Frage von DJCherryPIE, 41

Ausbildung haben, um Ausbildung machen zu können?

Ja, der Titel ist verwirend, doch mir geht es genau so wie euch im Moment.

Meine Lage sieht so aus; Ich möchte nächstes Jahr eine Ausbildung zur Erzieherin machen und habe mich über die Voraussetzungen informiert.

Da heißt es: Fachoberschulreife und abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder abgeschlossene nichteinschlägige Berufsausbildung und eine für die Zielrichtung der Fachrichtung förderliche Tätigkeit oder Fachhochschulreife bzw. die Hochschulreife und eine für die Zielrichtung der Fachrichtung förderliche Tätigkeit.

Ich habe den schulischen Teil der Fachhochschulreife bereits, da ich die 12. Klasse erfolgreich und gut genug bestanden habe. Nun fehlt mir aber der praktische Teil, der so aussieht, dass ich entweder ne Ausbildung machen soll oder 4 Jahre irgendwas gemacht haben soll (Praktika und sowas).

Entscheiden würde ich mich ja für die Ausbildung, um ein Fachabi komplett zu haben, aber wie es in den Voraussetzungen heißt: ''Um Erzieher zu lernen, muss man 'ne Ausbildung gemacht haben''. Und das ergibt nicht gerade Sinn in meinen Augen...

Wenn ich jetzt 'ne Ausbildung in einem sozialen Beruf z.B anfange, die aber nicht unbedingt was mit Kindern zu tun haben wird, müsste ich ja sozusagen umschulen, wenn ich mein eigentliches Ziel, nämlich Ausbildung zur Kindergärtnerin, erreichen will.

Oder sehe ich da was falsch. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich hab Angst, ich bin danach arbeitslos, weil ich einfach nichts bekomme. Und meinen Traumberuf will ich nur ungern aufgeben, nur um irgendwo anders Geld zu veridenen.

Antwort
von FataMorgana2010, 15

Das Problem bei der Erzieherausbildung ist, dass das landesrechtlich geregelt ist, es ist also von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, welche Voraussetzungen man erfüllen muss. 

Die meisten machen vorher eine Ausbildung z. B. als Kinderpflegerin oder als Sozialassistentin (wie gesagt, was genau gebraucht wird, hängt vom Bundesland ab). Die Erzieherausbildung kommt dann in der Tat obendrauf. Als Sozialassistentin kannst du auch mit Kindern arbeiten, du verlierst also keineswegs die Richtung aus dem Blick. 

An manchen Einrichtungen gibt es z. B. die Möglichkeit, mit der Fachhochschulreife gleich in das zweite Lehrjahr der Sozialassistenten einzusteigen - dann hast du nach einem Jahr die Zugangsberechtigung zur Erzieherausbildung. 

Aber wie gesagt - von Bundesland zu Bundesland verschieden, von Schule zu Schule auch. 

Kommentar von DJCherryPIE ,

Also wohnen tu' ich in Brandenburg. Und scheinbar ist der Weg der Erzieherin wirklich etwas komplizierter als gedacht. Gibt es da nen Grund, warum man zuerst keine Ahnung wie viele Jahre irgendeine Berufserfahrung braucht, um erst in die Lehre gehen zu können?

Kommentar von FataMorgana2010 ,

Die Erzieherausbildung ist halt so ein Zwitterding zwischen Ausbildung und Studium. In den meisten anderen Ländern ist das ganz einfach ein Studium, da werden Erzieher genauso intensiv ausgebildet wie Grundschullehrer - dafür braucht man dann aber auch ein Abitur (bzw. den entsprechenden Abschluss). In Deutschland kann man ohne Hochschulzugang Erzieherin werden, da wird mehr Wert auf die praktische Seite gelegt. Also: Mehr als eine normale duale Ausbildung, aber nicht ganz so viel wie ein Studium. Und das wirkt sich eben schon beim Zugang zur Ausbildung aus. 

Antwort
von Jekanadar, 13

Die Voraussetzungen sind nicht einheitlich geregelt. Aus welchem Bundesland kommst du?

Kommentar von DJCherryPIE ,

Brandenburg :>

Kommentar von Jekanadar ,

Da scheint es einige Möglichkeiten zu geben. Auch als Quereinsteiger. Lass dich am besten im BIZ beraten. Evtl. wird ja auch ein FSJ anerkannt.

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