Frage von SJ157O, 66

Ausbildung zum Bankkaufmann - ohne Abitur möglich?

Moin Leute, ich mache dieses Jahr Abitur, aber sehe da eher schwarz. Vielleicht würde ich es schaffen, aber mit einem schlechten Schnitt. Ich würde aber gerne eine Ausbildung zu einem Bankkaufmann machen, weiß aber nicht, ob dies dann überhaupt noch möglich ist. Vor allem weiß ich gar nicht, wie man sich richtig bewirbt und ob ich mich schon bewerben könnte. Von der Schule kommen da keine Informationen oder Hilfestellungen. Ich kenne mich in der Berufswelt nicht wirklich gut aus. Ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob ich die Schule abbrechen bzw. wechseln sollte.

Welche Möglichkeiten bieten sich mir denn an? Die mittlere Reife habe ich ja bereits. Kann man sich damit auch bewerben oder sollte ich ein entsprechendes Berufskolleg besuchen?

Ihr merkt bestimmt schon, dass ich mich wirklich nicht gut auskenne. Deshalb bin ich für jeden Tipp umso dankbarer.

Grüße

Antwort
von deliriously, 41

Mit deiner Mittleren Reife kannst du dich da schon bewerben!
Informier dich am besten bei deinem Berufsberaten.
Vorlagen und Tipps zur Bewerbung, als auch Beispiele kannst du viele im Internet finden.

Antwort
von KleinerEngel18, 30

Also normalerweise kannst du dich mit einer mittleren Reife bewerben, der Beruf wird auch mit "mindestens Mittlere Reife" ausgeschrieben, allerdings bewerben sich wirklich viele mit Abitur, daher hat man mit Mittlerer Reife eher weniger Chancen, aber eine Chance besteht. Einfach mal probieren und abwarten.

Zum Thema Bewerbung schreiben, richtig bewerben, Ausbildung oder BK ect kannst du mir gerne eine private Nachricht schreiben, ich kenne mich in dem Feld aus und kann dir da weiterhelfen.

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Ausbildung, Beruf, Schule, 32

Hallo SJ157O,

schau mal hier: ausbildung.de/berufe/bankkaufmann/

Sicherlich wirst Du aber auch mit vielen Abiturienten konkurrieren, die von der Papierform her erstmal im Vorteil sind.

Deshalb empfehle ich Dir das gleiche, was ich jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate, und zwar bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B. durch persönliches Auftreten.

Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben am besten persönlich (oder bei großen Unternehmen telefonisch) Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen
könnte. Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt.

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am besten erstmal Deinen Entwurf hier ein und fragst nach Verbesserungsmöglichkeiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest
Du z. B. hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/

Kommentar von SJ157O ,

Danke für deine ausfürhliche Antwort. Meine Noten waren bis zur 11 Klasse nicht wirklich unterdurchschnittlich. Bis dahin hatte ich auch noch keine Defizite. Erst jetzt, in der Q2 will es nicht mehr laufen! Ich weiß nicht woran es liegt, aber mein Schnitt ist schon schlechter geworden. Habe jetzt auch im ersten Halbjahr 3 Defizite gesammelt. 

Naja, eigentlich wollte ich dich fragen, ob es sich lohnen würde, vorher ein Praktikum zu machen (falls ich angenommen werden sollte), um schon mal ein wenig Erfahrung zu sammeln. Wenn ich mich nicht falsch informiert habe, kann man das auch der Bewerbung beilegen.

Kommentar von judgehotfudge ,

Bitte, gerne!

Deine Erfolge der Vergangenheit zählen jetzt nicht mehr. Du musst Dich mit dem aktuellen Zeugnis bewerben. Im Übrigen wäre Deine Papierform selbst mit einem guten Zeugnis unterdurchschnittlich, da Du - wie gesagt - mit vielen Abiturienten konkurrieren wirst.

Ein Praktikum ist generell eine gute Idee, wenn Du noch unsicher bzgl. der Berufswahl bist. Wenn Du dagegen sicher bist, bemüh Dich lieber sofort um einen Ausbildungsplatz.

Antwort
von brido, 29

Nachdem die Banken wie verrückt entlassen kann ich mir nicht vorstellen dass sie Unterkalifizierte nehmen. 

Antwort
von Klife1, 14

Nunja, vor einigen Jahren (vor 2009) als Ich auf Ausbildungssuche war, hatte man mit der Mittleren Reife bei den Banken noch recht gute Chancen. Da sind auch viele mit Mittlerer Reife unter gekommen.

Inzwischen bilden die Banken nicht mehr so viel aus, da aufgrund der Krisen der vergangenen Jahren eher Stellen abgebaut werden. Von daher sind wohl auch die Banken wählerischer geworden und picken sich die Abiturienten raus. Zumindest in meiner Region werden bei den Ausbildungsanzeigen bei den Banken inzwischen Fachabi/Abitur gefordert.

Trotzdem viel Erfolg :-) (auch, wenn Ich den Beruf des Bankkaufmanns nicht unbedingt empfehlen würde) 

Antwort
von Stillcruisin, 29

Für die Ausbildung Bankkaufmann ist die Mittlere Reife ausreichend.

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