Ich wollte mal wissen, ob man einfach so aus der Kirche unbürokratisch austreten kann. Man spart ja bei Arbeitsverhältnis die Kirchensteuer aber gibt es wegen bzw. nach Kirchenaustritt auch Nachteile? Wenn ich tot bin muß ich ja eh irgendwie beerdigt werden, auch wenn ich nicht in der Kirche bin und nicht an Gott glaube. Oder sehe ich das falsch? Welche Behördengänge oder Anträge sind nötig?
Aus Kirche austreten- was ist der Nachteil dann?
Antworten (24)
-
3Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom FragestellerAntwort von
PanikgirlPanikgirl
Du lässt einfach Deine Steuerkarte dementsprechend ändern und schön isses. Es ändert sich eigentlich gar nichts - ausser, dass die kath. Kirche - solltest Du katholisch sein, Dir jetzt aufeinmal einen Brief schreibt und plötzlich merkt, dass es Dich gibt;-) Man kann auch an Gott glauben ohne dass man dafür Steuern bezahlt und auch ohne dass man in die Kirche geht. Achja: Wenn Du kath. heiraten möchtest oder ein Kind taufen möchtest, könnte es etwas schwieriger werden und jetzt mal ehrlich: Wenn man tot ist - dann ist es doch eigentlich wurscht, ob man eine kirchl. Beerdigung bekommt oder man ohne diese Zeremonie verschart wird oder? Ist doch nur der Körper, der irgendwie verbuddelt oder verbrannt werden muss.
-
3Antwort von
FenchurchFenchurch
Das ist simpel. Man geht zum Bürgeramt und beantragt den Austritt. Kein Gespräch mit dem Pastor oder dem Kirchenbüro notwendig. Es kostet - weiß ich nicht mehr - wenig oder gar nichts.
Und beerdigt werden muss man trotzdem, ist doch logisch, die können die ja nicht auf den Kompost werfen...
Kommentar von
katzeconny1979katzeconny1979 jupp, es kostet nix und dauert keine 5 minuten. stempel drauf fertig.
sorry aber beim kompost werfen hab ich mir das grinsen nicht verkneifen können.
Kommentar von
8rosinchen8rosinchen ...dito...grins
-
2Antwort von
chefpartiechefpartie
Für Dich ändert sich eigentlich grundsätzlich nichts, nur für die röm.-kath. Kirche, die hier in Österreich letztes Jahr 350.000 Kirchenaustritte zu verzeichnen hatte und so wie es derzeit ausschaut heuer mit Leichtigkeit die 400.000 Marke sprengt.
Diese wird nämlich sich irgendwann von ihren Schätzen trennen müssen um ihre Kirchbauten zu erhalten.
Vielleicht kommen sie dabei dann aber auch einmal auf die Idee, dass sie eigentlich für den Menschen da sein sollten.
-
-
2Antwort von
EMGEFEMGEF
Bin vor Ewigkeiten aus der Kirche ausgetreten. Gab überhaupt keine Probleme. Es gab im Rathaus eine Tür, dann Stand drauf "Kirchenaustritte", habe seitdem schon ne Menge Geld gespart!!!
-
1Antwort von
gottesanbeteringottesanbeterin
Der Nachteil für dich wäre, dass du dieser fürchterlichen Institution nicht mehr angehörst: http://www.schmidt-salomon.de/mynarek.htm
-
1Antwort von
Raubkatze45Raubkatze45
Rein rechnerisch gesehen kannst du dich verbessern, denn du sparst die Steuern. Du meldest dich beim Standesamt ab, bezahlst eine Gebühr und bist "draußen". Weltlich gesehen hast du keine Nachteile, du kannst ohne Kirche heiraten und beerdigt werden. Wenn du nicht gläubig bist, wird dir der Segen der Kirche ohnehin nichts bedeuten.
Solltest du aber im katholischen Sinne gläubig sein, muss es dir klar sein, dass die Kirche von Christus nicht zu trennen ist, auch dann nicht, wenn sie eine Kirche der Sünder ist. Durch deinen Austritt verlässt du die Gemeinschaft der Gläubigen und schließt dich selber von allen Rechten aus, die damit verbunden sind.
