Frage von NEORAXO, 57

Ausbildung abbrechen wegen Gründen?

Hallo.

Ich arbeite seit gut 6-7 Monaten in einem Unternehmen als Verkäufer. Seit dem ersten August dieses Jahres mache ich dort meine Ausbildung.

Doch in diesem Unternehmen läuft nichts so, wie es laufen sollte. Im ersten Monat, wo ich in diesem Unternehmen angefangen habe, habe ich mein Geld erst einen Monat später bekommen. Zu dem Zeitpunkt, wo ich den Ausbildungsvertrag unterschrieben habe, hat der Arbeitgeber sich um nichts gekümmert. In der Schule musste ich mich selbst anmelden und der IHK musste ich ebenfalls selbst mitteilen, dass ich eine Ausbildung dort mache.

Nun... jetzt mache ich seit 18 Tagen dort meine Ausbildung und muss vertraglich 8 Stunden am tag und 42 in der Woche arbeiten. Doch das Gegenteil ist der fall. Ich arbeite 60 Stunden in der Woche und 10 Stunden am Tag. Also eine 6 Tagewoche. Diese Woche habe ich mich wegen einer Margendarmgrippe krank gemeldet. Ich ging persönlich zum Chef. Der hatte mich (mit ernsten Ton) im laden vor Kunden gefragt, ob ich krank bin oder faules Fieber habe. Im Büro meinte er, würde es nach ihm gehen, wäre ich schon längst weg.

Jetzt mögen einige denken: Selber Schuld. Doch ich zeige vollen Einsatz und bemühe mich alles so schnell wie nur möglich zu erledigen.

Was kann ich tun? Ich möchte keinen Tag mehr dort sein. Doch wenn ich selber kündige, bekomme ich kein Geld...

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 18

Wende dich mit deinen Problemen an den Ausbildungsberater der IHK; da du dich dort selbst anmelden musstest, sollte dir die Adresse ja bekannt sein.

Frag bei der IHK aber ausdrücklich nach dem Ausbildungsberater, denn er ist dort der einzige, der sich um die Belange der Azubis kümmert.

Der sollte dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und dir weiterhelfen können.

Antwort
von DerTroll, 19

Du kannst dich ja mal bei anderen Unternehmen erkundigen und dort fragen, ob du dort die Ausbildung fortsetzen kannst bzw. dich bewerben. Nur wenn du eine feste Zusage hast, solltest du dein jetziges kündigen. Was du schreibst, ist übrigens zweigeteilt. Daß du dich selber in der Berufsschule und bei der IHK anmelden mußtest ist etwas, das man dir durchaus zumuten kann! Daß dein Geld nicht pünktlich kommt, ist ein Unding, aber so wie ich es verstanden habe, war es nur das erste mal und das ist ja inzwischen geklärt. Sollte man nicht zu hoch bewerten. Daß man auch mal mehr arbeitet, als das was die vereinbarte Arbeitszeit üblich ist, ist eigentlich auch normal. Es sollte nur nicht zur Regel werden. 10 Stunden am Tag ist das maximale, was der Gesetzgeber erlaubt. Dagegen kannst du dich nicht wehren. Wie der Chef mit dir und das auch noch in Gegenwart des Kunden geredet hat, da gebe ich dir recht, das war falsch. Aber nimm es einfach hin. Wenn du nicht wirklich etwas falsch machst, kann dir der Chef da gar nichts.

Kommentar von NEORAXO ,

Falsch. Eine Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden ist nur dann möglich, wenn mindestens 6 Monate zuvor eine Arbeitszeit von 8 Stunden durchschnittlich am Tag eingehalten wurden. Dies ist nicht der Fall! Zudem ist es in der Ausbildung nicht möglich, 60 Stunden in der Woche durchgehend zu halten.

