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Ausbildung: Wie soll ich mich entscheiden?

Frage von Cappuccina Cappuccina

Mein Problem hört sich im ersten Augenblick nicht wie ein Problem an: Ich habe zwei Ausbildungsplätze. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Langsam machts mich echt fertig: Ich könnt nur noch heulen, weil ich einfach gar nicht weiter weiß:

Einen Ausbildungsplatz habe ich bei der Bank als Bankkauffrau, den zweiten bei der Bahn als Kauffrau für Verkehrsservice. Vorneweg: Beides nicht meine Traumberufe. Es gibt keinen Ausbildungsberuf, der zu mir passt. Ich hab dieses Büchlein mit allen anerkannten Ausbildungsberufen von vorn bis hinten durchgelesen und da war NICHTS was mir auch nur im annähernden zusagen würde. Nicht weil ich zu faul zum arbeiten bin, nein. Aber mir wird einfach schnell alles zu langweilig und vor Allem eintönig. Und ich will weit kommen im Leben. Ich will mich immer steigern können.

Ich hab mich ÜBERALL beworben, wo man einigermaßen verdient und was ich einigermaßen aushalten könnte. Jetzt sind von ein Paar Betrieben die Zusagen eingetrudelt. Das meiste habe ich mir schon wieder anders überlegt. Bank und Bahn wären jetzt in der engeren Auswahl.

Bank war eigentlich immer dass, was ich mir bei mir am wenigsten vorstellen konnte: Ich weiß nicht wie man es beschreiben soll: Ich mag Banken nicht, ich hab in Banken schon ein komisches Gefühl. So still, so steril, das aufgesetzte Lächeln, die aufgesetzte Freundlichkeit. Außerdem ist die Arbeit in der Bank mehr als eintönig. Der Berufsschullehrplan besteht nur aus Rechnungswesen, die Ausbildung soll Allgemein sehr schwierig sein. Schaffen würde ichs, jedoch eben mit einem großen Arbeitsaufwand. Natürlich wäre die Bank die anspruchsvollere Ausbildung. Zudem gibt es natürlich mehr Geld, mehr Urlaub & vor Allem feste Arbeitszeiten! Nach der Ausbildung stehen mir (fast) alle Wege offen! Ich kann Karriere machen, mich immer weiter steigern. Nach der Ausbildung gibt es auch ohne Weiterbildung ein Gehalt, dass sich sehen lässt. Ich kann bei verschiedenen Banken, aber auch in Büros etc. arbeiten, studieren,...

Bei der Bahn wäre die Ausbildung zumindest ein bisschen abwechslungsreicher und interessanter. In der Ausbildung unterscheidet sich das Gehalt hier nur um knapp 100€, jedoch später verdienen Verkehrsservicekauffrauen kaum mehr als in der Ausbildung, wobei ich als Bankkauffrau nach der Ausbildung mit einem Schlag mehr verdiene. Der Berufsschullehrplan umfasst spannende Themen und ich würde mir leicht tun, da ich die im Lehrplan angeführten Grundlagen der Buchführung und auch größtenteils die Mathematik bereits in der Realschule gelernt habe. Außerdem würden bei der Bahn mehrere Auszubildende eingestellt werden, bei der Bank wäre ich die einzige. (Sie stellen alle 3 Jahre eine ein & die letzte geht aber jetzt, d.h. die jüngste Mitarbeiterin ist 6 Jahre älter als ich!) Viele denken jetzt bestimmt: An dem würde ich es nicht festnageln. Aber stellt euch mal vor ich darf jeden Tag die Mittagspause alleine verbringen und auch wenn am Schalter mal nichts los ist: So richtig unterhalten ka

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Antworten (5)

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    Antwort von Baasty Baasty

    Hey,

    du hast ein ganz falsches Bild von der Ausbildung in der Bank...

    Die Ausbildung ist sehr interessant und vor allem von sozialen Aspekten geprägt.

    Mir macht es sehr viel Spaß und es ist einfach klasse. Klar gibt es auch Schattenseiten, aber die gibt es bei der Bahn auch.

    Ich würde mich nicht am Gehalt festmachen, klar verdienst in der Bank mehr, aber wenn du gar nicht dahin willst, dann bringts auch nicht.

    Ich kann dir die Bank nur empfehlen, wie gesagt, es ist wirklich sehr interessant und mir gefällts sehr gut.

    Auch der Unterricht ist nicht nur RW.

    LG Baasty

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    Antwort von Flyaway Flyaway

    Geh nicht nach dem Geld, sondern nach deinen Interessen. Ich glaube nicht, dass du in diesen Berufen glücklich werden wirst. Es mag sein, dass die Banklehre dir mehr Möglichkeiten bietet, aber wenn du jetzt schon VOR der Ausbildung derartige Gedanken hast, dann kannst du dir fast sicher sein: Du wirst dich jeden einzelnen Tag dahin quälen müssen. Wenn es ganz schlecht läuft, schlägt das massiv auf die Psyche...

    Was sind denn deine Hobbys? In welchen Fächern warst du früher gut? Hast du irgendwelche Träume?

    Ich weiß selbst wie schwer es ist, einen Beruf zu finden. Und natürlich sollte man davon auch leben können. Aber nur danach zu gehen, dass man "gutes Geld verdient + viele Möglichkeiten" reicht nicht. Denn um gut zu verdienen, muss man auch Leistung zeigen und vor allem Motivation. Die kannst du aber nur aufbringen, wenn dir der Beruf halbwegs Spaß macht.

    Was willst du denn Studieren? Warum nicht gleich? Warum eine Ausbildung?

    P.S. Berufsschule = nahezu reine Zeitverschwendung...

