Frage von teddy1202, 169

Aus wie vielen Ethnien ergibt sich im Endeffekt das "deutsche Volk"?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von josef050153, 59

Das Deutsche Volk ist eine Mischung aus allen Ethnien, die du dir vorstellen kannst und auch aus solchen, die du dir nicht vorstellen kannst.

Bei den NDP-Leuten ist eben mehr vom Neandertaler vorhanden.

Kommentar von Dahika ,

Beleidige die armen Neandertaler nicht.

Kommentar von kgunther ,

Du hattest offenbar völlig recht damit, eine flachsige, wenn auch völlig falsche Antwort zu geben. Der Frager erwartete Blödsinn, und er hat Dich mit dem Sternchen dafür belohnt, daß Du ihn so gut verstanden hast.

Antwort
von Darkmalvet, 83

Hallo Teddy1202

Die Deutschen haben ihren Hauptursprung in der den sogenannten Westgermanen (Sachsen, Bajuvaren, Franken, Alemannen, Thürigen und co) und setzen sich aus vielen verschiedenen Stämmer dieser zusammen, sowie unbekannten frühen Einflüssen von Nord und Ostgermanen, insbesondere Goten und Vandalen.

Das sind die Ursprünge, der Deutschen, in der folgen Zeit der Antike hatten Kelten und Römer die größten Einflüsse, insbesondere in den westlichen Teilen Germaniens während in den Teilen Germaniens insbesondere Slawen und Balten ihre Einflüsse hatten und das mindestens bis ins Mittelalter, nicht nur biologisch, sondern auch kulturell

So sind die Städtenamen "Berlin" und "Dresden" slawischen Ursprungs und Name des Deutschen Staates Preußen leitet sich von dem baltischen Stamm der Prußen ab.

Im Mittelalter gab es dann große Einflüsse durch Dänen und Schweden, vor allem im Norden, in der späten Neuzeit durch Franzosen.

Außerdem nicht zu vergessen sind die großen jüdischen Einflüsse, auch wenn viele Juden im Mittelalter in einer Paralellgesellschaft lebten, gab es doch mit Sicherheit große Vermischung.

Mit der Industrialisierung, während der Zeit des Deutschen Kaiserreiches kamen sehr viele Polen als Arbeiter vor allem in die Industriezentren des Deutschlands, deswegen haben auch viele Menschen, vor allem im Ruhrgebiet polnische Nachnamen die z.b auf -ski enden.

Neben den Deutschen gehören aber noch die Sorben (ein slawischer Stamm) und die Dänen Südschleswigs, die Friesen sowie diejenigen Roma, die schon seit Jahrhunderten hier leben (nicht die die aus Rumänien und Bulgarien neu zugewandert sind) zu den indigenen Völkern Deutschlands und haben damit offizielen Status als Nationale Minderheiten

LG

Darkmalvet

Kommentar von teddy1202 ,

Ich wollte nur, dass man darüber nachdenkt, dass "die Deutschen" ein Mischvolk sind. Aber vielen Dank, dass du es so ausführlich erklärt hast! Daumen nach doppel oben!

Kommentar von berkersheim ,

@teddy1202

"Mischvolk" ist nicht der passende Ausdruck. Die Kelten sind schon stark von den germanischen Stämmen verdrängt worden. Anders als die Kelten haben sich die germanischen Stämme nicht so schnell romanisiert, was in den ehemals römisch besetzten Gebieten über Jahrhunderte zu einem starken Abfall von Kultur und Wohlstand geführt hat. Man nehme nur Trier, eine der mächtigsten Städte so um 300 n.Chr. und um 700 n.Chr. ein elendes Dorf mit miesen Hütten auf den Ruinen ehemals prächtiger römischer Bauten. Dann haben germanische Stämme über Jahrhunderte die Entwicklung Deutschlands bestimmt und geprägt. Die Einwanderungen z.B. aus dem Osten kamen aus einem christianisierten Land in ein christlich geprägtes Land und war teils nur lokal recht deutlich, z.B. Ruhrgebiet. Über all die Zeit hat es keine größere Einwanderung von Menschen gegeben, die aus einem vollkommen anderen religiösen und Wertebezug kamen. Mit der Aufklärung hat auch in Deutschland die Ablösung von religiöser Bindung begonnen, die Emanzipation der Frauen und nun kommt das pure Mittelalter. Es gibt keinen Grund für einen optimistischen Multikulti.

