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Ausbildung Rettunshibschrauber

Frage von Riot95 Riot95

Hey, ich finde iwie im Internet nicht wirklich viel darüber raus, wie die Ausbildung als Rettungsassistent z.B. auf dem SAR aussieht....kann man da direkt die ausbildung machen? oder muss man vorher eine normale ausbildung zum rettungsassistenten gemacht haben? beim SAR ist das doch nochmal besonders, weil er von der Bundeswehr besezt wird oder? wenn ja mit zivilpersonen oder muss man zeitsoldat sein??

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Antworten (3)

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    Antwort von baertl baertl

    Als Sani auf dem zivilen Rettungshubschrauber braucht man

    1. eine Ausbildung als Rettungsassistent
    2. eine erfolgreiche Bewerbung bei einem Durchführenden der Luftrettung, hierzu wird in der Regel Berufserfahrung im bodengebundenen Rettungsdienst und eine gewisse körperliche Eignung (Größe, Gewicht) vorausgesetzt
    3. den Lehrgang zum "Helicopter Emergency Medical Service-Crewmember" (HEMS-Crewmember).

    Schritt 3 vor 2 zu machen (auf eigene Kosten) bringt nicht viel, da die Betreiber ihre Leute lieber selbst zum HEMS-Crewmember ausbilden.

    In der militärischen Luftrettung werden Soldaten eingesetzt (Zeit- und Berufssoldaten). Die Ausbildung ist unterschiedlich, je nach Mitverwendung im zivilen Rettungsdienst oder nur im rein-militärischen:

    • die medizinische Anforderung ist recht hoch, wenn das Rettungsmittel auch im zivilen Rettungsdienst eingesetzt wird (dann Rettungsassistent und HEMS-Crewmember, wie oben).
    • Auf einem rein militärischen Rettungsmittel reichte früher auch mal der Rettungssanitäter, da das präklinische Personal der Bundeswehr aber mittlerweile auch zum Rettungsassistenten ausgebildet wird, wird das vermutlich mittlerweile auch bei rein militärischen Rettungsmitteln der Fall sein. Zum Einsatz in Konfliktgebieten kommt es aber weniger auf die medizinische Versorgung an als auf die Fähigkeit unter Kampfbedingungen Verletzte schnell und sicher rauszuholen ("MEDEVAC", medical evacuation). Hier steht deshalb auch für den Sani die militärische Ausbildung im Vordergrund.

    Um vielleicht mit einem Mißverständnis aufzuräumen: "SAR" ist nichts weltbewegend Besonderes, das ist ein Begriff aus internationalen Abkommen zum Flugbetrieb, in dem jedes Land, das dem Abkommen beigetreten ist, einen SAR-Dienst zum Auffinden von Luftfahrzeugunfallorten betreiben muss, dazu dienen auch zivile Rettungsmittel, z.B. Schiffe der DGzRS. Im englischsprachigen Raum wird der Begriff "SAR" etwas weitergefasst verstanden, dort versteht man eigentlich alles, was nur ein bisschen mit "Outdoor-Rettung" zu tun hat, als "Search and Rescue". Ein SAR-dog ist also auch nur ein normaler Suchhund. Wobei die Outdoor-Gebiete in USA oder Australien durchaus eine militär-ähnliche Survival-Grundausbildung für den Hilfseinsatz erfordern. Das ist mit deutschen Verhältnissen natürlich nicht vergleichbar. SAR wird bei uns deshalb auch im strengen Wortsinne der internationalen Regelung benutzt und ein dementsprechender Einsatz ist extrem selten. Da ist hierzulande jede Dorffeuerwehr schneller vor Ort...

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    Antwort von artiranmor artiranmor

    SAR wird - wie beschrieben - in Deutschland durch die Bundeswehr besetzt, da eben im Aufgabenspektrum der Bundeswehr liegend als hoheitlicher Auftrag. Die Stellen sind für Zeit- / Berufssoldaten vorgesehen, sie sind rar und heiß umkämpft da als attraktiv angesehen. Als Voraussetzung dient die Qualifikation als Luftrettungsmeister, das ist eine Art Rettungsassistent, der mindestens Rettungsassistent, eher Lehrrettungsassistent mit ausreichender Berufserfahrung ist und weitere qualifizierende Merkmale / Lehrgänge aufweisen kann.

    Man darf sich klar darüber sein, das dieser in Deutschland im Regelfall eher behäbige Beruf (SAR dank hoher Luftverkehrssicherheit eher selten gefordert, Nebentätigkeiten in der Luftrettung wie Andere eben auch) auch fordernde Einsätze in Krisen- / Konfliktgebieten mit sich bringt, das hierbei monatelange Trennung von Heim und Familie zu erwarten sind bei erhöhtem Risiko für Leib und Leben - Hubschrauber sind lohnende Ziele und daher Kugelmagneten für Gotteskrieger oder andere Kräfte die in den kommenden Jahren als Gegner ausgemacht werden. Die Bundeswehr wird ja nicht verlegt, weil in den Einsatzgebieten friedliche Sonnenscheinstimmung ist, sondern weil Konflikte eingedämmt oder eine Region stabilisiert werden soll.

    Auch ist klar, das die körperlichen Anforderungen (Wehrfliegerverwendungsfähigkeit) nicht ewig erfüllt werden können und das man dann in der Regel als eben normaler Rettungsassistent oder in Truppenverwendung weiter seinen Dienst verrichtet.

    Hier eine Seite, auf der nach vergleichbarer Fragestellung sehr viele detaillierte Informationen zusammengeführt sind:

    http://www.soldatentreff.de/st_alt/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&a...

    Viel Weisheit bei der Entscheidungsfindung und viel Glück für die Konsequenzen hieraus !!!

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    Antwort von drhouse1992 drhouse1992

    Es kommt drauf an. SAR Hubschrauber sind in der Regel Bundeswehrmaschinen vom Typ Bell UH 1D oder Sea King. Demzufolge besteht auch die Besatzung aus Soldaten, ganz klar. Normalerweise ist es so, dass der Rettungssanitäter ein Unteroffizier ist, der mindestens den Dienstgrad "Feldwebel" hat.

    Wenn du also als Sani auf eine SAR Maschine gesetzt werden willst (was generell sehr schwierig ist), musst du eine Ausbildung zum Rettungssanitäter haben. Diese Ausbildung kannst du zivil machen (u.a. auch als Zivilist bei der Bundeswehr) und dich danach als Soldat verpflichten. Allerdings kannst du dich auch direkt bei der Bundeswehr verpflichten und als Soldat deine Ausbildung zum Rettungssanitäter machen. Du hast aber in keinem Fall die Garantie, dass du zu einer Hubschrauberbesatzung eingeteilt wirst. Diese Stellen sind sehr begehrt und daher selten frei...

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