Frage von Christian3684, 107

Aus welchen Gründen scheitern eheliche Beziehungen?

Die Ehescheidungen haben gegenüber früherer Zeiten stark zugenommen. Was sind die persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Ursachen dafür? Warum haben sich die Menschen früher weniger geschieden als heute? Aus welchen Gründen wurden früher Ehen eingegangen gegenüber heute?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sandy200, 23

Hallo Christian,

Damals waren Beziehungen genauso unglücklich wie heute aber haben nicht Schluss machen können weil sie es sich nicht leisten konnten. Viele sind dann heimlich fremdgegangen... Es war auch früher öfter eine Schande wenn man Schluss machte. Öffentlich wurde man als Sozial Minderwertig angesehen der das tat, wenn das rausbekam. Jetzt hat man vielleicht etwas mehr Verständnis, gerade weil man die Ehen/ Beziehungen hinterfragt werden. Was gewissermaßen einen Vorteil sowohl auch ein Nachteil hat..

In meiner Familie dachten immer noch in diesen Altmodischen Schema. Das es eine Schande ist Ehen zu brechen. Natürlich ist es verletzend wenn man jemanden im stich lässt. Aber es ist genauso eine Schande, dass man wegen einer Ehe in seiner Persönlichen Entwicklung, Selbstverwirklichung stecken bleibt. Wenn einer sich nicht persönlich entfalten kann, und vom anderen stark abhängig ist!

Denn viele Ehen ruhen sich zu sehr aus oder kleben einander fest aber meistens nicht aus Liebe. 

Früher waren auch die Frauen sehr stark von den Männern abhängig. Frauen waren für Familie zuständig. und Haushalt und der Mann bringt das Geld ins Haus (war oft unterwegs), damit die Familie überleben kann. Die Rollen Verteilung war damals offensichtlich..Die Frau hat sich so und so zu verhalten und der Mann so un so! Der Rest ist natürlich eine Schande...

Liebe ist eine gewisse interdependenz aber kein starkes Abhängigkeitsverhältnis wo der andere mehr Macht über den anderen besitzt als der andere. Wer voneinander Abhängig ist (Emotional so wie Finanziell) kann sich nicht entfalten. Wer Beziehung als ein Besitz ansieht, der kann sich auch nicht entfalten...Denn leider Gottes, werden Ehen als besitzt angesehen. " Du gehörst mir! " Für mich hat das mit Liebe nicht zu tut sondern mit Mangel und Angst empfinden.

Die Emanzipation der Frau musste deswegen kommen. 

Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipatio, was „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“ oder auch die „Freilassung eines Sklaven“ bedeutet.- Quelle Wikipedia


Das Dilemma ist natürlich das Frauen sich wie Männer verhalten und Männer so wie Frauen. 

Beruf ist nicht Männlich Genauso wie Haushalt führen ist nicht weiblich xD Männer müssen auch Putzen und Wäschewachen und Frauen müssen auch Geld verdienen...Aber was stimmt ist, dass Männer gewisse Tendenzen haben die in ihrer Natur eher entsprechen genauso wie Frauen. 

Wenn eine Frau Politikerin ist, heißt es nicht sie hätte ihre Weiblichkeit verloren genauso ein Mann hat nicht unbedingt seine Männlichkeit verlohren wenn er Kindergärtner ist....

Glückliche Ehen führen eine Partnerschaft .Wie das Wort schon sagt...Es geht um dem Mann sowohl auch die Frau. Es ist nichts einseitiges. Beide haben Respekt voreinander und geben sich das was sie brauchen. Es geht nicht um besitzt sondern um Respekt, Wertschätzung und Verständnis.


LG
Sandy
Antwort
von Gerneso, 32

Es ist noch gar nicht so lange her dass Frau komplett abhängig vom Ehemann war. Erst Ende der 70er Jahre war es Ehefrauen gestattet selbst zu entscheiden beruflich durchzustarten und damit finanziell unabhängig zu sein.

http://m.focus.de/wissen/mensch/geschichte/tid-21578/zum-weltfrauentag-meilenste...

Heute muss Frau nicht mehr über sich bestimmen lassen und braucht den Mann nicht mehr um anerkannt zu sein und Geld zu haben.

