Frage von s3bkun, 33

Ausbildung innerhalb des Betriebs wechseln?

Guten morgen zusammen,

derzeit befinde ich mich im 2. Lehrjahr in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK in einen mit ca. 16 Mann starken Betrieb (Bürokräfte mit eingeschlossen). Leider bin ich an einer Angsterkrankung erkrankt. Habe gerade 10 Wochen Tagesklinik hinter mir, doch fällt es mir zunehmend schwerer zum Kunden bzw. zur Baustelle raus zu fahren. Im Moment quäle ich mich sehr, schließlich will ich meinen Job ja nicht verlieren. Aber ich habe Angst dass mir das ganze Quälen nicht gut tut und es meine Situation noch verschlimmert. Daher habr ich überlegt meinen Chef zu fragen ob er mich nicht kaufmännisch im Büro ausbilden kann. Dies wollte ich aber erst wenn ich mich etwas informiert habe. Daher wollte ich hier fragen ob dies einfach ao möglich ist bzw. ob mir meine 1,5 Jahre irgendwie angerechnet werden können. Und ob mein Chef überhaupt berechtigt ist kaufmännisch auszubilden.

Antwort
von conelke, 10

Sehe das genauso wie Kirinchen. Es hilft Dir nicht wirklich, etwas Neues zu beginnen, in der Hoffnung, dass Du dem Unerwünschten damit aus dem Weg gehen kannst. Du musst Dein Problem schon an der Wurzel packen. Im kfm. Bereich können auch Dinge auf Dich zukommen, die Dir nicht behagen. Ob Dein Chef auch kaufmännisch ausbilden kann, musst Du selbst in Erahrung bringen, ob Dir etwas angerechnet wird, mag ich zu bezweifeln, da das ja eine völlig neue Richtung wäre, mit anderen Inhalten. Du solltest erst mal mit Deinem Psychologen über dieses Problem reden, bevor Du irgendwelche voreiligen Schritte unternimmst.

Antwort
von DODOsBACK, 5

Wegrennen ist meist keine Lösung! Auch im Büro gibt es Kundenkontakte und andere potenzielle Angstauslöser! Deine Angst wird sich einfach neue "Quellen" suchen, wenn du ihr die "alten" wegnimmst!

Außerdem: hast du wirklich Lust, die nächsten 40, 50 Jahre im Büro zu verbringen? Spontane Notlösungen bereut man schnell!

Wenn du wechselst, könnte man dir möglicherweise ein paar "Grundlagen" anrechnen, wahrscheinlich aber so gut wie gar nichts, maximal ein halbes Jahr. Außerdem hast du durch deine Krankheit auch eine Menge Zeit verloren...

Wozu dein Chef/ der Betrieb berechtigt ist, kann dir hier keiner sagen. Das musst du dort nachfragen.

Sprich mit deinem Therapeuten (wenn du einen hast) oder mit einer Selbsthilfegruppe (die gibt es überall!). Überleg dir, wie es weitergehen könnte. Bitte jemanden, mit dir zusammen zu deinem Chef zu gehen und die Situation gemeinsam durchzusprechen.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, deinen "Kundenkontakt" ein bisschen runterzufahren, indem die Kollegen das Reden übernehmen und du dich nur ums "Fachliche" kümmerst? Oder du kannst öfter mal in der Firma bleiben und dort arbeiten. Oder man verlängert deine Ausbildung und fährt die Stunden (vorübergehend) runter...

Tatsache ist jedenfalls, dass "die Angst vor der Angst" bei deiner Kankheit sehr viel schlimmer ist als die ursprünglichen Auslöser! Du bist ihr aber nicht hilflos ausgeliefert!

Neben Atemtechniken und Entspannungsübungen kann es helfen, Situationen immer wieder durchzuspielen. Auch "Notfallpläne" können helfen! Wenn deine Kollegen Bescheid wissen, musst du dir keine Gedanken mehr darüber machen, wie sie reagieren werden.

Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dich deinen Ängsten zu stellen und sie auszuhalten! Panikattacken gehen vorbei! Und je öfter du das erlebst, desto gelassener kannst du damit umgehen.

Hol dir Hilfe und fang an zu kämpfen! Es lohnt sich!

Antwort
von Kirinchen, 12

Ich empfehle Dir an Deiner Angsterkrankung mithilfe von Therapeuten zu arbeiten. Vermeide-Taktiken helfem Dir langfristig nicht wirklich weiter.

Kommentar von s3bkun ,

Danke für deine Antwort. Daran zu arbeiten bin ich mehr als bereit. Nur leider ist es hier im Ruhrgebiet sehr schwer einen Therapeuten zu finden. Stehe bei unzähligen auf der Warteliste. Deshalb hatte ich mich ja dazu entschlossen die Tagesklinik zu machen. Vermeiden tue ich ja im Moment auch nicht mehr. Dennoch fällt mir das Rausfahren sehr schwer. Oft werde ich dabei von meinen Ängsten überrannt und bin total unkonzentriert. Das macht die ganze Sache ja nicht besser wenn ich andauernd Fehler mache und ich meine Kollegen von der Arbeit abhalte weil sie sich Sorgen um mich machen.

Antwort
von robi187, 15

das weiß nur dein chef? aber wenn er einen kaufmann ausbilden wollte hätte er wohl einen? und anrechnen geht wohl selten? oder nur innerhalb des kaufmännischen bereiches?

rede mit deinem arzt? dann gibt es ausbidlungsberater in den kammer und vertauenslehrer in den schulen?

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