Frage von Alex5398, 35

Ausbildung abbrechen- Mehrere Fragen?

Hab mich jetzt hier angemeldet da ich euren Rat brauche. Erst einmal etwas zu mir: Bin 17 Jahre alt und werde im Mai 2017 18. Habe einen Realschulabschluss und zurzeit 11,5 Jahre meiner Schulpflicht erfüllt. Im September 2015 habe ich eine Ausbildung als Anlangenmechaniker SHK begonnen. Es war nie wirklich mein kompletter Wunschberuf hatte mich damals trotzdem beworben und es immerhin probiert. Auch wenn es immer mal wieder Rückschläge gab und ich in manchen Phasen komplett demotiviert war hab ich mich durchgebissen. So eine Phase hält nun aber seit über 4 Monaten an. Habe nun wirklich keine Lust mehr die Ausbildung fortzuführen und möchte die Ausbildung zum 31.12 kündigen. Sprich in knapp 2 Wochen meine Kündigung einreichen. So kann ich für das neue Jahr einen kompletten Neuanfang starten. Habe dazu nun ein paar Fragen:

  1. Ausbildung kündigen den Eltern sagen. Habe mich dort vor allem auf Wunsch meiner Eltern beworben. Habe ihnen auch jetzt immer erzählt das es mir Spaß macht um sie nicht zu enttäuschen. Möchte ihnen ungerne mitteilen das ich gekündigt habe weil ich keine Lust mehr drauf habe. Da wir viel mit verschieden Stoffen arbeiten: Soll ich einfach ihnen sagen das bei ner Untersuchung vom Betriebsarzt herauskam das ich gegen XYZ allergisch bin und sie mir geraten haben zu kündigen? Ich weiß die Wahrheit wäre besser aber geht irgendwie nicht.

  2. Mir fehlt ein halbes Jahr Schulpflicht. Meint ihr ich kann im Januar noch in einem BVB oder BVJ einsteigen bis zum Sommer wo ich hoffentlich eine neue Ausbildung habe?

  3. Jetzt schon für neue Ausbildung bewerben oder noch warten bis ich die Kündigung dann offiziell eingereicht habe?

  4. Mein größtes Problem einfach die Reaktion meiner Eltern. Gehe nicht mal davon aus das sie sauer sein werden oder so. Wir haben aber zusammen schon Pläne gemacht für mein Auto was ich mir dann holen wollte und so. Fällt ja alles dann erst einmal weg.

  5. Wie sehen meine Chancen mit abgebrochener Berufsausbildung aus um schnell eine neue zu bekommen?

Mein Wunsch ist es nämlich eigentlich viel lieber eine Ausbildung zur Fachkraft für Kurier- Express- und Postdienstleistungen. Habe also sozusagen schon einen Plan was ich machen möchte.

Antwort
von helloyolo, 7

Du darfst ja noch gar nicht ohne deine Eltern kündigen. Beiß dich durch bis zum Ende und Damm kannst du eine zweite Ausbildung begonnen wenn du keinen gewünschten Job findest.

Kommentar von Alex5398 ,

Daran hatte ich nicht gedacht stimmt aber. Wenn ich nun diese Fragen jedoch rausnehme und ihnen die Wahrheit erzähle und sie der Kündigung zustimmen. Hättest du noch Antworten auf die anderen Fragen parat? Durchzubeißen ist mittlerweile leider keine Option mehr. Sind ein bisschen weniger als 2,5 Jahre und das schaff ich nicht. Würde ich das durchziehen würde ich danach wahrscheinlich psychisch komplett am Boden sein.

Kommentar von helloyolo ,

An deiner Stelle würde ich zuerst das Einverständnis holen. Dann würde ich eine neue Ausbildung suchen und wenn du die sicher hast würde ich erst kündigen. Ich denke es hat keinen großen Einfluss wenn du abbrichst. Wenn du gut bist kannst du es ja begründen. Du hast ja die Zeit lang trotzdem was gemacht. Wenn du keine Ausbildung findest dann suche dir eine FSJ stelle oder so was in der Art und wenn du das sicher hast dann kündige.

Antwort
von Messermichi, 6

Mit Beginn der Ausbildung gehen alle Rechte und Pflichten der Ausbildung durch den Ausbildungsvertrag auf den Auszubildenden über. (Rechte & Pflichten sollten auf dem Vertrag vermerkt sein)

Entsprechend kündigen kannst du auf jeden Fall!

1. Die Eltern würde ich schon informieren, da Lügen die beziehung zu deinen Eltern deutlich verschlechtern kann. Lieber zu der eigenen Entscheidung stehen und die Wahrheit sagen.

2. Eine "Schulpflicht" besteht nur für 9 Jahre. (Hauptschulabschluss)

3. Bist du dir sicher, ob die Alternative das richtige ist? (ggf. Praktika vorher gemacht?) Wenn ja, dann so schnell wie möglich, da die Bewerbungsverfahren im vollen Gange sind und sobald die Kündigung schriftlich erfolgt ist, ist ja auch sicher, dass die neue Ausbildung möglich ist.

4. Ja musst du selbst abwegen, Ratschläge nutzen da wenig. s. ggf. Punkt 1

5. Schnell ist relativ, die Chancen stehen aber weiterhin gut. Erfahrung in Arbeiten, einfachere Eingewöhnng etc. verbesssert es. Da kein direkter Zusammenhang zwischen den beiden Berufen ergeben ist die Begründung dass die erste Ausbildung nicht gefällt recht legitim. Du muss aber auf jeden Fall auf direkte Rückfragen vorbereitet sein.



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