Frage von aannaa0101, 12

Ausbildung Psychologe (Schweiz oder Deutschland)?

Hallo, ich mache ein Vortrag über den Beruf Psychologe. Ich hab eine Frage:  Man macht ja ein Studium in einer Uni, wenn man den Master hat, ist man offiziel Psychologe.  MUSS man sich weiterbilden wenn man einfach Erwachsenen Menschen helfen will, und kein Kinderpsychologe oder Verkehrpsychologe usw werden will. Mir ist schon klar dass wenn man Verkehrspsychologe werden will, sich weiterbilden muss. Ich brauche eure Hilfe! Ich hoffe dass man sich nicht weiterbilden muss.

Antwort
von schloh80, 8

Erstens ist Psychologe kein Beruf, sondern eine allg.
Berufsbezeichnung, mit der grundsätzlich über 200 Berufe ausgeübt werden
können. Und ja, fast alle setzte ein postgraduales Training voraus, sei
es als Trainee, in Form einer Weiterbildung oder sogar einer Ausbildung
oder eines weiteren Studiums.

Das Studium der Psychologie ist lediglich eine wissenschaftliche Berufsvorbildung.

Mit Helfen haben allenfalls eine Handvoll Berufe etwas zu tun. Gerde
in diesen Bereichen ist ein weiteres Studium oder zumindest eine
Ausbildung erforderlich, da das Studium der Psychologie wie gesagt "nur"
eine mathematisch-naturwissenschaftliche Berufsvorbildung (böse Stimmen
sagen sogar, nur für ein Promotionsstudium) liefert.

Wer Helfen möchte, also im gesamten Spektrum der psychozialen
Beratung und Krisenhilfe tätig sein möchte, der studiert am besten
Soziale Arbeit. Auch hier ist aber Weiterbildung ein Muss, ggf, wenn es
in den heilkundlichen Bereich geht, auch eine Ausbildung.

Wer schon weiß, dass er ausschließlich heilkundlich als
Psychotherapeut tätig sein möchte, der sollte besser den direkten Weg
wählen, also über das Medizinstudium mit anschließender Weirebildung zu
einem der psychotherapeutischen Fachärzte (Psychiater, Psychosomatiker,
Kinder- und Jugendpsychiater).

Antwort
von Seanna, 7

Ja. Man braucht eine Ausbildung in verhaltens- tiefenpsychologischer oder analytischer Psychotherapie.

Diese ist selbst zu zahlen und sehr teuer und dauert mindestens 3 Jahre (VT Vollzeit), meistens aber mindestens 5 Jahre (VT Teilzeit) weil man ja auch Geld verdienen muss um von etwas zu leben.

Analyse dauert sogar noch länger.

Incl Studium also mindestens 10 Jahre.

Das nennt sich dann Psychologischer Psychotherapeut wenn man fertig ist.

Antwort
von Barney123, 3

Hallo anna,

Bei einem Studium ist es immer so, dass sich jeder in das Fachgebiet, in dem er arbeiten wird zuerst noch einarbeiten muss. Das hat verschiedene Gründe: Zum Einen ist ein Studium dafür angelegt, verschiedene Fertigkeiten zu lernen: wissenschaftliches arbeiten, sich selbstständig Informationen erarbeiten und einen allgemeinen überblick über ein größeres Fachgebiet zu verschaffen, damit ein Verständnis der Zusammenhänge überhaupt erst möglich wird. Das sind die Basics. Dann kommt hinzu, dass sich Heute vieles sehr schnell ändert, dass Wissen der Menschheit sich sehr schnell vermehrt. Vieles, was in manchen Fachgebieten während des Studiums gelernt wird, wird erweitert, Neue Erkenntnisse erfordern neue Lösungen oder machen diese möglich. Das wird Fortschritt genannt. Schau mal wie schnell Dein Handy veraltet! Das bedeutet, jemand, der studiert hat, muss sich ständig weiterbilden, um am Ball zu bleiben!

Und dann ist die Vorstellung völlig falsch, zu glauben, wer studiert hat, weiss alles von seinem Fachgebiet. Das ist Unsinn! Jeder, der studiert hat, muss sich in das spezielle Gebiet, auf dem er arbeiten wird erst einmal detailliert einarbeiten! Und das gilt natürlich auvh für Psychologen. Im Detail bedeutet das: Wenn jemand Psychologie studiert hat, dann muss er, wenn er als Psychologischer Psychotherapeut arbeiten will, eine Zusatzausbildung machen, wo er lernt, wie bestimmte Psychische Probleme behandelt werden. Damit kann so jemand/jemandin aber noch lange nicht alle Störungen behandeln! Je nach Problemstellung gibt es unterschiedliche Behandlungskonzepte, oft auch als "Schule" bezeichnet, die für die eine oder andere Problemstellung besonders geeignet ist. Bei manchen Problemen, z.B. Borderline werden die Therapiemöglichkeiten gerade weiterentwickelt, die waren bis vor kurzem nur sehr schwer bis gar nicht behandelbar. usw.usw.usw.....

Du siehst also, ohne permanente Weiterbildung geht es auf keinen Fall!

LG

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