmerzen weiter gemacht. Er ist seiner Pflicht, nachweise zu erbringen und Kontakt mit der Firma aufzunehmen, bei mehr als 3 Tage Krankheit überwiegend nachgekommen, auch wenn er nicht zwingend jedes Mal die Krankmeldung vorgelegt hat. Bei nicht Erreichen des Ziels (im Büro jemanden benachrichtigen zu können, da nachweislich keiner rangeht ab 6.30h Uhr morgens, A.beginn 7.30h, Arbeitsantritt aber um 7 h in der Halle) dann bei Arbeitskollegin krank gemeldet 7.30 Uhr. Wiederholte Male (4-5mal) musste er auf Anleitung der Chef´s auf die Ladefläche des Firmenwagens (um zum Bau zu kommen). Der Aufsichtsrat hat Kenntnis davon, tut aber nichts dagegen. Mittlerweile ist mein Sohn der 3te fristlos gekündigte Azubi in dieser Firma. Bei allen die gleichen Gründe. (Fehlzeiten, Wo-zettel, krank) Chef 1 am 16.03. einer Azubine mitgeteilt, mein Sohn bräuchte sich nicht wieder im Betrieb blicken lassen. Fristlose Kündigung zum 22.03 (am 23.03.erhalten) ohne Einhaltung einer Frist mit sofortiger Wirkung!!! Zuviel gewährter Urlaub (9Tage), die 13 unentschuldigtenTage sowie der Lehrlingskoffer von netto 195 € werden mit der Märzabrechnung abgezogen. Die aus den zahlreichen Abzügen resultierende Überzahlung möchte mein Sohn bitte umgehend nach Erhalt der Abrechnung auf deren Konto überweisen. (Unentschuldigte Tage stimmt ja eigentlich nicht so ganz, sind im Gegensatz dazu nur 4, nämlich 11.01./29.02./14.03 & 18.03.) Am 01.04.2016 das Gespräch mit Chef 2 gesucht, Grund Abmahnung und fristlose werde nicht akzeptiert von unser Seite, ebenso wenig die Verrechnung des Werkzeugkoffers. Fehlende Wochenzettel, noch vorhandene Krankmeldungen und Werkzeugkoffer abgegeben. Ist angenommen worden.Versuch und Möglichkeit unsererseits auch für die Zukunft beider Seiten eine vernünftige Einigung aussergerichtlich zu erzielen stimmte Chef 2 zu. Aufhebungsvertrag/Änderungsvertrag käme lt Chef 2 nicht in Frage, da 1ter Chef im Urlaub ist.Er würde sich beratschlagen wenn eine Einigung möglich wäre, diese meinem Sohn schriftlich zukommen lassen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BlackWoodruff, 74

Ich würde empfehlen: lasst euch von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten. Vereinbart am besten kurzfristig einen Termin, damit ihr evtl. die Frist für die Kündigungsschutzklage einhalten könnt.

Kommentar von CHXFD ,

Was ist sinnvoller, über das Arbeitsgericht oder über die HWK laufen zu lassen? Ist ein sofortiger wechsel zu einen neuem AG möglich? Er hätte sofort eine neue Stelle mit den Zeugnissen.

Kommentar von BlackWoodruff ,

Wie lange würde denn das mit der HWK dauern und wie wären da die Aussichten für deinen Sohn? Ansonsten würde ich sagen, am besten beim Anwalt anrufen - falls ihr euch keinen leisten könntet, gäbe es ja auch noch das BerHG.

Kommentar von CHXFD ,

Aussicht...Er hat ja schon eine neue Stelle, möchte aber alles andere nicht so einfach auf sich sitzen lassen, sprich ungerechtfertigte Sachen, AU nicht da, aber beim Zweitchef persönlich abgegeben. Er könne ja nix dafür, wenn der eine mit dem anderen nicht reden würde...Daher irgendwelche Daten auf ne fristlose Kündigung zu schreiben, um das Blatt zu füllen und die nicht der Wahrheit entsprechen, wäre der formeller Fehler und aus diesen Gründen wäre sie dann auch nicht rechtsgültig. Wäre es denn nicht eher vom Vorteil einen neuen Ausbildungsvertrag über die HWK mit Berücksichtigung des alten Vertrages aufstellen zu lassen? Die HWK erkennt den Ausbildungszeitraum ja an, die neue Stelle ist dann unter Dach und Fach und alles weitere kann ggf ja auch über die HWK außergerichtlich verhandelt werden...Dauer des neuen Vertrages, ausstellen, unterschreiben lassen etc würde ggf nur ein paar Tage in Anspruch nehmen. Anders wäre es doch beim Arbeitsgericht, da könnten Monate ins Land gehen und wahrscheinlich wäre er schon lange mit der Lehre fertig bis nen Urteil gefällt wäre...HWK sagte ganz klar in der Auskunft, er wäre im Recht...

