Frage von bidaik, 154

Ausbildung zur Bürokauffrau, darf mein Chef von mir erwarten was er will?

=== ICH BITTE UM HILFE .... SEHR WICHTIG !!!!!! ===

Hallo, ich mache derzeit eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Werde dieses Jahr ca. Ende Juni meine Ausbildung beenden.

Gespräch über eine Übernahme gab es schon, er würde mich gerne übernehmen. Ich habe auch erstmal noch zugesagt... um auch nachzudenken. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dort nicht mehr weiter arbeiten möchte.

MUSS Ich meinem Chef schon was von meiner Entscheidung sagen ? Er denkt nämlich das ich nach meiner Ausbildung im Unternehmen bleibe.

Ich würde das gerne erst sagen wenn ich mein Prüfungsergebnis habe, weil ich angst habe das ich dann unfair behandelt werde (was jetzt schon der Fall ist) Ich werde zu Überstunden gezwungen. Ich MUSS Überstunden machen. Meine Überstunden darf ich aber erst abbummeln wenn ich was wichtiges habe, vorher nicht. Meine Kollegin jedoch darf ihre Überstunden abbummeln wann sie möchte. Ich habe bereits um die 44 Überstunden und bis zum Ende der Ausbildung 15 Tage Urlaub. Wochenende ist bei uns im Büro kein Dienst. Meine Kollegin musste noch nie an einem Samstag arbeiten und wurde auch nie aufgefordert, bei mir jedoch fordert mich mein Chef auf...am Samstag arbeiten zu kommen wenn ich meine Aufgaben nicht schaffe. Er meinte auch Arbeitsende ist für mich auch erst dann, wenn ich meine Aufgaben alle gemacht habe und wenn sie nicht fertig sind dann soll ich solange da bleiben bis die erledigt sind, auch wenn es bis 20 Uhr ist (reguläre Arbeitszeit ist bis 16:15 Uhr) jedoch darf ich aber nicht eintragen wenn ich früher als 7:30 Uhr anfange, denn wie Chef sagt ist Arbeitsanfang ja auch erst 7:30Uhr. Meine Kollegin jedoch darf auch schon 7:00 Uhr anfangen was ihr dann als Überstunde angerechnet wird. IST DAS SCHON MOBBIN ?

Kann mein Chef gerichtlich gegenen mich vorgehen wenn ich ihm mündlich zugesagt habe aber mich dann doch umentschieden habe und es ihm erst am Tag der Prüfungsergebnise sage ?

SEHR WICHTIG !!!

ICH DANKE EUCH FÜR EURE ANROWRTEN !!!

MFG BIDAIK

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ShinyShadow, 78

Solang ihr keinen Vertrag unterschrieben habt, endet deine Ausbildung mit Bestehen der Prüfung. Auf soche mündlichen Vereinbarungen kann man nicht viel geben, denn im Streitfall steht Aussage gegen Aussage und dann ists als wäre nichts vereinbart.

Wegen den Überstunden usw.: Das MUSST du nicht tun.

Es ist immer schwer, als Arbeitnehmer, vor allem als Azubi, nein zu sagen...
Aber wenn du nicht ausgenutzt werden willst, musst du das.

Zur Not meldest du das bei der zuständigen Kammer, da solltest du Hilfe bekommen.

Aber: du willst ja irgendwann vielleicht noch ein Ausbildungszeugnis, und da wärs nicht so praktisch, wenn du deinen Arbeitgeber gemeldet hast.

Ich würd dir empfehlen: Wenn er wegen Samstag oder so kommt, sagst du einfach: Samstag kann ich nicht. Punkt. Wieso du nicht kannst, brauchst du ihm nicht sagen.

Ansonsten: Ar...backen zusammen kneifen, die letzten Monate durchziehen und das Leben nach der Ausbildung genießen :)

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 58

Wenn Dein Chef Dich so behandelt, muss er sich nicht wundern, dass Du Dir einen anderen AG suchst.

