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Aus welchem Holz sind die Pfosten auf denen die Häuser in Venedig gebaut sind?

gefragt von rushxrushx am 20.04.2007 um 22:33 Uhr

Warum gehen die nicht kaputt?


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Reply


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 20. April 2007 23:02
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Vermutlich ist das Eiche, die auch unter Wasser sehr lange hält.

Ein Teil der Hamburger Innenstadt steht auch auf Eichenpfählen.

Gefährlich wird das nur, wenn der Wasserstand sinkt und das Holz Kontakt mit der Luft bekommt.


anonym
beantwortet von Frank Lulay am 21. April 2007 07:58
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Die Pfähle sind aus Eiche, aber nun muss ich "demosthenes" leider widersprechen, denn gerade durch den Wasserstandswechsel, auch in der Adria gibt es leichte Ebbe und Flut, wechselt der Faulpunkt, und daher gibt es keinen.

Hier ein Beispiel: Schlage ein Stück Holz in die Erde (Tomatenstock) und wo fault er ab? Nicht an der Luft und nicht in der Erde, sondern nur am Punkt, an dem das Wasser stehen bleibt und keine Luft mehr daran kommt. Das bedeutet 2-3-cm in der Erde und an der Erdoberläche.

PS.: Aus diesem Grund kann man auch an vielen Stellen an Imprägnierungen - also Gift für die Umwelt- sparen.


anonym
beantwortet von Dackeline am 23. April 2007 14:55
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Venedig ist eine Stadt im Wasser. Sie wurde auf Millionen von Eichen-, Lärchen- und Ulmenpfählen gebaut, die man in den sandigen und schlammigen Untergrund rammte. Je höher und schwerer die Häuser waren, um so sorgfältiger musste der Boden vorbereitet werden. Man hatte früh entdeckt, dass sich unter der Schlammablagerung fester Lehmboden, der caranto, befand, und dass sich auf Pfählen, die man in diese Schicht hineinrammte, hohe Gebäude errichten ließen. Dazu benutzte man die Stämme von Bäumen aus dem benachbarten Istrien. Die vorbereiteten Stämme wurden durch Bänder, Öl und Teer miteinander verbunden und auf diese Weise konserviert.


JoeWied
beantwortet von JoeWied am 27. September 2007 01:26
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@Frank Lulay, nix da...

Fäulnisbakterien arbeiten grundsätzlich nicht ohne Sauerstoff, weil sie Diesen zum Verbrennen der Cellulose (Zucker) benötigen.

Normalerweise fault etwas unter Wasser nicht und auch bei vollständiger Trockenheit nicht.

Die Stämme faulen demzufolge an den Übergangstellen Wasser / Luft.

Übrigens, da die eigenen (venezischen) Wälder ziemlich schnell aufgebraucht waren, kamen viele Stämme aus Dalmatien / Kroatien.

Um die Aufnahme des Holzes mit Wasser zu verhindern, behandelte man die Hölzer wie oben beschrieben. Das hat aber nichts mit dem Verfaulungsprozess an und für sich zu tun, sondern damit, dass der Stamm seine Tragkraft nicht verliert und falls er doch einmal mit Sauerstoff in Berührung kommt, der Zerstörprozess nicht so stark loslegen kann. Aber es gibt viele Städte, die auf Holzstängeln in sumpfigen Gebieten gebaut wurden, die keine solche Imprägnierung erhalten haben. Einigste Bedingung: Der Grundwasserspiegel darf nicht allzustark absinken...




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