Frage von CrazyAJ, 106

Ausbildung Sozialversicherungsfachangestellte?

Hallo :) Ich hoffe, dass mir jemand ein paar meiner Fragen zum Beruf der/s Sozialversicherungdangestellten beantworten kann.

  1. Hat man in diesem Beruf viel mit BWL zu tun und wenn ja, inwieweit?
  2. Wie sind die Arbeitszeiten nach der Ausbildung, bezogen auf feste Öffnungszeiten?
  3. Hat man oft Kontakt mit unzufriedenen Kunden?
  4. Besteht der Alltag nur aus Kundenkontakt unf Telefonaten?
  5. Gehören schwierige Sachverhalte zum Alltag?
  6. Inwieweit kommt man mit medizinischen Inhalten in Berührung?

Vielen Dank im Vorraus :)

Antwort
von HerrDegen, 77

Nabend,

ich kann die Fragen nicht ganz aus eigener Erfahrung beantworten, weil ich zwar in dem Bereich eine Ausbildung gemacht habe, aber nicht als SoziFa, sondern als Verwaltungswirt, also gehobener Dienst.

1. Der kaufmännische Aspekt ist in der Sozialverwaltung nicht so stark, es geht mehr um rechtliche Inhalte.

2. Das kommt auf den Bereich an, meistens hat man "Kernzeiten", in denen man anwesend sein muss. Mit etwas Glück gibt es gleitende Arbeitszeiten (also flexibler Beginn und Ende bei Beachtung von Kernzeiten und Wochenarbeitszeit).

3. Ob du viel Kundenkontakt hast, hängt davon ab ob dein Bereich direkten "Service" hat oder nur ein Büro ist, wo Leute anrufen können. Du bekommst zwar Umgang mit Kunden (einigermaßen) beigebracht, aber ein Azubi kann und wird keine Streitfälle abschließend klären.

4. Kommt auch auf den Bereich an, es gehört dazu, aber du wirst zu einem großen Teil mit Vorgangsbearbeitung, Anträgen und Büroorganisation zu tun haben, ohne dass du dafür telefonieren musst. Viele Vorgänge in der öffentlichen Verwaltung können ohnehin nur per Schriftverkehr durchgeführt werden.

5. Das Sozialrecht ist komplex und in ständiger Veränderung. Die komplexesten Fälle bekommen die SoziFas aber meist nicht, die werden von Sachbearbeitern mit höherem Abschluss (solchen Trotteln wie mir) oder noch höheren Ebenen wie Sachgebietsleitern oder Dezernenten bearbeitet und entschieden.

6. Kommt drauf an. Medizinisches Fachwissen benötigst du nicht. Wenn es z.B. um Bewilligung von medizinischen Hilfen oder Therapien geht, entscheidest du nach festgelegten rechtlichen Kriterien. Alle Prüfungen von medizinischen Sachverhalten, die dafür zu klären sind, übernehmen Ärzte.

Hilft das einigermaßen?

Antwort
von emib5, 78

1) Was verstehst Du genau unter BWL? Mit richtiger Betriebswirtschaftslehre eher weniger, aber ein wenig gehört auch dazu.

2) Das kommt darauf an, wo und was Du arbeitest. Es kann sein, dass Du feste Arbeitszeiten hast, aber auch, das Du Gleitzeit hast.

3) Je nach Tätigkeit, aber das kann vorkommen.

4) Je nach Tätigkeit, aber es gibt auch Tätigkeiten, wo Du eher weniger Kundenkontakte hast.

5) Auch wieder: Je nach Tätigkeit. Aber ja, wenn Du gut bist, kann es auch sein, dass Du die schwierigen Fälle bearbeiten darfst.

6) Das kommt auch wieder auf die Tätigkeit drauf an. Wenn Du z. B. Berufskrankheitenverfahren bei einer BG bearbeitest, relativ viel.

Antwort
von AlexChristo, 57

Hier mal aus eigener Erfahrung:
1. Grundsätzlich hat man nicht viel mit BWL zu tun, am meisten in der Ausbildung.
2. Die meisten Krankenkassen haben Gleitzeit. Die Öffnungszeiten wirken sich schon auf die Arbeitszeiten aus, wie stark, kommt auf den Arbeitsplatz an.

3. Das hängt total davon ab, was man macht. Wenn man Beschwerdemanagement macht, hat man mehr mit unzufriedenen Kunden zu tun, als wenn man einfach nur Leistungen bearbeitet und keinen Kundenkontakt hat.

4. Das kommt auf den Arbeitsplatz an. Es ist alles möglich, Kundenkontakt rund um die Uhr, aber auch keinen Kundenkontakt.

5. Naja, am Anfang sind die meisten Sachverhalte schwierig, später ist alles Routine.

6. Was verstehst du unter medizinischen Inhalten? Da es fast immer um irgendwelche Leistungen geht, hat man auch mit medizinischen Themen zu tun.

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