Frage von Schneehase101, 108

Ausbildung schon in Gleitzeit?

In welchen Berufen kann man eine berufliche Ausbildung schon in Gleitzeit absolvieren bzw. so, dass man nachmittags schon zu Hause ist? Evtl. irgendwelche Ausbildungen im Büro? Mir geht es darum, dass ich ein sehr zeitaufwendiges Hobby habe, dass ich allerdings nicht vormittags oder nachts ausüben kann und aus diesem Grund gern schon nachmittags zu Hause wäre, dafür natürlich aber auch kein Problem habe zeitig anzufangen.

Was von vornherein nicht in Frage kommt, sind handwerkliche und technische Berufe, da ich auf dem Gebiet total unbegabt bin.

Bitte nur hilfreiche Antworten, also nicht: "Schraube deine Ansprüche zurück", sowas hilft mir nicht weiter. :)

Dankeschön!

Antwort
von sozialtusi, 59

Du sucht Deine Ausbildung nach Deinem Hobby aus? Wenn Du nicht gleich dein Hobby zum Beruf machst  (warum eigentlich nicht?), wird das insofern problematisch., dass Du wenig Mitspracherecht bei Deinen Arbeitszeiten hast, wenn Du nicht gerade eine Teilzeitausbildung machst.

Bäcker fangen früh an und hören zeitig wieder auf. Ansonsten musst Du halt immer mal mit allgemeinen Bürozeiten rechnen und kannst auch nicht immer als Erste gehen.

Schule kommt ja auch ein bis zwei Mal pro Woche dazu und wenn Du volljährig bist, musst du danach noch in den Betrieb. Dazu kommt das Lernen für die SChule.

Ich begleite seit Jahren Azubis und die allermeisten fahren ihre Hobbys ganz weit zurück. Ausbildung ist Vollzeit-Engagement plus Lernzeit.

Antwort
von BarbaraAndree, 69

Die Auswahl deiner Berufsausbildung musst du schon selber festlegen und wenn du schon weißt, dass technische Berufe nicht infrage kommen, dann bewirbe dich als Bürokaufmann etc. Ich arbeite bei der einer Universität und ich erinnere mich noch, dass die Auszubildenden auch eine zeitlang in die Gleitzeit mit aufgenommen wurde. Das hat sich aber als unpraktisch wegen der Berufsschulzeiten herausgestellt. Du wirst dich IMMER den Arbeitszeiten eines Betriebes anpassen müssen und niemand wird Rücksicht auf dein Hobby nehmen. Nicht ein Betrieb muss sich auf dich einstellen, sondern du auf den Betrieb. So ist das. Du solltest überlegen, wie du beides unter einen Hut bringst.

Antwort
von lenzing42, 37

Eine Ausbildung mit Gleitzeit hat den Nachteil, dass du auf die Arbeitszeiten der Ausbilder Rücksicht nehmen musst, denn die Ausbilder sollten während deiner Arbeitszeit schon anwesend sein.

Eine andere Möglichkeit zeigt der § 8 des Berufsbildungsgesetzes auf(BBiG), nämlich die Ausbildung in Teilzeit:

1) Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und

Ausbildenden hat die zuständige Stelle die Ausbildungszeit zu kürzen,

wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit

erreicht wird. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf

die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit richten

(Teilzeitberufsausbildung).

(2) In

Ausnahmefällen kann die zuständige Stelle auf Antrag Auszubildender die

Ausbildungszeit verlängern, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um

das Ausbildungsziel zu erreichen. Vor der Entscheidung nach Satz 1 sind

die Ausbildenden zu hören.

(3) Für die

Entscheidung über die Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeit

kann der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung

Richtlinien erlassen.

Antwort
von SimonG30, 54

Als Auszubildender bist Du selten bereits so unabhängig in der Ausübung Deiner Aufgaben, dass Du Deine Arbeitszeit selbst einteilen kannst oder darfst.

Selbst wenn Dein Ausbildungsbetrieb ein recht flexibles Arbeitszeitmodell hast, musst Du Dich z.B. an der Anwesenheit Deiner Ausbilder oder Anleiter orientieren. Denn ansonsten können diese Dich ja nicht anleiten oder Dir was beibringen.

Dann ist da noch das Problem mit der Anzahl an Arbeitsstunden. Irgendwie musst Du diese ja zusammen bekommen. Bei 40 Arbeitsstunden &  einer 5 Tage - Woche ist es schwer möglich sich mehr wie einen freien Nachmittag zu erarbeiten.

Viele Mitarbeiter bei Behörden & Verwaltungen haben z.B. am Freitag nachmittag frei, nur diese Stunden müssen sie im Vorfeld irgendwie erarbeitet haben. Bedeutet oft: man bleibt 4 Tage die Woche eine 3/4 Stunde länger, damit man einen Nachmittag frei hat.

Oder Du suchst Dir eine Ausbildung mit regelmäßiger Wochenend-Arbeit, z.B. im Bereich Hotel oder Gastronomie.

Kommentar von Schneehase101 ,

Naja ich meine mit freien Nachmittagen, dass man halt zeitig anfängt mit arbeiten (also gegen 7-8) und dementsprechend natürlich auch zeitiger aufhört.

Kommentar von SimonG30 ,

selbst wenn Du um 7 Uhr anfängst, bist Du bis ca 16 Uhr im Betrieb: 8 Stunden Arbeitszeit & meist 1 Stunde Pause, je nachdem wie alt Du bist & wie die Vorgaben sind.

Dazu kommt dann noch die Fahrtzeit zur Ausbildungsstelle. Dann bist Du auch nicht unbedingt viel vor 17 Uhr zu Hause...

Antwort
von nixawissa, 40

Ja- mein Lieber -  Lehrjahre waren noch nie Herrenjahre - wessen Brot Du isst, dessen Lied musst Du auch singen! Ich hab mit 14 meine Lehre angefangen von morgens 8 bis mittags um 16 Uhr, das heißt erst mal 8 km mit dem Fahrrad morgens um 7 und meistens war ich erst 17 Uhr und oft viel später wieder zu Hause! Die Ausbildung solltest Du zum Hobby machen, weil die für Dein ganzes Leben wichtig ist!

Antwort
von Doktorfruehling, 41

Mach dich doch mir deinem Hobby glücklich und versuche eine berufliche Zukunft zu verknüpfen

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