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    Antwort von fairytales fairytales

    Nach dem Berufsschulunterricht brauchst du schon mal gar nicht gehen, denn 1. ist die Berufsschule nur für Vollidioten nicht schaffbar und gererell eher nicht anspruchsvoll und 2. verbringst du da 2-3 Jahre deines Lebens im Gegensatz zu den ca 47+ Jahren, die du im Job verbringen wirst.

    Ich versteh allerdings auch nicht, wie du einerseits sagen kannst, dass du dich gerne weiterentwickeln möchtest usw. aber andererseits willst du dann keine Herausforderung eingehen und sortierst die Bankenlehre wegen ihrer vermeintlich schweren Berufsschulinhalte aus?

    Hast du schon mal ein Praktikum gemacht? Falls nicht und falls dafür noch Zeit ist, tu das! Man stellt sich vieles anders vor, als es tatsächlich ist. Manche Themenbereiche innerhalb eines Unternehmens sind spannend, obwohl der Beruf, allgemein betrachtet, erst mal blöd aussieht.

    Auch das Lehrlingsgehalt sollte kein Indikator für deine Entscheidung sein.

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    Antwort von Tobi1996 Tobi1996

    Ich persönlich würde mich alleine schon wegen der festen Arbeitszeiten und dem guten Gehalt für die Bank entscheiden. Natürlich soll einem der Beruf Spaß machen. Mir würde zum Beispiel der Beruf Bankkaufmann eher zusagen.

    Letztendlich ist es deine Entscheidung.

    Die besseren Chancen hast du aber auf jeden Fall, wenn du bei der Bank anfängst. Ich denke trotzdem, dass es dort abwechslungsreich sein wird, denn der Betrieb will dir ja auch was ermöglichen.

    Also ICH würde mich für die Bank entscheiden.

    Kommentar von Tobi1996 Tobi1996Tobi1996

    Natürlich ist es doof, wenn der Chef echt grantig sein sollte. Aber wieso stellt er dann Auszubildende ein?

    Ich denke nicht, dass du direkt in der Bank mit einem aufgesetzten Lächeln sitzen wirst. Dir wird alles gezeigt und es wird sicher auch abwechslungsreich. Das Ziel ist ja eigentlich, "Wo sehe ich mich nach der Ausbildung, bzw. in 5 bis 10 Jahren?".

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    Antwort von Cappuccina Cappuccina

    kann ich mich auch mit niemanden. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Chef der Bank ein echtes Ekelpaket ist. Viele, die ihn persönlich kennen gaben mir schon den Rat „die Ausbildung möglichst schnell durchzuziehen“, dann den Betriebsfachwirt zu machen, da er selbst auch keine höhere Ausbildung hat & mir somit nicht mehr so viel anhaben kann. Da es eine relativ kleine Bank ist, werde ich aber viel mit dem Chef zu tun haben. Den Chef der Bahn kenne ich nicht, aber dafür den Ausbildungsleiter: ein brutal lieber Mann, nachdem ich den Einstellungstest bestanden habe, hatte er mir sofort das „Du“ angeboten. Viele werden sich jetzt denken „Warum geht sie dann nicht zur Bahn?“ - Naja: Nach den 3 Jahren Ausbildung (bei der Bank wären es übrigens nur 2,5) verdiene ich kaum mehr als in der Ausbildung und es gibt keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten. Mit der Ausbildung könnte ich im Falle der Nicht-Übernahme auch nirgends anders arbeiten, denn in welchem anderen „Betrieb“ braucht man schon eine „Kauffrau für Verkehrsservice“ `Ein weiteres fettes Minus ist natürlich das Arbeiten an Feiertagen, Wochenenden und die Nachtschicht, wobei ich damit auch leben könnte.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter, bei mir steht es echt 50:50. Bahn- Bank, Bank- Bahn . Ich dreh noch durch. Wenn ich zu Bank gehe, bereue ich es am 01. September, gehe ich zur Bahn, bereue ich es in 3 Jahren. Man soll nach dem Bauch entscheiden, heißt es immer. Das Geld ist nicht so wichtig, wie der Spaß. Wenn Kauffrau für Verkehrsservice mein absoluter Traumjob wäre, würde ich auch danach handeln. Aber beide Ausbildungen sind nur so 0815, weil es für mich einfach nichts gibt was passt. Ich hab mich schon so lange mit der Berufswahl auseinandergesetzt, bin zu sämtlichen Veranstaltungen und Beratungsgesprächen gegangen, hab' Jobguides durchgewälzt. Aber ich fand nichts, nichts dass für mich passt. Bitte denkt nicht, ich will gar nicht arbeiten. Bevor ich Hartz IV beantrage gehe ich Klos putzen. Aber trotzdem will ich erfolgreich werden im Beruf. Aber mir grauts jetzt schon, wenn ich im September in die Bank muss: Eintönig, Langweilig, mit einem aufgesetzten lächeln im hoseanzug alleine unter lauter (vergleichsweise) „alten“ Menschen, mit einem grantigen Chef . Und wenn ich zur Bahn gehe: Was hab ich dann? Nichts. 1300€ brutto im Monat. Nach der Ausbildung. Kaum Aufstiegschancen. Dafür einen Job der mir zumindest mehr Spaß macht.

    Ich sitz in der Zwickmühle: Ausbildungsplätze für „gute“ Berufe (Verkäuferin, Frisöse usw. lass ich mal weg) gibt es kaum noch. Und wenn, find ich trotzdem nichts „passenderes“ . FOS bringt mir auch nichts, weil mich 1. meine Eltern nicht unterstützen würden & 2. ich trotzdem nicht wissen würde was ich naher machen wollen würde & 3. da ich möglichst schnell Geld verdienen will.

    Bitte helft mir! Ich bin für jede Antwort mehr als dankbar!

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