Als "Mobbing" würde ich das nicht bezeichnen, Dein Chef nutzt Dich schlicht und einfach aus. Das würde sich meiner Meinung nach auch nicht ändern, wenn Du Deine Ausbildung beendet hast.

Die tägliche Arbeitszeit darf auf keinen Fall länger als 10 Stunden sein. Wenn Dein Chef solche Arbeitszeiten anordnet ist das strafbar (§ 23 Arbeitszeitgesetz).

Überstunden sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein, bei Azubis sowieso.

Schau mal hier:

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/arbeitszeit.html

Warte mit der Mitteilung an den AG bis Du einen Arbeitsvertrag in einem anderen Betrieb unterschrieben hast. Lass ggf. Dein Zeugnis auch prüfen.

Kommentar von bidaik ,

Ich danke für die Antwort.

Er würde mich auch ausnutzen wenn ich angestellte bin.
Ich muss desöfteren auch mal die Firma fegen oder wischen, die Tür putzen oder einfach auch mal mit dem Hund spazieren gehen.

Ich habe gelesen das Überstunden von Auszubildenden nur freiwillig gemacht werden können. Stimmt das ? Oder kommt es wieder drauf an wo man arbeitet ?

Kommentar von Hexle2 ,

Eigentlich müssen Azubis keine Überstunden machen aber in der Praxis tun das viele.

Ich denke, es dürfte auch für einen volljährigen Azubi kein Problem sein Überstunden zu machen, wenn dies dringend notwendig ist. Das "dringend notwendig" sollte aber die Ausnahme und nicht die Regel sein. Außerdem sollte auf den Freizeitausgleich geachtet werden.

Es ist in größeren Firmen sehr wahrscheinlich ein kleineres Problem Überstunden abzulehnen als in einem kleinen Betrieb. Aber auch Überstunden müssen der Ausbildung dienen. Den Hund ausführen zähle ich hier bestimmt nicht dazu.

Schau Dir den Link noch einmal genau an. Deine Rechte und Pflichten sind hier sehr gut beschrieben. Das Problem ist aber auch in diesem Fall: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Man muss sich dann evtl. mit seinem AG/Ausbilder auseinandersetzen und seine Rechte vielleicht sogar gerichtlich einfordern. Ob man das tut, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich hoffe, Du findest bald einen AG bei dem Du nach Deiner Ausbildung arbeiten kannst. Beim jetzigen würde ich bestimmt nicht bleiben wollen. So wie er mit Dir umgeht, würde ich ihm erst dann sagen, dass ich nicht bleiben werde, wenn es nicht mehr anders geht oder wenn ein neuer Arbeitsvertrag bei einem anderen AG unterschrieben ist.

Antwort
von TimmyEF, 82

Fairer Weise würde ich ihm das erst sagen wenn ich eine neue Stelle in Aussicht bzw. einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Lass dich doch erst mal übernehmen und such Dir was neues ohne arbeitslos zu sein.

Antwort
von musenkumpel, 50

Also keine Exptertenantwort. Ich bin mir nicht sicher, was der gerichtlich kann, meine Meinung ist nur, dass für sowas keine mündliche Vertragsform geben dürfte. Das denkst du dir sicherlich auch.

Zu Mobbing hab ich jetzt eine Sendung gesehen, dass Menschen meinen gemobbt zu werden kurz nachdem sie sich in dem Umfeld nicht wohl fühlen, aber sobald sie schon den Entschluss gefasst haben nicht mehr dort zu arbeiten, aber nicht aus dem Entschluss heraus auch die Stelle gewechselt haben.

Was da zusammentrifft ist, seit du gedacht hast dass du dir einen Vorteil verschaffst um drüber nachdenken zu können, macht er sich das auch zum Vorteil, dass du dich seiner Überlegung nach sicher anstrengst um in die Firma zu kommen. Sowas läuft auch zum Teil 'unterbewusst' ab, aber lassen wir das.

