Ausbildung öffentlicher Dienst - VfA/mittlerer Dienst?

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6 Antworten

Ich mache derzeit auch bei einer Landkreisverwaltung die Ausbildung zum VfA. Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten unterscheidet sich inhaltlich kaum zum mittleren Dienst.

Jedoch ist die Laufbahnausbildung im mD keine richtige Ausbildung im Sinne des Gesetzes und geht auch nur zwei Jahre. Die Ausbildung zum VfA hingegen drei Jahre.

Im mD bist du Beamter auf Widerruf (sprich: Beamtenanwärter). Als VfA bist du ganz normaler Angestellter im öffentlichen Dienst.

Welcher sinnvoller ist? Eher schwierig zu sagen. Bei unserer Landkreisverwaltung ist es so, dass mittlerweile jedes Jahr sieben VfA zur Ausbildung eingestellt werden, im mD jedoch nur eine Person.

Dies hat u. a. den Grund, dass unsere Landkreisverwaltung den mittleren Dienst kaum noch fördert. Nach der Laufbahnausbildung ist es bei uns sehr unwahrscheinlich, dass man eine Stelle als Beamter im mD bekommt. Mittlerweile werden Stellen von Beamten im mittleren Dienst, die aus irgendwelchen Gründen austreten, meist auch mit Angestellten besetzt. Wie andere Behörden das regeln, kann ich leider nicht sagen.

Aber dennoch kann man die Ausbildung z. B. machen und später sich woanders eine Stelle im mD suchen. 

Die Aufgaben die nach der Ausbildung wahrgenommen werden sind größtenteils gleich.

Grundsätzlich würde ich persönlich die Beamtenlaufbahn vorziehen, denn du bist nun mal Beamter und musst z. B. keine Sozialversicherungen bezahlen (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung usw.). Du musst halt deine private Krankenversicherung zahlen, Lohnsteuer und den Rest was üblich ist. (Weniger Bruttogehalt, dafür bleibt mehr Nettogehalt übrig).

Später ist es auch so, dass wenn ein VfA z. B. eine vergleichbare Entgeltgruppe wie die Besoldung eines Beamten im mD hat, der Beamte mehr verdient (u.a. aus o. g. Gründen - Brutto/Netto).

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Justizsekretär empfehl ich dir! Anspruchsvoll, Abwechslungsreich und du lernst viel wichtiges auch für dich selbst! Danach sind auch noch Haufen Weiterbildungen und Aufstiege möglich.

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Kommentar von Hakate
13.09.2016, 23:32

Habe bisher tatsächlich nur an Kommunen/Städte und Landesverwaltungen gedacht, weniger an Gerichte, danke für den Tipp. :)

Da wäre die Frage ja auch übertragbar.
Wie würde der Sekretär denn zum Justizfachangestellten stehen?

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Hallöle,
Ich habe meine Ausbildung von 2010 bis 2012
absolviert und arbeite seitdem im Polizeibereich (Bürosachbearbeitung,
Verwaltung, mittlerer Dienst).
Es hat viele Vorteile im öffentlichen
Dienst zu sein, aber eben auch Nachteile. Ich hab hin und wieder doch
das Gefühl, dass man nicht gefördert und gefordert wird - leider. Viele
versauern auf einer Stelle, weil eben nichts Neues frei wird. Viele
müssen in eine andere Behörde wechseln, weil Studiengänge nicht
anerkannt werden, sodass sie in den gehobenen Dienst gehen können.
Vorteile sind natürlich die pünktliche und angemessene Zahlung, die
Arbeitszeiten und der Urlaubsanspruch. Einem wird hier größtenteils viel
Freiraum gelassen, sich die Zeit so einzuteilen, dass Familie und
Arbeit immer unter einen Hut zu bekommen sind.
Nachteil ist ganz
klar, dass man gebremst wird. Vieles unterliegt nicht deiner
Berechtigung, obwohl du ganz genau weißt, dass du es locker hinbekommen
würdest. Dafür sind aber die "höheren Tiere" da, die sich sonst nur die
Eier schaukeln... Sorry für diese Ausdrucksweise.
Es ist sehr
schwer, im mittleren Dienst tatsächlich Anerkennung für deine geleistete
Arbeit zu bekommen und dementsprechend weiter zu kommen.
Gehaltserhöhungen sind in dem Sinne vorhanden - nicht verhandelbar -
sondern durch Tarifverträge und Erfahrungsstufen definiert.
Ich denke, man kann im öD viel erreichen, wenn man viel viel Glück hat... man kann aber auch dolle hinfallen damit.

Dir viel Glück ;)

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Also ich bin zurzeit in der Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im 2. Lehrjahr bei einer Kreisverwaltung. Bin echt zufrieden, dass ich mich damals für die Verwaltung entschieden habe. Nicht nur die Arbeitszeiten und der Lohn sind vorteilhaft, viel wichtiger ist der Spaß an dieser Tätigkeit. Ich habe lediglich einen Realschulabschluss, aber komme trotzdem mit allem gut klar.

Zwar muss man in der Schule ziemlich gut aufpassen, um mit dem Stoff klarzukommen, aber das ist ja nicht nur bei diesem Beruf so.

Alles in einem kann ich den Beruf nur echt jedem empfehlen der gerne Spaß an Bürotätigkeiten hat. Er ist gerade in der öffentlichen Verwaltung sehr vielfältig.

Bei Fragen kannst du mir gerne schreiben :)

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Kommentar von lovelystar
14.09.2016, 15:14

Bei dir hört sich das alles gut an :)

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Kommentar von Hakate
14.09.2016, 16:23

Danke für deine bisherigen Erfahrungen und das Angebot.

Durch eigene Recherche und die anderen Antworten, ist aber erstmal nichts weiteres unklar.^^ 

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Beide Berufe haben geringe Vorteile und Nachteile.

Vfa schließen in den Abschlussprüfungen durchschnittlich besser ab, da die Beamten den selben Lehrstoff aber nur 2 Jahre Zeit haben. Dafür ist man als Beamter schneller durch. Aber haben Beamte haben mehr Wochenstunden zu leisten.

Wertiger ist keiner von beiden, weil es im Grunde der gleiche Beruf ist. Nur hat einer eben den Beamtenstatus, den ich persönlich überbewertet finde. Man sagt immer, man soll Beamter werden, weil es ein sicherer Job ist. Da es generell in den Verwaltungen im öffentlichen Dienst aber keine betrieblichen Entlassungen gibt wie in der freien Wirtschaft, ist das so gut wie gehopst wie gesprungen.

Gesucht/gebraucht ist eher der Angestellte, weil die Zahl der Beamten zurückgefahren wird. Das kann einem aber auch egal sein, wenn man eine Beamtenstelle gefunden hat.

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Welche beiden Berufe meinst du denn?

Ich finde nur einen und zwar den Verwaltungs(fach)angestellten!

Wo ist denn der 2. Beruf versteckt!

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Kommentar von Hakate
14.09.2016, 02:12

Der zweite Posten ist der mittlere nicht-technische Verwaltungsdienst.


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