Frage von Teichmolch, 21

Ausbildung bei Gericht trotz Vorgeschichte?

Ich habe selbst vor einem Jahr vor Gericht gestanden. Ich habe meine Strafe verbüßt. Einen Eintrag im Führungszeugnis gibt es nicht, weil ich noch nicht 18 Jahre war. Für mich gehört die Sache zur Vergangenheit. Jetzt würde ich gerne Justizfachangestellte werden. Lohnt sich eine Bewerbung überhaupt? Ich meine, die brauchen ja nur in ihren PC zu schauen... Sollte ich im Anschreiben direkt in die Offensive gehen?

Antwort
von maki0, 20

Ja lohnt sich. Die Angestellten dort DÜRFEN NICHT einfach so nachschauen, ob da mal "was war", auch bei Bewerbern nicht, da spreche ich aus Erfahrung ;)
Wenn in deinem Führungszeugnis (wirst du abgeben müssen, spätestens nach einem Bewerbungsgespräch) kein Eintrag ist, spricht absolut nichts dagegen.

Achja.. Erwähne das bloß nicht im Anschreiben!

Kommentar von Teichmolch ,

Ok, danke! Wenn ich meine Vorgeschichte nicht erwähne, fällt mir nur sehr wenig zu meiner Motivation ein! Mich hat die ganze Sache dort sehr fasziniert und neugierig gemacht. Was soll ich jetzt schreiben, warum ich diesen Beruf erlernen möchte?

Kommentar von maki0 ,

Puh, schwierige Situation. Ich persönlich denke nicht, dass die Geschichte gut ankommt. Schreib einfach, dass dich der Beruf und das Justizwesen im Allgemeinen sehr interessieren usw.
Es gibt übrigens auch öffentliche Verhandlungen, bei denen du dich einfach in den Gerichtssaal setzen kannst und zuschauen darfst. Kannst ja sagen, dass dich das begeistert hat etc.
Oft zählen aber sowieso nur die Ergebnisse von Einstellungstests (falls das Gericht bei dir das auch so macht), dann ists im Prinzip völlig egal was (abgesehen von kriminellen Vorgeschichten) im Anschreiben steht.

Kommentar von Teichmolch ,

Vielen Dank! Du hast mir sehr geholfen. Ich glaube, ich hätte das jetzt versemmelt. :)

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