Im 2. Lehrjahr möchte mein Sohn den Ausbildungsplatz wechseln. Seit 1 Jahr gibt es Differenzen mit dem Ausbilder, weil er ab und zu nachfragt, wann er mal die Arbeiten erlernen kann, die im Vertrag stehen. Firma hat zugegeben, dass sie ihn seinem Fachgebiet wohl doch nicht richtig ausbilden können. Bisher wurde er nur zur Produktion eingesetzt. Nun hat er sich woanders beworben und die Fa. hat es herausbekommen. Als er wieder in seiner Firma erschien, meinte der Ausbilder nur, dass er von ihm nichts mehr zu erwarten hätte. Man läßt ihn förmlich auflaufen, hat ihm auch nahegelegt zu gehen. Nun soll er einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Sollte er nicht erstmal die IHK einschalten?
Ausbildungsplatzwechsel selber veranlassen oder IHK einschalten?
Antworten (2)
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andreas48andreas48
er sollte dem Aufhebungsvertrag erst dann unterschreiben, wenn er von der neuen Firma eine topsichere Zustimmung bzw. einen neuen Ausbildungsvertrag hat..
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Fritz64Fritz64
Auf jeden Fall die Handwerkskammer einschalten. Wenn der Lehrbetrieb nur Lehrlinge als billige Arbeitskräfte beschäftigt, dann dürfen die mal keine Lehrlinge mehr ausbilden. Ausserdem kennt sich die IHK besser aus mit dem Gesetz. Den Aufhebungsvertrag würde ich nicht unterschreiben, auf keinen Fall nicht bevor er nicht 500%ig weiss, was daraus resultiert!!!!! Ich kenne einen konkreten Fall, ok in der Schweiz, bei dem ein Konditor im dritten Jahr gegangen ist. Das (hier) Amt für Lehrlinge hat ihm noch am selben Tag eine andere Lehrstelle vermittelt. Auch wenn es eventuell keine Anschlusslehrstelle gibt, besteht doch die Möglichkeit, dass er die Überbrückungszeit als Praktikum überbrückt, ohne dass er nachher im ersten Lehrjahr neu anfangen muss, oder dass er in das zweite oder dritte Lehrjahr bei einem anderen oder verwanten Beruf einsteigen kann.
Er hat sich auch erkundigt bei der IHK, die haben nur gesagt, dass er bei einem Wechsel nicht von vorne anfangen muss. So richtig tätig wird keiner. Mein Sohn ist inzwischen soweit, dass er auf keinen Fall mehr länger ausharren will, bis sich was gefunden hat, er meint, er könne es nicht mehr ertragen, dorhin zu gehen. Ich weiss nicht, wie ich ihn davon abhalten kann, den Aufhebungsvertrag nicht zu unterschreiben. Die Termine beim IHK verschieben sich auch ständig, wegen Krankheit der zuständigen Person. Was kann er noch tun, ohne zu unterschreiben, aber auch nicht dort erscheinen zu müssen, es praktisch noch hinauszuzögern?