Antwort
von HelpfulMasked, 55

Vom Arzt sollte er 3 Wo bekommen, hat aber nur 1 Wo „genommen“ und trotz Schmerzen weiter gemacht.

Das muss er nicht. Da ist er selber Schuld wenn er unter Schmerzen arbeitet.

Er ist seiner Pflicht, nachweise zu erbringen und Kontakt mit der Firma
aufzunehmen, bei mehr als 3 Tage Krankheit überwiegend nachgekommen,
auch wenn er nicht zwingend jedes Mal die Krankmeldung vorgelegt hat.

Ja - da ist eine Abmahnung natürlich gerechtfertigt.

Man hat sich an gewisse Regeln zu halten. Und man kann von ihm durchaus verlangen die Krankmeldungen IMMER und RECHTZEITIG vorzulegen. Und nicht "überwiegend" oder "nicht zwingend jedes mal".....

Kommentar von CHXFD ,

Klar, darüber bin ich auch sauer auf ihn, aber schon komisch, in letzten 6 Monate 3 Azubis wech und alle fristlos?! Und ganz merkwürdig auch für mich, das alles in den letzten 3 Monaten? Die Leistungen waren bisher was Zeugnisse angeht nie schlechter als 3 und Zwischenprüfung mit knapp 80 % bestanden...Mir tut sich der Verdacht auf, das er ihn ggf so oder so raus haben wollte, da ja schon Abmahnungen geschrieben werden, wenn die Azubis 2 min nach 7 Uhr zu spät in der Halle sind, der Arbeitsbeginn aber eigentlich erst um 7.30 Uhr ist.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Arbeitsleistung ist nicht gleich Schulleistung. Das kannst du nicht vergleichen.

Antwort
von Hexe121967, 27

in jeder firma gibt es regeln die einzuhalten sind. verstösst jemand gegen diese regeln, gibt es eine abmahnung. bei wiederholten verstössen gibts die kündigung.

solche verstösse sind unter anderem: keine ordnungsgemäße krankmeldung am 1. krankheitstag (man muss eben solange versuchen jemanden zu erreichen bis man seiner pflicht nachgekommen ist), keine vorlage einer krankschreibung spätestens am 3. krankheitstag. keine abgabe vernünftiger stundenzettel etc. etc.

ich würde sagen: sohnemann hat da schlechte karten.

Kommentar von CHXFD ,

Im Vertrag steht klar - Dauert die AU länger als 3 Tage, hat der Azubi eine ärztliche Bescheinigung über die bestehende Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag vorzulegen...Ferner noch das der AG diese früher verlangen kann.!!! KANN heißt nicht zwingend notwendig...Leider gab es auch Tage, an denen er von ärztlicher Seite her keinen Termin bekommen hat am selbigen Tag... 

Du beruhst dich jetzt auf die 1 Woche...vereinzelt sind es oben in dem Bericht von mir jedoch nur einzelne Tage, in denen er sich telefonisch zwar krank gemeldet hat, jedoch die Abgabe der AU-Bescheinigung nicht. Abgabe Wochenzettel aus dem Harz...hm...

Antwort
von Schnoofy, 25

Ich werde das gefühl nicht loss, dass dein Sohn etwas Grundsätzliches nicht verstanden hat:

Wer Rechte in Anspruch wnehmen will sollte niemals vergessen, dass er auch Pflichten hat.

Diese Pflichten sind nämlich Rechte der anderen und die wiederum haben denselben Anspruch ihre Rechte erfüllt zu bekommen.

Antwort
von grubenschmalz, 54

Was ist jetzt deine Frage? Wenn er mehrfach AU nicht eingereicht hat, ist eine Kündigung kein Wunder.

Kommentar von CHXFD ,

Muss der AG nicht eigentlich zuerst erfolglos
aufgefordert haben entweder ein
Arztzeugnis einzureichen oder
die Arbeit wieder aufzunehmen?

Kommentar von HelpfulMasked ,

Nein

Kommentar von Messkreisfehler ,

Nein, der Arbeitgeber muss das nicht extra nochmal ermahnen oder darum bitten dass dein Sohn seiner arbeitsvertraglichen Hauptpflicht nachkommt.

Kommentar von grubenschmalz ,

Nein, warum sollte er? Dein Sohn ist in der Bringschuld. 

Antwort
von Januar07, 36

Was schreibst Du nur für ein wirres Zeug?

Dachdeckerei mit 2 Vorständen und Aufsichtsrat, häh?

Kommentar von CHXFD ,

Okay, da gib ich dir recht,verkehrt geschrieben... im Vorstand die 2 Chefs nämlich...

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