Frage von economie94, 40

Ausbildung abbrechen und studieren gehen?

Hallo, Ich bin noch immer am überlegen ob ich meine Ausbildung abbreche um studieren zu gehen. Hintergrund- Absolviere gerade eine verkürzte Ausbildung zur Industriekauffrau (also die Ausbildungsinhalte von 3 Jahren in 2 Jahren). Habe nun das 1+2 Jahr erfolgreich abgeschlossen (1,3). Im nächsten Jahr werde ich nur 4 Fächer (/Lernfelder) anstatt 9 Fächer (/Lernfelder) haben. Dabei fand" die ich die "stressigen" 1+2 Lehrjahre in einem Jahr schon relativ gemütlich. Habe mir insgesamt mehr erwartet( zu lernen, mehr tiefe, mehr Theorie etc.) Habe vor Berufsschullehramt zu studieren (Wirtschaftswissenschaft mit Niederländisch und ggs Informatik).... Daher benötigt man min. 12 Monate Praxis (oder eine Ausbildung, oder oder). Die Zeit habe ich nun voll und die Zeit wird mir angerechnet. Jetzt frage ich mich, da ich zunehmend unzufriedenerer werde, ob ich meine Ausbildung vorzeitig abbrechen und studieren gehe. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der abbricht aber ich habe das Gefühl, dass mir die Ausbildung nicht mehr viel bringt ( außer mich dann offiziell "Industriekauffrau" nennen zu dürfen). Habe keinerlei Interesse später in diesem Beruf zu arbeiten oder sonstiges, da ich wie gesagt, das Lehramt anstrebe.

Denkt ihr, dass diese Entscheidung später irgendwelche Konsequzen hätte? Würde ihr so etwas tun? Kennt ihr jemanden, der so eine Entscheidung getroffen hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rockylady, 36

ich würde es aus Prinzip beenden, da es eh nur noch 1 Jahr dauert und du dann wohl auch erst ab nächstes Jahr studieren kannst, falls die Fristen bereits abgelaufen sind. Du kannst aber versuchen dich noch einzuschreiben und wenn es funktioniert, dann wechsel eben. Denn Unzufriedenheit im Job ist nun auch nicht löblich. ;)

Kommentar von economie94 ,

Habe mich teilweise schon beworben... Daher warte ich sozusagen schon 😄 Hm, UnZufriedenheit wächst von Tag zu Tag..

Kommentar von rockylady ,

dann geh den Weg des Herzens, das ist immer der richtige, wenn auch nicht immer der sichere. Drücke die Daumen :)

Antwort
von Jerne79, 23

Ich würde die Ausbildung beenden. Dann hast du auf jeden Fall schonmal etwas in der Hand, auf das du im Zweifelsfall zurückfallen kannst, vielleicht sogar als Nebenjob während des Studiums nutzen kannst. Wenn du das alles so locker findest, dann nutz die freie Zeit.

Antwort
von Eisfuchs0, 25

"Denkt ihr, dass diese Entscheidung später irgendwelche Konsequzen hätte? "

Du bist dann weiter auf dem Arbeitsmarkt als unqualifiziert eingestuft. Sollte es mit deinem Studium nicht klappen, hast du massive Nachteile auf dem Arbeitsmarkt.

"Würde ihr so etwas tun?"

Ich würde die Ausbildung beenden, wenn ich schon wie du den grösseren Teil der Ausbildung abgeschlossen hätte.

Aus folgenden Gründen:

Es ist eine gute Versicherung für dich wenn mit dem Studium was schief geht.

Du kannst auch leichter und mehr Geld in einem Nebenjob verdienen, wenn du eine ausgebildete Kauffrau bist.

Es macht sich bei Bewerbungen in deinem Lebenslauf besser, wenn du sowohl Studienabschluss als auch Ausbildung vorzuweisen hast. Du musst dann auch nicht bei einer Bewerbung die Lücke im Lebenslauf mit der abgebrochenen Ausbildung erklären.

Antwort
von BorisHump, 22

Ich kann nur von Erfahrung sprechen:

Ich habe meine Ausbildung fertig gemacht und danach begonnen zu studieren. So hatte ich eine Absicherung, falls es nicht mit dem Studium klappen sollte wir ich mir das vorgestellt habe.

Etwas zu tun wozu man überhaupt keine Lust hat ist schwer, doch es ist der sichere Weg.

Wichtig ist meiner Meinung nach nur, dass du dir die Entscheidung sehr gut überlegst.

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Glück und gutes gelingen in deiner Zufunkt.

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