Frage von Graphitiboy, 106

Ausbildungsvergütung Programmierer 599€ 1. Jahr zu wenig?

  1. Jahr 599€
  2. Jahr 630€
  3. Jahr 689€

Als Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwickler. Unternehmen beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Reines IT-Unternehmen.

Ich finde die Vergütung ziemlich niedrig. Mit einem mittelmäßig bis guten Abi das bisschen zu verdienen.. da frage ich mich ob das so okay sein soll. Mein kleiner Bruder hat die mittlere Reife und bekommt schon 888€ im ersten...

Wie sieht ihr das? Vom dürfen her, können die ja machen was die wollen aber findet ihr das nicht auch etwas "wenig"? Ich meine.. Vollzeit usw... kein Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld, nichts. Jeden Monat Bahn 100€, da bleibt nicht viel.. .

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von KnusperPudding, 37

Ist vielleicht Unterdurchschnittlich. Jedoch spielt bei der Vergütung natürlich auch die Region eine Rolle. 

Jeden Monat Bahn 100€, da bleibt nicht viel

Was das betrifft, kann man beim Arbeitgeber ggf. nachfragen ob es hier einen Zuschuss oder eine Unterstützung gibt.

aber das ist trotzdem Geld was man "verliert". 

Wenn du noch andere Ausbildungsstellen zur Verfügung hast, die dir mehr Zahlen, wechsel dort hin. Aber ansonsten finde ich nicht nachvollziehbar wie du von "verlieren" sprechen kannst. Da du ja nichts hattest was du verlieren könntest.

Mein kleiner Bruder hat die mittlere Reife und bekommt schon 888€ im ersten...

Ja, nicht jeder Betrieb zahlt gleich.

Hast du den Vertrag schon unterschrieben? Solltest du keine anderen Zusagen mehr haben, dann zieh die Ausbildung mit dem geringen Geld durch und such dir ggf. im Anschluss einen Arbeitgeber der Zahlungswilliger ist, sollte deine Anschließende Vergütung nach Festanstellung nicht deinen Wünschen entsprechen.

Kommentar von Graphitiboy ,

Ja, da hab ich meinen Chef schon gefragt. Da gibts keine Unterstützung.

Kommentar von KnusperPudding ,

Schade, aber letztendlich bleibt dir nicht viel mehr übrig, als es zu akzeptieren wie es ist. Und später nach beenden der Ausbildung auf ein faires Gehalt in dem Betrieb hoffen oder zu einem neuen Betrieb wechseln.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 31

Überbezahlt bist Du auf jeden Fall nicht.

Hier kannst Du mal sehen, was üblich ist:

http://www.ausbildung.de/berufe/fachinformatiker/gehalt/

Es gibt auch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts das besagt dass das Ausbildungsgehalt nur dann angemessen ist, wenn es mindestens 80% der branchenähnlichen Vergütung beträgt.

Wenn im Betrieb kein Tarifvertrag Anwendung findet, kannst Du z.B. bei der IHK nach dem Richtwert für Deinen Ausbildungsberuf fragen.

http://www.azubi-azubine.de/mein-geld/ausbildungsverguetung.html

Vom dürfen her, können die ja machen was die wollen

Wie Du siehst, hat das aber auch seine Grenzen.

Antwort
von JulianU1711, 62

In der Ausbildung ist das doch vollkommen okay. Du musst das anders sehen. Du wirst wahrscheinlich nach deiner Ausbildung einen größeren finanziellen Sprung machen als viele andere die in der Ausbildung schon sehr gut verdienen. Ich kann das nur an meinem Beispiel sagen. Ich habe Kfz Mechatroniker gelernt und im ersten Ausbildungsjahr 390€ verdient und als Geselle 2400€. Du siehst der Sprung war sehr hoch und s wird es bei dir wahrscheinich auch sein.

Kommentar von Graphitiboy ,

Ich weiß von einem Arbeitskollegen das er, als er übernommen wurde, 1800€ Brutto gekriegt hat.
Mal sehen wie es bei mir wird.

Du hast ja an sich Recht.. aber das ist trotzdem Geld was man "verliert". 

Kommentar von JulianU1711 ,

Wie bereits gesagt stell die Ansprüche erst wenn du fest angestellt bist. Heutzutage wird man schneller ersetzt als man gucken kann

Antwort
von oelbart, 44

Ich hab vor fünf Jahren (omfg) mit 515 im ersten Lehrjahr angefangen, allerdings ist dem Betrieb irgendwann aufgefallen, dass sie damit am unteren Ende der vergleichbaren Unternehmen stehen. Gab dann mitte des zweiten Jahres auch ne Erhöhung.

Bei so kleinen Unternehmen kann das durchaus sein, dass sie das nicht direkt auf dem Schirm haben, vielleicht lässt sich da nochmal was machen (bei uns hat das die JAV angesprochen).

Es kann aber auch sein, dass das bewusst so gehalten ist, da das Unternehmen Euch in der Ausbildung auch wirklich ausbilden will und keine etwas billigeren Projektarbeitskräfte haben will. Kann man so als Ferndiagnose nicht wirklich sagen.

In welcher Gegend seid Ihr denn? Und ist es Stadt oder Land?

Kommentar von Graphitiboy ,

Hamburg. 

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 13

Die Ausbildungsvergütung kann je nach Branche bzw. dem Bundesland unterschiedlich ausfallen.Erkundige dich doch einmal bei der zuständigen Kammer nach der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung in dem entsprechenden Beruf.Auch die entsprechende Gewerkschaft hilft dir bestimmt gerne weiter.

Antwort
von lennizock, 47

ja ich denke auch das das sehr wenig ist

Antwort
von blackforestlady, 54

Bei einer schulischen Ausbildung bekommst Du BAföG oder auch nicht. Du solltest erst einmal zeigen das Du Leistung bringst. Ansprüche kannst Du stellen wenn Du in Festanstellung gehst. Also solltest Du froh sein, dass Du überhaupt was bekommst. 

Antwort
von Carlystern, 26

Das hat rein garnichts mit deinemAbschluss zu tun. Das hat nur damit zu tun ob nach Tarifvertrag bezahlt wird oder nicht. Wenn es dir nicht passt machst du eben keine Ausbildung und gehst studieren. Weißt du was ich in der Ausbildung bekommen habe?

1. Lehrjahr 178 Euro brutto sowie netto

2. Jahr 218 Euro brutto sowie netto

3. Jahr 248 Euro brutto sowie netto

Arbeitszeit wöchentlich mit Berufsschule  und abzüglich Pausen

56,5 Stunden

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