Frage von lamacorn9x, 102

Sollte man eine Ausbildung annehmen, die man eigentlich nicht möchte?

Hallo, und zwar habe war ich seit längerer Zeit Arbeitslos.. Jetzt habe ich die Chance auf eine Ausbildung in einer Lebensmittelfabrik. Ich kann mir eigentlich vorstellen dort zu Arbeiten. Aber das Problem ist, dass ich eine Soziale Phobie habe, und tierische Angst habe dort zu Arbeiten, weil dort eben sehr viele Mitarbeiter sind und ich mit allen Kontakt haben werde.. aber wenn ich mit den Gedanken weiter lebe. Werde ich weiterhin Arbeitslos bleiben :( Ich weiß garnicht mehr weiter was soll ich bloß tun? Ich war auch beim Psychologen aber er empfiehlt mir nur eine Gruppentherapie, also hat er mir keine Medikamente verschrieben.. Ich bin also auf mich alleingestellt.. Am liebsten würde ich einfach sterben. Also so schwer fällt es mir dort hin zu gehen und zu Arbeiten. Was kann ich machen? :(

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schoggi1, 40

Hallo,

Ich würde es einfach mal versuchen. Angst haben ist nicht schön. Kenne ich auch von anderen Bereichen. Aber gegen die Angst kannst du nur etwas tun wenn du dich ihr stellst. 

Ausserdem bist du dort nicht in einem Gefängnis und kannst jeder Zeit wieder aufhören (was zwar schade wäre) aber es wäre zumindest eine Option. 

Ich würde die Ausbildung auf jeden Fall annehmen. Du kannst dadurch nur gewinnen und nichts verlieren. Auch wenn es dich Überwindung kostet.

Ich wünsche dir viel Erfolg 

Antwort
von sandina, 47

Das kenne ich, ich hab auch eine soziale Phobie. Ich finde du solltest die Ausbildung annehmen auch wenn du Angst davor hast. Vielleicht wird deine Angst ja etwas weniger, wenn du dich ihr stellst und wenn die Personen dort nett sind.


Antwort
von alastina, 20

Du solltest wohl eine Therapie machen. Gehst du zu dem Psychologen noch? Falls nicht, versuche es erneut bei einem anderen (Verhaltenstherapie) um an deinen Ängsten zu arbeiten. Eine langfristige Lösung sehe ich für dich nämlich nicht darin, den Ausbildungsplatz abzulehnen.

Antwort
von fannumberone, 35

Vllt mal ins kalte Wasser springen und ausprobieren (du könntest dort neue Freunde treffen oder sieh es wie Schule) und wenn es dir da trotzdem nicht gefällt , dann kannst du dir eine neue Arbeitsstelle suchen! Aber also man sollte jede Chance nutzen und es könnte ja nicht so schlimm sein, wie du es dir vorgestellt hattest. Wer weiss möglicherweise verlierst du deine Angst und lernst nette Menschen kennen.

Antwort
von Sinea99, 19

Hallo, ich würde auf jeden Fall die Chance nutzen und du solltest  froh sein, dass du überhaupt einen Ausbildungsplatz hast. Du willst doch sicher nicht, dass du wegen deiner Sozialen Phobie ein Leben lang nicht mehr unter Menschen gehst, denn das ist ja kein Leben und da könntest du dann auch genau so gut  sterben.

Auch du kannst dein Problem in den Griff bekommen, aber nur, wenn du selber an dir arbeitest. Angst muss man mit der Angst konfrontieren und nicht davor davon laufen.  Das ist auch eine Kopfsache und du musst es wollen. Natürlich ist das nicht einfach, aber wenn du arbeitest, musst du dir immer einreden, wenn das Angstgefühl kommt, dass du das schaffst. Und du wirst es auch schaffen, wenn es auch viel Energie kostet und du abends oft total kaputt bist. Aber du wirst sehen, dass es sich lohnt und alles immer besser klappt. Also nimm allen Mut zusammen und kämpfe dich dadurch, auch wenn es dauert. Setze dir dieses Ziel, dann kannst auch du wieder irgendwann, ganz normal leben. 

Antwort
von DeKralle, 39

Also wenn du nich mit Menschen arbeiten willst oder kannst solltest du das nicht machen.. bei mir endete das ganze mit Schlafstörungen und Essensstörung, Dauer Kopfschmerzen und Stress. Dann habe ich mir etwas anderes gesucht.

Antwort
von baghera, 16

Ich war auch beim Psychologen aber er empfiehlt mir nur eine Gruppentherapie

 was heißt ´nur´? das ist das einzig richtige! gerade in der gruppe lernst du, wie du andere menschen an dich heranlassen oder wie du dich ihnen gegenüber verhalten kannst. du lernst, dich abzugrenzen, ohne gleich wegzulaufen, aber auch das stehenbleiben und zulassen. und das alles in einem geschützten raum, in dem dich niemand verurteilt, sondern alle wahrscheinlich das gleiche problem haben.

und im moment scheint es ja nicht so zu sein, dass du angst hast, sondern die angst hat dich. du räumst ihr einen größeren wert ein als dir selbst; sie darf bestimmen, was du tun darfst und was nicht; wie glück aussieht und wie unglück. du erlaubst ihr, dein leben so sehr auszufüllen, dass du dich an den rand desselben ´retten´ willst. aber ist das wirklich dein lebensentwurf? welche phantasien und wünsche kämen darin vor, wenn du diesen entwurf noch einmal schreiben dürftest?

ich kenne niemanden, der seine ängste ohne therapie wirkungsvoll bearbeiten und sie letztlich in die wüste schicken konnte. in der therapie musst du diesen weg nicht allein gehen, du hast ein geländer und kannst dir in verschiedenen techniken deine angst anschauen und dich im besten fall irgendwann von ihr verabschieden.

und parallel dazu versuchst du die ausbildung und kommst -langsam- immer besser im leben an. du musst ja keine ´rampensau´ werden, aber tot sein kannst du später noch lange genug.

ein psychologe verschreibt übrigens keine medikamente, das darf nur ein psychiater oder anderer facharzt. aber da würde ich jetzt nicht hindenken...

Antwort
von Ostsee1982, 33

Ein Psychologe verschreibt keine Medikamente und auch wenn dir ein Facharzt Psychopharmaka verschreibt sind das keine Problemlöser. So wie ich den Kontext verstehe hast du dich nicht um die Gruppentherapie bemüht so wie dir das angeraten wurde. Was soll dann besser werden wenn du nicht den Willen hast an dir zu arbeiten? Du musst selbst entscheiden was du aus deinem Leben machen willst. Daheim mit HartzIV sitzen bleiben, aus dem Fenster gucken und von einem schönen Leben träumen oder den Hintern hoch heben und etwas dafür tun.

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