Du könntest nicht mehr die Sakramente empfangen (auch nicht das Sterbesakrament), du kannst heiraten, aber nicht vor Gott. Du wirst beerdigt, aber nicht mit dem Segen und den Gebeten der Kirche. Da wir auf Erden unsere Ewigkeit vorbereiten, sollte man sehr wohl auch an das denken, was nach dem Tod auf uns wartet.
Die häufige Meinung hier bei GF ist, dass man auch an Gott glauben kann, ohne in der Kirche zu sein. Das kann man zweifellos und Kirchgänger sind oft keine besseren Menschen als außerhalb. Aber: Sie sind besser dran !
Christus fordert Treue, auch wenn es unbequem ist und nicht dem Zeitgeist entspricht. Er fordert diese Treue gerade dann, wenn viele die Kirche verlassen, denn ER bleibt und fragt jeden Einzelnen damals wie heute: Willst nicht auch du gehen?
Wäre es nicht schöner, wenn man ihm wie Petrus antworten würde: Herr, zu wem soll ich gehen, nur du hast Worte des ewigen Lebens ...
Kommentar von
8rosinchen8rosinchen ...sorry, du verwechselst hier wesentliches, nämlich die kirche und unseren SCHÖPFER...
vor unserem schöpfer sind wir alle gleich, er liebt uns alle...
und die kirchen sind ein anderes paar schuhe
Kommentar von
VMMM10 Gefällt mir!
-
1Antwort von
omikronomikron
Die Katholische Kirche wertet einen Kirchenaustritt als Glaubensabfall. Damit tritt automatisch die Exkommunikation als sog. Beugestrafe ein. Du bist damit aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen und hast in ihr keinerlei Rechte mehr (kannst nicht heiraten, keinen Paten machen, bekommst keine Position bei einem kirchlichen Arbeitgeber und keine ordentliche Beerdigung).
Das sind die Konsequenzen aus weltlicher Sicht. Für den Fall, dass du an ein Leben nach dem Tod glaubst, oder es wenigstens für wahrscheinlich hältst, musst du dir sagen lassen, dass du der ewigen Herrlichkeit verlustig gehst und das Paradies für dich verschlossen bleibt.
Kommentar von
quopiamquopiam Da muß ich Dir widersprechen. Nach meiner Kenntnis ist es nicht mehr katholische Lehrmeinung, daß nur Katholiken ins Paradies kommen. Denn auch die "anderen kirchlichen Gemeinschaften" bewahren das Wort Gottes und haben Anteil am Heil, wie der Johannes Paul II. das formulierte, resp. der damalige Kard. Ratzinger. Gruß, q.
Kommentar von
omikronomikron Der entsprechende Passus lautet (Kontext beachten!): "Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder nicht in ihr ausharren wollen" (II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche "Lumen Gentium", Nr. 14).
-
-
1Antwort von
deFleeschadeFleescha
Von der kirchl. Hochzeit oder Beerdigung abgesehen, wird dich kaum ein kirchl. Träger als Arbeitnehmer einstellen, geschweigedenn eine Führungsposition anbieten...
Kommentar von
8rosinchen8rosinchen ...ist wahrscheinlich für die meisten von sowieso kein thema
Kommentar von
Goths88Goths88 Wenn du während deiner Beschäftigung austrittst, kann es Probleme geben. Aber wenn du vor Arbeitsbeginn bereits ausgetreten bist, ergeben sich letztendlich keine relevanten Konsequenzen
-
1Antwort von
katzeconny1979katzeconny1979
du kannst nicht mehr kirlich heiraten und zur Beerdigung wird kein geistlicher sprechen. kann man aber gut drauf verzichten. das sind die einzigen "Nachteile". Allerdings gibt es bei der Beerdigung dann auch einen weltlichen redner der ein paar worte sagen kann.
-
1Antwort von
Kati2404Kati2404
Also ich denke mal denn is nichts mehr mit kirchlich heiraten und so ich weiß das nich ich war nie in der kirche
Kommentar von
FenchurchFenchurch Ne, kirchlich heiraten ist dann nicht mehr möglich. Aber es gibt ja Alternativen.