Also Mobbing ist einerseits Auslegungssache, andererseits meistens um einiges schlimmer. Chefs vergessen schnell dass da Menschen arbeiten und Menschen Kunden sind. Andererseits macht er das vielleicht als Test schon immer so..?

Also weil ich ja davon ausgehe, dass eine mündliche Zusage nicht gültig ist, (aber keine Ahnung, da schreibt bestimmt wer anders was dazu), denke ich dass du gut durch die Angelegenheit kommst, das ganze bis zu den Prüfungsergebnissen durchzustehen.

Wenn er wirklich gegen dich 'vorgehen' würde, hätte er ja wegen den Arbeitszeiten ziemlich schlechte Karten.

Ausserdem könntest du noch eine Aufsichtsbehörde / Gewerbeaufsicht kontaktieren, die die Einhaltung der Arbeitszeiten mal kontrolliert (Behörde für sozialen Arbeitschutz)

Die Adressen der Behörden:
http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/677886/publicationFile/

So und weil du ja noch lernen musst und dir keinen Burnout zurechtschustern willst, solltest du den Spaß bei den Überstunden auch nicht verlieren... ;/

Sofern du mit dem Chef auch mal auf Augenhöhe reden kannst, also wenn er nicht immer irgendwie über den Angstellten 'schwebt' kannst du auch mit ihm ein ehrliches Wort wechseln, damit ihr euch nich gegenseitig ausnutzt und die Sache is erledigt. Sofern man bei den Vorgesetzten bis auf eine 'menschliche Ebene' durchkommt.

Antwort
von Sunnycat, 59

Nein, du bist nicht verpflichtet wahrheitsgemäß zu antworten, kann ja sein, dass du dir es bis dahin anders überlegt hast.... Ansonsten hast du eine Kündigungszeit von 4 Wochen ganz normal. Trotzdem würde ich dir empfehlen erst zu kündigen, wenn du von einer anderen Firma einen Arbeitsvertrag unterzeichnet hast...

Antwort
von TrudiMeier, 61

Bleib doch erstmal nach der Ausbildung im Betrieb - wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen. Such dir was Neues und wenn du den Arbeitsvertrag in der Tasche hast, kannst du doch kündigen. Es macht sich für die Zukunft immer gut, wenn du als Azubi übernommen wurdest....


Antwort
von Sanctuaria, 27

Azubis dürfen keine Überstunden machen. Der IHK melden!

Weise deinen Chef darauf hin, dass es für Azubis gesetzlich nicht zugelassen ist, Überstunden zu machen. Er sollte das wissen aber er hat's vielleicht vergessen. Dran erinnern! Ansonsten - IHK. Trau dich, den Mund aufzumachen.


Antwort
von Treueste, 44

Hast Du denn eine andere Stelle in Aussicht? Vorher würde ich keine Entscheidung gegen Deinen jetztigen Arbeitsplatz schaffen. Denn nach der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit gehen, macht auf künftige Arbeitgeber keinen guten Eindruck.

Halte durch!

Kommentar von bidaik ,

Nein leider noch keinen anderen Arbeitsplatz. Jedoch kann ich  hier nicht bleiben, ich fühle mich sehr unwohl und habe schon immer Bauchschmerzen wenn ich morgens aufstehe.

Antwort
von Andreaslpz, 63

Um übernommen zu werden bedarf es ja eines schriftlichen Arbeitsvertrages. Den muss dir der Arbeitgeber ja erstmal vorlegen. Spätestens dann musst du die Karten auf den Tisch legen. Vorher würde ich das nicht machen.

Antwort
von Hexe121967, 29

du scheinst noch nicht begriffen zu haben, dass du nun im arbeitsleben stehst. die zugewiesene arbeit muss fertig gemacht werden und dann geht man erst nach hause. wenn man die arbeit nicht innerhalb der normalen bürozeit schafft, muss man halt länger bleiben oder aber mit dem chef reden und sagen das man zuviele aufgaben hat.

darf ich fragen, was denn deine aufgaben sind?