Kommentar von DerTroll ,

erstens habe ich nicht von "mehr als 10 Stunden" gesprochen, sondern gesagt, daß es das ist, was das maximalzulässige ist. Daß es dafür bestimmte Bedingungen gibt, habe ich gar nicht thematisiert. Und um deine Aussage richtigzustellen. Mehr als 10 Stunden am Tag sind für Arbeitnehmer gar nicht zulässig, egal wieviel man davor oder danach frei hatte und hat.

Antwort
von Marcel89GE, 25

Mein Rat: Kündigen. Bist vermutlich noch in der Probezeit. Würde mir das nicht drei Jahre geben. Oder noch schlimmer: Dann irgendwann in der Mitte abbrechen. Das ist nur verschwendete Zeit.

Wenn dich später mal jemand fragt, warum du die Ausbildung nach zwei Wochen abgebrochen hast, sag dass die Probezeit beidseitig gilt. So wie ein Betrieb jemanden nach kurzer Zeit aussortieren darf, weil es nicht passt, ist es dem Arbeitnehmer ungenommen dies genauso zu tun. Fazit: Betrieb und Ausbildung entsprachen nicht deinen Vorstellungen. MEHR NICHT. Lästern oder alte Rechnungen begleicht man nicht vor fremden Unternehmen.

Antwort
von Mnedlock, 11

also wenn mann Krank ist soll mann nicht Zur Arbeit und bei Margendarm schon gar nicht im Verkauf der Chef ist einer der dich auf dem Kicker hat wo dich loswerden will weil es im nicht passt das du zu gut bist ich würde Kündingen weil Beleidigen lassen von Chef muss mann sich nicht und vor gar nicht wenn Kunden daneben stehen oder im Laden sind

Antwort
von nobytree2, 33

Wenn der Arbeitgeber sich nicht zu benehmen weiß, kann er ggf. mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht / mit einer Fachanwältin für Arbeitsrecht eingenordet werden.

Ich hatte auch eine Vorgesetzten, welcher mich beleidigt hat, nur weil ich wegen einem dringenden Arzttermin eine Stunde später kam. Ins CC hat er meinen Disziplinarvorgesetzten eingefügt, weil dieser ihn in diesem Mobbing unterstützt hat. Es war widerlich. Inzwischen habe ich gewechselt, Mobbing macht krank.

Irgendwann solltest Du daher wechseln, das aber mit dem JobCenter besprechen.

Antwort
von hugyou, 38

Bevor du kündigst solltest du schon einen neuen Arbeitsvertrag in der tasche haben. Vielleicht hilft ein GEspräch mit einem anwalt der auf arbeitsrecht spezialisiert ist. Ich wünsche duir viel erfolg!!!

Antwort
von ruckteschell, 16

Hallo NEORAXO, versuchen Sie herauszufinden,  ob es einen Betriebsrat bzw. eine Jugend-und Auszubildendenvertretung gibt. Natürlich,  ohne den Chef zu fragen! Fakt ist: der Chef hält das Jugendschutzgesetz nicht ein! Und Bloßstellen (Chef Sie vor Kunden) ist unlauter,  d.h. fehl am Platz. Sie können sofortige Änderung der Wochenarbeitszeit fordern, evt. mit Rückendeckung BR JAV IHK Berufsschule bzw. Gewerkschaft.  Sie sind kein Leibeigener! Manche Chefs fühlen sich dadurch provoziert und kündigen unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Bis zu deren Ende erhalten Sie Gehalt. 

Viel Erfolg!

Antwort
von grisu2101, 16

Tja, so traurig wie es ist, und da willst Du noch fast 3 Jahre bleiben ?

Azubi und Überstunden ? Der Laden ist ja echt armselig....
Und Du musstest Dich selber bei IHK und Berufschule anmelden ? Echt lachhaft.... Wer meldet Dich denn dann zur Prüfung an?

Was soll ich Dir jetzt nur raten....
Ich würde  da jedenfalls nicht bleiben und schnell was anderes suchen.


Antwort
von Glueckskeks01, 30

Berichte das mal so dem Jobcenter. Die machen in Härtefällen auch Ausnahmen. Das hört sich wirklich nicht sehr gut an. Viel Glück!

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