Antwort
von Nashota, 47

Viele Paare sind früher nur wegen der Fassade oder aus Geldmangel zusammengeblieben. Ich kenne da einige Paare, die bis heute zusammen sind, obwohl sie nichts mehr verbindet.

Es ist gut, dass man nicht zusammenbleiben muss, auch nicht wegen Kindern, wenn sich Beziehungen auseinanderdividiert haben. Viele Menschen haben oder entwickeln eben ein Verhalten, wo man nur noch sagen kann "Tschüß!"

Antwort
von Naiver, 16

Mahlzeit Christian, du stelltest ja mehrere Fragen:

Aus welchen Gründen scheitern eheliche Beziehungen?
Nach meinen Erfahrungen in der Paarbetreuung hat jede Trennung seine ganz individuellen Ursachen. Sie lassen sich in der Regel damit zusammenfassen, dass man sich heute relativ einfach trennen kann, schon alleine, weil man nicht mehr miteinander mag oder einen 'passenderen' Partner fand.

Die Ehescheidungen haben gegenüber früherer Zeiten stark zugenommen. Was sind die persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Ursachen dafür?
Du fragst wieder nach den Ursachen, siehe oben.

Warum haben sich die Menschen früher weniger geschieden als heute?
Siehe oben, die Scheidung war bis hin zur vollständigen wirtschaftlichen Abhängigkeit eben früher nicht so leicht wie heute möglich.

Aus welchen Gründen wurden früher Ehen eingegangen gegenüber heute?
Das lässt sich so pauschal nicht vernünftig beantworten, zumal früher ja eben wirtschaftliche Bedingungen eine viel größere Rolle spielten als heute. Überhaupt verursachte die Rollenverteilung auch die wirtschaftliche Absicherung: Der Mann arbeitet und ernährt die Familie, die Frau versorgt Haushalt und Nachkommen- schaft.
Früher wurde ja auch ganz sachlich nach standesrechtlichen Gründen und primär zur Sicherung der Nachkommenschaft geheiratet. Solche Verlobungen und Eheschließungen entschieden die Familien, »Liebesehen« waren erst eine Schöpfung des aufstrebenden Bürgertums im 18. Jahrhundert.
Da du dich ja besonders für soziale und gesellschaftliche Umstände in der Geschichte der Ehe interessierst, folge am besten dem Aufsatz von von Daniela Schmohl:
http://d-a-s-h.org/dossier/13/02\_geschichte.html


Antwort
von DODOsBACK, 26

Früher hat man die Ehe weniger in Frage gestellt. Und akzeptiert, dass Dinge sich verändern und man nicht immer alles haben kann. Man war mit einer Partnerschaft und gegenseitigem Respekt zufrieden, statt eine lebenslange "große Liebe" mit Schmetterlingen im Bauch usw. zu erwarten.

"Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!"

Leider wird uns heute von allen Seiten eingeredet, das jeder immer nur das Beste verdient und keiner auch nur einen Millimeter nachzugeben braucht.

Anscheinend hat noch keiner kapiert, was uns mit der neuen "Freiheit" alles verloren geht - Sicherheit, Zugehörigkeit, die Erfahrung, Krisen meistern zu können statt gleich alles hinzuschmeißen und neu anzufangen, die Fähigkeit, zu vergeben und Kompromisse einzugehen usw.

Natürlich gab es früher viele "Opfer", die in ihren Beziehungen gefangen waren. Aber wenn ich mir hier die Fragen durchlese, habe ich nicht den Eindruck, dass es weniger werden.

Wer nicht die Kraft und den Mut hat, zu gehen, bleibt auch heute, wo er ist und erträgt, was er sich nicht zu ändern traut.

Und die, die gehen, landen oft direkt in der nächsten unglücklichen Beziehung. Weil sie nie Strategien entwickelt haben, Krisen anders als mit wegrennen zu "lösen".

Es spricht ja nichts dagegen, auch mal Schluss zu machen, aber wer Menschen wie Konsumgüter behandelt und wegwirft, sobald er kleine Fehler oder auch nur ein verbessertes Nachfolgemodell entdeckt, der wird nie "ankommen". Und das ist verdammt schade!