Kommentar von bidaik ,

Nein, ich scheine es ziemlich gut begriffen zu haben.

Auszubildende haben jedoch Rechte sowie auch Pflichten.

Klar, wenn man die Aufgabe zuende machen muss, kein problem. Aber er verlangt von mir eine Arbeit die nicht nur 2/3 Std. dauert ... sondern die mehrere Tage beansprucht.

Kommentar von Hexe121967 ,

das war ja meine frage: was sollst du denn genau machen?

Antwort
von KingTamino, 50

Damit machst du dir keine Freunde...
Und sollte einer deiner zukünftigen Arbeitgeber den jetzigen kennen oder anrufen und dann sowas erfahren...

Sei ehrlich, zumindest was die Übernahme angeht.
Kannst ihm ja sagen, dass du nach der Ausbildung noch Verwandte Besuchen musst/möchtest oder sonst was.
Du musst ihm NICHT sagen, warum du nicht bleiben willst. Aber sag ihm zumindest, dass du nicht dableiben willst...

Antwort
von HallloDuDaa, 41

Ich verstehe dein Chef schon, solange er nicht bescheid weiss kann er die Arbeitsstelle nicht ausstellen, ich würde es ihm jetzt schon sagen.

Antwort
von muellfisch, 44

Meiner Ansicht nach ist das definitiv Mobbing - ich würde ihm auch sagen, dass ich nicht vorhabe, länger als nötig im Unternehmen zu bleiben. Ich finde, das könnte er schon wissen dass er nicht denkt, den Hampelmann mit dir machen zu können. Aktuell ist er nämlich offenbar der Meinung, er kann dich von vorne bis hinten verarschen.

Sei froh, wenn du dort weg kommst. Aber bis Juni ist ja glücklicherweise nicht mehr lange. Ich habe meine Lehre damals mit einem Aufhebungsvertrag beendet, nicht regulär bis August/September, sondern schon zum 31. Mai hin. Hatte allerdings bereits eine andere Arbeitsstelle. Die Prüfung habe ich dann im Juli normal absolviert und Ende war.

So etwas muss man sich nicht gefallen lassen!

Kommentar von TrudiMeier ,

ich würde ihm auch sagen, dass ich nicht vorhabe, länger als nötig im Unternehmen zu bleiben.

Bedenke aber bitte, dass der Chef auch ein Zeugnis ausstellen wird......

Kommentar von muellfisch ,

Ja, natürlich sollte man es nicht so sagen wie ich das eben geschrieben habe. Man kann es ja schön formulieren.

Kommentar von TrudiMeier ,

Das solltest du dazu sagen - es gibt Leute, die sowas ernst nehmen und genauso zu ihrem Chef sagen. Was ich der Fragestellerin natürlich nicht unterstellen möchte. Aber diese Frage lesen halt auch andere.....

Kommentar von Treueste ,

Das mit der neuen Arbeitsstelle ist der wichtige Punkt, oder?

Kommentar von muellfisch ,

Ja, schon. Würde mich daher jetzt bereits bewerben - wenn du Glück hast, kannst du ja ebenfalls mit einem Aufhebungsvertrag aus dem Arbeitsverhältnis raus.

Kommentar von bidaik ,

Ich habe noch nichts unterzeichnet. Mir wurde auch noch kein Arbeitsvertrag vorgelegt.

Meine Angst ist aber die, wenn ich mich wo anders bewerbe..könnte doch der neue Arbeitgeber bei meiner jetzigen Firma anrufen und nachfragen, dann bin ich die dumme und die behandeln mich mehr als doof.

Antwort
von 19hundert9, 26

Bist du aus Deutschland? Bei uns in Österreich ist es gesetzlich verboten in der Ausbildung (also Lehre) Überstunden zu machen.

Kommentar von bidaik ,

Ich bin aus Deutschland.

Wie ich gelesen habe ist es für Auszubildende freiwillig Überstunden zu machen, aber ich bin mir da nicht so sicher.. bevor ich was falsches sage, informiere ich mich lieber.

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