Frage von Louise77, 61

Ausbildungsplatz mit 18 verloren wegen Epilepsie und nun?

Mein Enkel hatte nach einem positiven Praktikum einen Ausbildungsplatz an einem Krankenhaus bekommen. Man sagte ihm das er sich keine Sorgen machen müsste wegen seiner Epilepsie. Leider erlitt er in 5 Monaten bei der Arbeit einen epileptischen Anfall und plötzlich heißt es, die Verantwortung sei ihnen doch zu groß. Man hat ihn entlassen. Was kann er nun tun? Er ist nicht mehr schulpflichtig und wohnt noch bei seinen Eltern. Welche Lehrstellen stehen ihm überhaupt offen, wenn er Epileptiker ist? Wir sind am verzweifeln. Bekommt er irgendwo Unterstützung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kimonina2015, 15

So, nochmal Thema Epilepsie.

Hier die "Musterklinik", in der man sich vorbildlich und umfassend  um die Betroffenen kümmert.

http://www.modellprojekt-epilepsie.de/Epilepsie-Berufswahl.2485.0.html

http://www.mara.de/epilepsie-zentrum.html

Zum Zentrum gehören Einrichtungen zur sozialen Rehabilitation, eine Beratungsstelle für anfallskranke Kinder, Jugendliche und deren Angehörige, ein Berufsbildungswerk für junge Erwachsene mit Epilepsie.

Und ich halte es für immens wichtig, diesen jungen Menschen nicht das Gefühl zu geben, sie seien unnormal.

(Wer bitte schön ist heute noch normal?)

Also: Epilepsie kann sich verabschieden. Heilungen gibt es.

Das ist schon mal klasse.

Wichtig für Patienten von niedergelassenen Neurologen: bitte die Patienten in die Rundum-Betreuung zur genauen Ursachenfindung, zur optimalen medikamentösen Einstellung, psychologische und berufsfördernde Mitbetreuung und last but not least die ganze Sozialarbeit Drumherum, die hilft, Formalitäten zu bewältigen.

Expertenantwort
von aida99, Community-Experte für Gesundheit, 14

Es gibt beim Arbeitsamt eine Abteilung 'berufliche Rehabilitation'. Der Enkel soll dort mal einen Termin machen und fragen, welche Berufe er voraussichtlich ausüben kann und ob er Unterstützung von irgendwelchen Seiten bekommt.

Antwort
von Marshall7, 13

Ja das ist ja wohl der Gipfel ,das jemand wegen sowas seine Ausbildung verliert.Meine Tochter hat auch diese Krankheit ,sie ist aber mit Tabletten gut eingestellt ,so das es passt.Lasst euch das bitte nicht gefallen das kanns echt nicht sein.Da kann ich mich schon wieder aufregen.Meine Tochter geht noch dieses und nächstes Jahr in die Berufsschule ,dann muss sie auch arbeiten.Da sie aber behindert ist ,naja etwas zurück geblieben.Ich sage immer gerne sie ist nicht so fit.Sie geht dann nach ende der Schulzeit in einer Behindertenwerkstatt.Mal sehen ,was dann kommt.Geht mal aufs Arbeitsamt und erkundigt euch ,was da noch zutreffend wäre ,viel Glück.

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