Kommentar von Nashota ,

Weißt du, wieviele Menschen es gibt, die rein durch ihr Verhalten dafür sorgen, dass man sich nach etwas Anderem und hoffentlich Besserem umschaut?

Die Waage ist so dermaßen in Schieflage, weil es so viele 100%-selbstsüchtige Menschen gibt, die nur fordern und verlangen und einen Anfall bekommen, wenn sie mal was geben sollen.

Es kommen viele Menschen nur deshalb nie an, weil sie keinem mehr vertrauen können. Es gibt zu viele Lügen und Lügner unter den Menschen. Das sichtbare Zeichen, mit wem man es zu tun hat, hat der Große Geist bei der Konstruktion Mensch leider vergessen.

Antwort
von Topotec, 31

Die persönliche Entfaltung ist heute auch wahnsinnig vielfältiger als früher, den Menschen eröffnen sich viel mehr Möglichkeiten der Lebensgestaltung, in der Freizeitgestaltung, im Job usw. Man findet unheimlich schnell ,,Freunde", lernt neue Menschen schneller kennen durchs Internet, Stichwort ,,ich parshippe jetzt" und so einen Rotz.

Und da wollen viele eben das machen, worauf sie Lust haben, oft will man dann auch keine Kompromisse eingehen für den Partner oder für andere. Problemen stellt man sich nicht mehr heute, man meldet sich dann lieber nicht mehr, verlässt den Partner, wenns mal schwierig wird usw.

 

Antwort
von Hexe121967, 40

weil es einfacher ist. früher wurde an beziehungen gearbeitet, heute wird sich getrennt wenn probleme auftauchen. niemand möchte mehr kompromisse eingehen.

Antwort
von TestBunny, 41

Ich bin der Meinung, dass Ehen früher weniger geschieden worden sind, weil es A noch verwerflicher war als Heute und B weil die Menschen sich früher nicht so oft gesehen haben.

Antwort
von Charlybrown2802, 46

früher ist man den kindern zu liebe zusammen geblieben

die Frauen haben früher auch keinen beruf erlernt

Kommentar von Nashota ,

Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber im Osten hat jede Frau gearbeitet.

Kommentar von Dackodil ,

Die Geschichte fängt deutlich vor dem 7.10.1949 an.

Antwort
von FelixFoxx, 35

Früher wurden weniger Ehen geschieden, weil die Frauen oft finanziell abhängiger waren als heute und Scheidungen nicht gerne gesehen waren.

Antwort
von Dackodil, 16

Früher bedeutete eine Scheidung, vor allem für die Frau, oft das finanzielle und gesellschaftliche Aus. Oft ein Grund selbst in gewalttätigen Beziehungen auszuhalten.

Heute überwiegen romantische Gründe für eine Eheschließung. Die Ehen scheitern dann oft an zu hohen Erwartungen der Ehepartner aneinander. Der Partner soll alle Bedürfnisse eines Menschen abdecken. Die emotionalen sowie die wirtschaftlichen und die gesellschaftlichen.

Früher wurde die Ehe etwas pragmatischer gesehen. Sie war in erster Linie zur gegenseitigen Unterstützung in wirtschaftlicher Hinsicht da. Ein Mann ohne Frau kam im Leben nicht weit. Eine Frau ohne Mann war völlig verratzt oder früh tot.

Antwort
von abxcf, 60

Heutzutage wird es als völlig normal dargestellt den Ehepartner zu betrügen. Dementsprechend tun das auch sehr viele.

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Selten einen solchen Blödsinn gehört!

Kommentar von abxcf ,

Ach ist das so ? Dann geh mal auf soziale Netzwerke wie Instagram oder Twitter und schau mal wie locker mit den Thema betrügen umgegangen wird.

Kommentar von Nashota ,

Es reicht, hier zu lesen, wie viele User da mit ihrer Fremdvögelei hausieren gehen.

Antwort
von Virginia47, 8

Weil man es früher so gesehen hat:

Kommentar von almmichel ,

Stimmt....das gilt leider heute nicht mehr.

Antwort
von Melinda1996, 28

füher wer die frau mehr auf den Mann angewiesen an heute

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