Frage von Tommy04,

Aus Krankenhaus entlassen und verstorben!!!

Hallo,

ich wende mich mit einer rechtsfrage an euch. Mein Großvater ist heute im alter von 74 Jahren verstorben. Er war die letzten 3 Wochen aufgrund eines verschlechterten Zustands im Spital und wurde gestern entlassen. Schon seit mehreren Monaten musste er zur Dialyse. So wurde er auch heute zur Dialyse gebracht und wieder nach Hause gebracht. imStiegenhaus ist er dann leider verstorben.

Meine Frage: Wie kann ein Krankenhaus einen Patienten entlassen der körperlich anscheinend nicht so stabil ist dass er den nächsten tag überleben wird? Meine zweite Frage: Wie kann eine Dialysestation einen Patienten entlassen der körperlich absolut nicht stabil ist und auf dem Weg nach Hause verstirbt?

Kann ich hier rechtlich etwas anfechten? Ist hier eventuell im Patientenrecht etwas geregelt?

Vielen dank vorab für eure Unterstützung,

LG T.

Antwort von auchmama,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Erst mal mein aufrichtiges Beileid!

Du solltest Dich erst mal ein wenig beruhigen. Ich weiß, es ist sehr schwierig für Angehörige, einen nahe stehenden Menschen zu verlieren und man neigt in diesem Zustand sehr schnell dazu, eine Lage nicht richtig zu beurteilen.

Wenn die wichtigen Dinge, die jetzt erst einmal zu regeln sind, abgeschlossen sind, könnt ihr Euch nochmals mit dem Krankenhaus in Verbindung setzen und nach dem genauen Gesundheitszustand des Großvaters fragen. Vielleicht bekommt oder hat der Hausarzt auch Unterlagen darüber und kann Euch noch einiges erklären.

Es könnte auch sein, dass Dein Großvater nach Hause wollte, weil er gespürt hat, dass er nicht mehr viel Zeit hat.....

Antwort von Virginia47,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Leider ist es so, dass Krankenhäuser nicht gern haben, wenn Patienten im Krankenhaus versterben. Auch schwerkranke Patienten werden deshalb entlassen, dass sie ihre letzten Stunden in häuslicher und gewohnter Umgebung bleiben können.

So hart es klingt: Aber Krankenhäuser sind für Kranke da, bei denen Genesungsaussichten bestehen.

Für Sterbende gibt es Hospize. Da bekommen sie mehr Pflege und Zuwendung. Die im Krankenhaus nicht machbar wäre.

Antwort von iselle,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Oftmals werden Patienten auch nach Hause entlassen,
damit sie in ihrer gewohnten Umgebung sterben können.

Ich vermute, dass dies auch bei meiner Oma so war.
Sie ist auch ein paar Stunden nach der Entlassung gestorben...

Versuche jetzt erstmal dich zu beruhigen und eine Nacht darüber zu schlafen.

Regelt jetzt erstmal alle notwendigen Dinge.

Wenn das alles erledigt ist, könnt ihr euch ja nochmal an den zuständigen
Arzt wenden und mit ihm darüber reden.

Antwort von minkerl58,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mein herzliches Beileid.Ich vermute,dass dein Opa nach Hause wollte.Ich spreche aus Erfahrung.Mein Mann ist letztes Jahr verstorben.Am Sonntag abend,als ich ihn besucht habe wollte er unbedingt nach Hause.Er konnte noch nicht alleine laufen,aber sonst war der Zustand recht gut.Ich habe ihm gesagt,dass ich ihn nicht mitnehmen kann,weil ich ihn zu Hause die Treppen nicht hoch bekomme.Er sagte das geht schon.Ich konnte ihn wirklich nicht mitnehmen,da er noch intensiv lag,aber der Zustand war von Tag zu Tag besser geworden.Ich vertröstete ihn auf morgen.Seine letzten Worte waren:Fahr nur nach Hause ich komme mit dem Taxi nach.Mir tut es heute noch weh,dass ich ihm seinen letzten Wunsch noch einmal nach Hause zu kommen nicht erfüllen konnte.Am Montag früh haben sie angerufen sein Zustand hat sich drastisch verschlechtert,er liegt im künstlichen Koma und hat nur noch 2 Tage zu leben.Er hat wahrscheinlich gemerkt,dass es zu Ende geht und wollte einfach nur noch nach Hause.Er ist dann am Dienstag abend mit 51 Jahren verstorben.Vielleicht war es bei deinem Opa auch so.Alles Gute.L.G.

