Frage von annaaa1497, 119

Ausbildungsentscheidung - Soll ich nach Stuttgart ziehen oder im Rheinland bleiben?

Hallo ihr LIeben, ich bin 18 Jahre alt, wohne in Köln und stehe momentan vor einer sehr schwierigen Entscheidung: dem Antritt meiner Ausbildung. Ich habe sehr gute Ausbildungsangebote zugesagt bekommen, darunter eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei einem Chemieunternehmen l in Düsseldorf und eine Ausbildung als Industriekauffrau mit internationalem Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen Englisch/Spanisch bei einem großen Automobilunternehmen Stunden entfernt. An sich weiß ich, dass dieses mir mit die beste Chance bietet, da mir Fremdsprachen sehr viel Spaß machen und ich somit das perfekte Angebot habe, die gewünschte Ausbildung mit den Fremdsprachen zu kombinieren. Problem: 4 Stunden von zuhause weg, Umzug in Wohnheim und raus aus dem schönen und vertrauten Umfeld der Familie. Nun habe ich die Befürchtung, dies nicht zu meistern, keinen Anschluss zu finden und dass das große Heimweh ausbricht. Hat jemand von euch Erfahrungen in diesem Bereich? Bzw. was würdet ihr mir raten? Diesen Schritt wagen oder die andere, aber auch gute Ausbildung in der Chemie anzutreten? (HIerbei würde ich weiterhin zuhause wohnen).

Für Antwort und Rat wäre ich euch sehr dankbar! :)

Antwort
von verquert, 56

Wenn Du ein "kompletter Familienmensch" bist, dann wird Dir das "komplette Abnabeln vom Elternhaus" wahrscheinlich sehr schwer fallen. Wenn Du aber meinst, das zum Beispiel Wochenendbesuche 'reichen', dann solltest Du wohl die Chance in Stuttgart nutzen.

Am Ende höre auf Dein Herz. Damit Du -egal welche Entscheidung Du getroffen hast- nicht mit Dir hadern brauchst.

Wenn Du Dich also für Stuttgart entscheidest - und wegen Heimweh oder was auch immer doch nicht packst, dann kannst Du sagen "ich habe es wenigstens versucht und bin nun viele Erfahrungen weiter. Ich habe eine Familie, die mich auffängt."

Wenn Du Dich für Düsseldorf entscheidest und es nicht klappt, dann kannst Du auch hier sagen, dass Du es versucht hast. Und Deine Familie kann Dich wohl besser 'auffangen'. Und außerdem hast Du dann wohl auf Deine Grenzen gehört, was sehr wertvoll ist.

Vielleicht magst Du 'den Absprung' versuchen. Eventuell bist Du aber noch nicht so weit um das Elternhaus zu verlassen. Es gibt hier kein "richtig" und auch kein "falsch", sondern lediglich "so ist das". Entwicklung wird nicht schneller gehen, wenn man sich überwindet, obwohl man noch nicht bereit dazu ist. Im Gegenteil: es destabilisiert nur.

Vielleicht kannst Du in einem Wohnheim aber auch 'das Abnabeln' üben. Schließlich wärst Du nicht alleine dort und es gäbe wohl auch andere mit Deinen Gedankengängen. Und wenn Du in den ersten Monaten merkst, dass Du es nicht packst, so kannst Du eventuell noch immer wechseln. Vielleicht auch nicht, keine Ahnung.


Bist Du bereit Dich auf eine neue Stadt mit anderen Gegebenheiten einzulassen oder nicht!? - Beides ist vollkommen in Ordnung, solange Deine Entscheidung authentisch ist.

Kommentar von annaaa1497 ,

vielen lieben dank! :)

Antwort
von Linibambini, 52

Was mir damals geholfen hat, war die Überlegung: was wäre, wenn der Job an einem anderen Ort wäre? Wie würdest du entscheiden, wenn Daimler in Köln wäre und Henkel in Stuttgart. Wenn die Antwort Daimler wäre, musst du nur noch klären, ob es finanziell passt, woanders hinzugehen. Irgendwann muss jeder ausziehen und die Wohlfühlzone verlassen. Viel Glück

Kommentar von annaaa1497 ,

vielen lieben dank! :)

Antwort
von nurlinkehaende, 47

Ich bin in einer süddeutschen Großstadt aufgewachsen und vor meinem 18. Geburtstag in eine westdeutsche Großstadt, umgezogen, 400 km weit weg.

Es ist alles anders als vorher. Heute wird es nicht ganz so deutlich sein, aber es ist anders. Düsseldorf und Stuttgart sind fast zwei unterschiedliche Planeten, wenn man bedenkt, dass diese Städte beide die selbe Amtssprache haben.

Ich habe fünf Jahre gebraucht, um anzukommen und bin auch sehr gut dort angekommen. Seitdem habe ich die frühere Heimatstadt immer wieder besucht und könnte mir heute nicht mehr vorstellen, dort zu leben, auch wenn viele Menschen das anders sehen - sie kennen es nur nicht von innen.

Für mich hat es sich rentiert, wegzugehen. Beruflich, privat, überhaupt.

Es ist aber alles andere als leicht.

Kommentar von annaaa1497 ,

vielen lieben dank! :)

Antwort
von Indivia, 39

Ich denke die Entscheidung muss du selber fällen,wir kennen dich dafür zu wenig. Am besten machst du eine Pro und Contra Liste und entscheidest dich dann und erkundige dch mal ob es auch die Möglichkeit gibtwährend der Ausbildung in ein anderes Unternehmen zu wechseln.

Kommentar von annaaa1497 ,

so habe ich es auch gemacht, danke! :)

Antwort
von Bauigelxxl, 43

Puhhhh das ist schwierig:

Versuch es mal mit einer Entscheidungsmatrix.

Du machst eine Tabelle mit allen Argumenten die dir einfallen.

Z.B.

Qualität der Ausbildung

Wohnsituation

Gehalt

Zukunfstaussichten

soziale Situation

usw.

Dann gibst du den Argumenten eine Gewichtung von 1-5. z.B Gehalt ist dir nicht so wichtig also Faktor 2, Zukunftsaussichten sind dir wichtig also Faktor 5.

Nun gibst du für die Varienten Punkte von 1 bis 6.

z.B. Qualität der Ausbildung Daimler 6 Henkel 3

Nun multiplizierst du die Punkte mit dem von dir gegeben Faktor und zählst alles zusammen. Die Ausbildung mit der höheren Zahl ist die die du favorisieren solltest.

LG und viel Erfolg


Kommentar von annaaa1497 ,

vielen lieben dank! :)

Antwort
von jimpo, 36

Henkel ist ja keine Wald und Wiesen Firma aber, die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.

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