Kommentar von kgunther ,

Nun, daß Juden kulturellen Einfluß in den deutschen Ländern hatten, ist sicher richtig. Aber daß sie in der Abstammungsgeschichte deutscher Familien eine tragende Rolle spielen könnten, ist aus zwei Gründen falsch:

1. Waren die Juden in Deutschland seit langem assimiliert, sie hatten also den gleichen Habitus wie Deutsche mit anderen Religionen.

2. Die Zahl der Deutschen mit mosaischem Glauben war historisch außerordentlich gering. Im 20. Jahrhundert gab es eine starke Einwanderung nach Wien, Berlin, Breslau, Frankfurt von Juden aus dem Osten. Die waren allerdings nicht Semiten, sondern Nachkommen eines Turkvolkes vom Kaukasus. Selbst dann betrug der Anteil von "Juden" aller Glaubensrichtungen bloß wenig über 0,5% der Bevölkerung.

Antwort
von kgunther, 30

Seit der Herausbildung des Deutschen Volkes als Ethnie gibt es in Deutschland selbstverständlich nur eine Ethnie, die deutsche. Das Deutsche Volk ist entstanden aus den germanischen Stämmen der Franken, Lothringer, Sachsen, Friesen, Thüringer, Hessen, Bayern und Schwaben.

Ostgermanische Stämme (etwa Reste der Vandalen, Burgunder u.a.) sind slawisiert worden, diese Stämme bildeten das Substrat der späteren Ostkolonisation, bei der Niederländer, Schwaben und andere Deutsche den Raum zwischen Elbe und Memel besiedelten. Im Verlauf der Ostkolonisation wurden die stammverwandten Prußen übersiedelt und germanisiert.

Bei der Ausbildung des Siedlungsraumes germanischer Stämme in ganz Mitteleuropa sind die stammverwandten keltischen Stämme integriert worden. Zur Zeit der Bildung des Deutschen Volkes war dieser Prozeß jedoch seit vielen Jahrhunderten abgeschlossen.

Verschiedene Volksgruppen ursprünglich nichtdeutscher Ethnien (zB Lausitzer, Kaschuben, Masuren, Windische, Litauer, Slenzanen, Oberschlesier) waren Mitglieder des Deutschen Reiches und haben sich im Laufe der Geschichte zu Deutschen gewandelt, obwohl sie als Haussprache oft noch ihren angestammten Heimatdialekt verwendeten.                           Es waren die Oberschlesier, die aus den Bergbaugebieten Schlesiens im 19. Jahrhundert vielfach Arbeiter im Ruhrgebiet stellten, nicht etwa Polen.

In Norddeutschland gibt es eine dänische, in Süd-Jütland eine deutsche Minderheit. Welcher Minderheit ein Mensch dort angehört, kann man aber erst feststellen, wenn man seine Haussprache kennenlernt. Denn beide sehen gleich aus und die jeweiligen Dialekte zeigen deutliche Angleichung.

Das gleiche Phänomen sieht man an der Grenze der BRD zu den Niederlanden.

Seit der Masseneinwanderung nach 1945 (ein Kriegsziel der Amerikaner) leben neben der Deutschen Nation im deutschen Siedlungsgebiet zusätzlich zu den Deutschen Angehörige von mehr als 100 verschiedenen raumfremden Ethnien, vor allem Kurden und Türken.

Antwort
von Dahika, 36

Die Gegend, wo das deutsche Volk lebt, war immer schon Durchwandererland. Von daher sind in uns viele Ethnien enthalten. Wir sind ein Mischvolk. Kelten, Slawen, Germanen, Römer, Mongolen, alles.....

Antwort
von vascones, 29

Europa ist ein Gemisch. Wenn Du wissen willst, was die Sprachwissenschaft, Archäologie und Genetik dazu zusammengetragen haben, dann empfehle ich Dir das Buch: "Das Werden der Völker in Europa", Autorin: Elisabeth Hamel. Gruß

Antwort
von Aleqasina, 12

Ein kleiner Vortrag vom gerade besoffenen, aber trotzdem treffischer argumentierenden General Harras:

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