-
0Antwort von
Goths88Goths88
Geh in´s Bürgerbüro und halte 30 -35 Euro bereit. Stelle dich darauf ein dass in Kirchenkreisen ziemlich blöd dahergeredet wird, eigentlich ändert sich nur die Bemerkung neben "Konfesion".Du musst dich dann natürlich nach dem Sterben nicht auf einen christlichen friedhof verscharren lassen. Du sparst dir 35 Euro Kirchensteuern im Jahr. Ich persönlich würd´s auch machen, käme dann aber mit meinem derzeitigen Job in Komflikt
-
0Antwort von
tagesklinik Der Austritt koster dir gar nichts. Er bringt dir aber nur Ärger ein. Ich bin vor ca. 10 Jahren ausgetreten, muß bei der Einkommensteuererklärung (zusammewnveranlagung) fast 500€ nachzahlen. Meine Frau will aber nicht austreten, weil sie meint, bei ihrer Beerdigung muß irgend so ein Scheinheiliger ein paar fromme Sprüche loslassen, weil sich das so gehöre. Du wirst dann praktisch als Nichtmitglied zwangsbesteuert und finanzierst eine kriminelle Vereinigung (was anderes ist es doch nicht mehr).
-
0Antwort von
hillyundguehillyundgue
es ist leicht aus der kirche auszutreten. einfach auf die gemeinde oder dem passamt der stadt gehen und den austritt erklären.
Nachteile kann es typisch ländlichen gemeinden geben,, wo kein bestatter die trauerfeier übernimmt. normalerweise übernehmen bei aufsgetrtenen bestatter die trauerfeier, einige aufgeschlossene priester halten auch eine treuerfeier ab. bei der kirchensteuer sparst du normalerweise keine steuern weil in einigen ländern dann eine gesonderte abgabe eingezogen wird.
-
0Antwort von
lotanho Wie die Vorredner schon geschrieben haben, ist der Austritt recht einfach. Allerdings solltest Du trotzdem etwas bedenken. Ich bin auch vor Jahren ausgetreten. Als meine Kinder dann geboren wurden, haben wir eine Taufe erstmal vor uns hergeschoben. Als wir sie aber taufen lassen wollten, gab es Probleme, da musste ich wieder eintreten. Ich dachte, kein großer Akt, aber sowas peinliches habe ich noch nie erlebt. Ich bekam einen Termin beim Pfarrer :) Als ich die Kirche betrat, war diese voll ! Nun mußte ich vor den Pfarrer treten, mich hinknien und mich belabern lassen. Ob ich bereue, der Gemeinschaft ausgetreten zu sein, ob ich wirklich wieder in die Gemeinschaft wolle.... Er legte dann Hand auf, sprach und betete . Ich fands einfach nur peinlich, und ich fühlte mich voll an den Pranger gestellt. Und im Endeffekt wars für die Katz, denn meine Kinder sind bis heute nciht getauft, nehmen freiwillig am Relgionsunterricht teil. Möchten sich selbst gar nicht taufen lassen. Ach ja, ich berichte von der evangelischen Kirche, bei der katholischen wirds wohl ähnlich ablaufen, solltest Du irgendwann wieder eintreten wollen.
Kommentar von
gottesanbeteringottesanbeterin Wenn man liest, was du dir da bieten hast lassen, bekommt man noch mehr Lust, sich von diesem Verein abzumelden!
Kommentar von
8rosinchen8rosinchen ...geht mir auch so
-
0Antwort von
Sarah5731Sarah5731
das hat gar kein nachteil nur das wenn du später mal kirchlich heiraten willst das du wieder rein musst:D
Kommentar von
Raubkatze45Raubkatze45 das ist aber dann auch Heuchelei nur wegen irgendwelcher Äußerlichkeiten. Vor Gott gilt so eine Farce gar nichts.