Kommentar von Affia,

Das tut mir leid für dich!

Ich kenne es auch so, dass Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, nach Hause wollen. Die meisten schaffen es nur leider nicht mehr.

Antwort von Affia,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Frage ist, was im KH noch für ihn hätte getan werden können. Dialysepatienten sind nach langen Behandlungszeiten einfach instabil und der Zustand bessert sich nicht mehr. In dem Alter hat er sicherlich auch nicht mehr auf der Liste der Patienten gestanden, die auf eine Spenderniere warten. Im Laufe der Zeit stellen die Organe nach und nach ihre Funktion ein und es kann sein, dass dein Großvater nicht einmal an einer akuten Erkrankung verstorben ist sondern irgendein ganz anderes Organ aufgehört hat zu funktionieren.

Im ersten Moment ist der Tod eines nahen Angehörigen immer ein Schock und man sucht nach Ursachen oder einem Schuldigen. Was ist denn als Todesursache angenommen worden? Warte erstmal ab und beruhige dich, vielleicht wird dann für euch alles klarer.

Es tut mir leid für euch.

Antwort von Realito,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ist schwer dir einen Rat zu geben. Die Ärzte machen es, damit der jenige nicht im Krankenhaus, sonder zu hause bei verwandten/Familie in Ruhe sterben kann.

Kommentar von Affia,

In dem Fall würden die Angehörigen über die Gründe der Entlassung informiert.

Antwort von Goodnight,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das tut mir sehr leid für dich. Nun dein Opa war alt und auch krank, niemand weiss, wann jemand stirbt. Wir wissen auch nicht ob sich dein Opa schlecht gefühlt hat, als er nach Hause ging. Man wird sich die Unterlagen ansehen, ob jemand einen Fehler bei der Dialyse gemacht hat. Ich würde aber nicht davon ausgehen. Es ist einfach schwer das hinzunehmen und es schockiert was du erlebt hast, doch es muss niemand schuld daran sein. Wahrscheinlich war es einfach Herzversagen, weil dein Opa schon lange krank war und immer schwächer wurde. Sieh es mal so, man hat deinen Opa keinen längeren Krankenhausaufenthalt mehr zumuten wollen und ihm die Möglichkeit zu geben daheim bei seiner Familie zu sterben. Dass es auf dem Heimweg geschieht, konnte niemand voraussehen. Versuch mal auf andere Gedanken zu kommen und mach mit jemandem aus der Familie einen Spaziergang durch die Nacht, das hilft.

Antwort von pantilo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Tut mir leid. Menschen sterben nun mal, kann es nicht einfach Altersschwäche gewesen sein? Eine Dialyse beinhaltet nun nicht die Garantie nicht sterben zu können. 74 ist auch kein so schlechtes Alter.

Antwort von nowka2,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

da können ganz andere gründe vorliegen als die, die mit der dialyse zusammenhängen.

Antwort von iris66,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

sieh mal hier. www.Augenblicke-zwischen-Leben-und-Tod.de

Mein Beileid Für dich und Deine Angehörigen. Blätter mal dort im Forum, evtl. kann Dir dort jemand behilflich sein.

LG iris

Antwort von mokamoka,

Hallo Tommy04,mein Beileid. Ich glaube nicht, dass jemand bei gf dir da helfen kann (es sei denn, er hat so etwas selbst erlebt). Das kann sicher nur ein Anwalt.

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