-
0Antwort von
wildflowerwildflower
ich mußte 24,50€ bezahlen,aber wenn du überlegst wieviel du danch sparst ist das eine gute investition. di kannst danach nicht mehr kirchlich heiiraten (wenn du das unbedingt willst,heirate vorher). beerdigt wirst du auch so.
-
0Antwort von
MarcSuMarcSu
Wegen Deiner Beisetzung brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, Du wirst halt ohne kirchliche Trauerfeier beerdigt.
Der einzige Nachteil ist der, Dein Platz im Himmel wird vielleicht an mich vergeben.
-
0Antwort von
holschholsch
http://www.kirchenaustritt.de/deutschland.htm
austritt, von land zu land anders.
beerdigung problemlos möglich
nachteil:
kirchliche einrichtungen, sozialer art haben weniger geld um zu tun
Kommentar von
wasserschlangewasserschlange kirchliche einrichtungen, sozialer art haben weniger geld um zu tun"
Über diesen Ausspruch lacht sogar der Himmel. Die Kirche weist zwar immer auf ihre angeblichen sozialen dienst hin nur wenn man das genauer betrachtet ist damit nix los
Die Kirche läßt sich das ganze nämlich fast bezahlen. die stecken das wenigste in die sozialen Einrichtungen
Kommentar von
holschholsch ök... auf deine zahlenbeweise bin ich gespannt...
stammtischprediger!
Kommentar von
Raubkatze45Raubkatze45 Die Beweise findet Wasserschlange in Sakrileg und sonstigen schönen Fantasieromanen. Ich bin Insider und weiß sehr gut, wo Gutes getan wird, von dem die Welt keine Ahnung von hat
Kommentar von
CharlyweisswasCharlyweisswas Ihr wollt Zahlenbeispiele? Die gibt's (und diese sind nicht aus Sakrileg!):
.
Von allen Aufwendungen für Caritas und Diakonischem Werk (2005 rund 45 Mrd. Euro) werden nur rund 800 Mio. Euro von der Kirche beigesteuert, das sind exakt 1,8 Prozent der Kosten von Caritas und Diakonie, aus der Kirchensteuer davon die Hälfte, also WENIGER ALS EIN PROZENT.
Ähnlich sieht es mit den Verhältnissen bei Kindergärten oder Krankenhäusern aus: auch wenn da eine Konfession über der Tür steht, bezahlt die Kirche nur ein paar Cent dafür.
.
Es ist erstaunlich, dass den Kirchen nach wie vor unterstellt wird, die Kirchensteuer würde vornehmlich sozialen Zwecken zugute kommen. Das ist einfach falsch.
-
0Antwort von
AnnikaK74AnnikaK74
Beerdigt wirst du so oder so. Es ist dann halt kein kath. oder evang. Pfarrer dabei. www.kirchenaustritt.de/info
-
0Antwort von
koofenixkoofenix
bis jetzt ist noch jeder unter die erde gekommen. das geht auch ohne kirche. kirche ist eher was für leute, die nur fürs sterben leben, weil sie auf diesem planeten sonst keine erfüllung finden. wenn du nicht glaubst sondern weisst - trete aus.
-
0Antwort von
Rudi2009Rudi2009
Formloses Schreiben an Gott: Ich glaube nicht mehr an dich!
Kommentar von
8rosinchen8rosinchen hi ist bei dir noch nicht angekommen, oder... die kirche hat mit gott, unserem schöpfer absolut rein gar nichts zu tun...
Kommentar von
LightKunLightKun Doch, eine Menge sogar.
-
0Antwort von
monochrommonochrom
Öhm. "kirchliche" beerdigung und kirchliche hochzeit nicht möglich. es sei denn partner/in ist evaglisch/katolisch. glaube ich ;)
-
0Antwort von
dawidos also in deutschland gibt es sowas wie eine bestattungspflicht. keiner darf seine angehörigen einfach so zu hause in einer urne halten. daher sollte dies kein problem gehen. du kannst sogar noch kirchlich heiraten.
Kommentar von
WebZeckeWebZecke keine Kirchensteuer zahlen zB
Kommentar von
dawidos fehler... sorry... habs geändert
sorry - habe ich vergessen: Du sparst Geld;-)