Hallo, ich habe ein Frage zu einer Mathe-Aufgabe. Auf dem Bild seht ihr die Wertetabelle, die das Anfahverhalten eines Autos beschreibt. ich möchte ausrechnen, wie weit das Auto bem Beschleunigen auf 250 km/h tatsächlich fährt, aber ich weiß nicht wie ich vorgehen soll. Kann mir jemand helfen oder zumindestens einen Denkanstoß geben? Wäre lieb, danke!
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Das hängt jetzt ein bisschen davon ab, ob das privat oder für die Schule ist (vermutlich letzteres, oder?) , und vor allem mit welchem Mathematischem Hintergrund, also welche Klasse?
Ich würde mir als allererstes die Geschwindigkeiten über der Zeit mal als Diagramm auftragen, wenn du wilst kannst du das ja auch in Excel machen. Dann kannst du z.B. eine Ausgleichskurve durchlegen (wenn du meit Excel arbeitest) oder du kannst dir einfach einen Funktionstyp überlegen, der für die Funktion passend ist (Hinweis: Ne Parabel passt da ziemlich gut). Ich werde diese Funktion in Zukunft Geschwindigkeitsfunktion nennen.
So und jetzt kommts auf deine Klasse an: In der Oberstufe würde ich das jetzt einfach Integrieren und schon hat man den Weg. Das ist die genaueste Methode und (zuindest wenn die Kurve mit Excel berechnet wurde) bestimmt auch die schnellste. (Einheiten beachten: Entweder km/h in m/s oder km/s umrechnen oder s in h). (Ich hab da 785 m raus)
Statt die Geschwindigeitsfunktion erst mühsam zu berechnen kannst du natürlich auch Integralnäherungsverfahren verwenden. Die Kplersche Fassregel (Simpsonregel) wäre hier z.B. sehr gut geeignet)Wenn du noch nicht in der Oberstufe bist, dann sagt dir das aber wohl nichts. Dann bringt dir auch die oben gesuchte Geschwindigkeitsfunktion nicht so viel, du musst dir also erst gar nicht den Aufwand machen, die zu berechnen. Du könntest aber verschiedene Näherungen machen (letztendlich wären das dann alles Näherungen von dem oben beschriebenen Integral). z.B könntest du annehmen, dass das Auto immer zeitweise mit konstanter Geschwindigkeit fährt. Also: zwischen 0 und 2,1s immer mit 50 km/h, zwischen 2,1 und 3,9 s mit 100 km/h und so weiter. Das wäre die sogenannte Obersumme. (es kommen 867m und damit beinahe 100m zuviel raus Iim Vergleich zur Integration). Genauso kann man natürlich auch die Unterumme nehmen: Zwischen 0 und 2,1 s fährt das Auto mit 0 km/h, zwischen 2,1 und 3,9 s mit 50 km/h und so weiter. Dann erhält man 671m. Der Mittelwert von Ober- und Untersumme wären 770m und damit schon sehr nahe am "korrekten" Ergebnis dran. Diese 770m würde man natürlich auch erhalten, wenn man eine Art "Mittelsumme" bildet, also immer die mittlere Geschwindigkeit verwenden (Zwischen 0 und 2,1 s fährt das Auto mit 25 km/h, zwischen 2,1 und 3,9 s mit 75 km/h und so weiter)
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SuboptimiererSuboptimierer
Also ich habe mir jetzt auch nicht alle Antworten durchgelesen, aber ich würde so vorgehen:
Die Tabelle so umstellen, dass dort steht:
0-50 in 2,1s 50-100 in 1,8s 100-130 in 1,5s ...Dann würde ich gucken, welche Funktion so ähnlich aussieht, also e oder ein Polynom zum Beispiel.
Dann würde ich versuchen, die Parameter der allgemeinen Funktionsgleichung zu approximieren oder zu die Funktion zu interpolieren, sodass der Fehler möglichst gering ist.
Sowohl Polynome als auch die e-Funktion lassen sich prima integrieren. Das wäre mein nächster Schritt.
Als letztes würde ich schauen, wo der Kilometerzähler bei 17,4s steht.
Ich glaube, der eine mit seiner Excellösung hat so einen ähnlichen Weg verfolgt. Excel eignet sich bei so etwas zum Visualisieren hervorragend.
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SuboptimiererSuboptimierer PS: Wenn ein Polynom zur Interpolation gewählt werden soll, dann würde ich das Ganze stückeln, weil ich meine mal gehört zu haben, dass Polynome mit höherem Grad als 5 so unschöne Oszilationen haben.
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SuboptimiererSuboptimierer Und noch ein Kommentar: Das Umstellen der Tabelle kannst du dir schenken! ich weiß auch nicht mehr, wie ich auf die Idee gekommen bin.
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Soll das in der Tabelle heißen: "Das Auto braucht 17,4 s, um von 0 auf 250 km/h zu beschleunigen"? Und das jeweils für jede Zeile mit den Werten da?
Wenn ja:
Die allgemeinen Formeln für eine konstant beschleunigte Bewegung lauten:
v = a * t + v0
s = 1/2 * a * t² + v0 * t + s0
v = Endgeschwindigkeit, a = Beschleunigung, t = Zeit, v0 = Anfangsgeschwindigkeit (hier = 0 km/h), s = Endpositition Weg, s0 = Anfangsposition Weg (hier = 0m).
Also gilt hier:
v = a * t und s = 1/2 a t²
Die erste nach a auflösen:
a = v/t
und in die zweite einsetzen:
s = 1/2 * v/t * t² = 1/2 * v * t = 1/2 * 250km/h * 17,4 s = 1/2 * 69,444..m/s * 17,4 s = 604,166... m
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Hyde4Hyde4 Wenn es nicht konstant beschleunigt und man die Tabelle doch als Abschnitte quasi sehen soll, dann ist die Antwort natürlich hinfällig. Denn die Beschleunigungen sind pro Zeile unterschiedlich. Aber dann müsste da eig auch stehen:
0-0km/h
0-50 km/h
50-100 km/h
und so weiter..
Ich habe es jetzt quasi zeilenweise als durchschnittliche Beschleunigung pro Anfahrvorgang angesehen.
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arrgharrgh Wenn du das so siehst, dann wird natürlcih die Tabelle sinnlos, weshalb sollte man das so machen? Ich würde die Tabelle so auffassen: Die Beschleunigung von 0 auf 250km/h enthält ja auch die Beschleunigung von 0 auf 50km/h. Ich würde nun davon ausgehen, dass diese "Teilbeschleunigung" also bis auf 50km/h innerhalb der Beschleunigung auf 250 km/h genauso abläuft wie die die Beschleunigung von 0 auf 50km/h. Damit kann man bei den ganzen 0-x km/h-Angaben das "0-" getrost weglassen und einfach die angebene Geschwindigkeit verwenden. Argumentation für diese Annahme: Es steht zwar nirgendswo, aber es ist davon auszugehenm, dass es sich bei den Werten um optimale Werte handelt (also Beschleunigung in möglichst kurzer Zeit).
Dann kann man das Beweisen, denn es gilt das Optimalitätsprinzip: Wenn ich von 0 auf 250 km/h beschleunigne will, dann kann ich das unterteilen in eine optimale Beschleunigung von 0 auf 50km/h und eine optimale Beschleunigung von 50km/h auf 250km/h. Wenn das Gesamtergebnis optimal ist, dann ait auch die Beschleunigung von 0 auf 50km/h optimal (Optimalitätsprinzip von Bellman). Also muss bei der optimalen Beschleunigung auf 250km/h ebanfalls nach 2,1 s die 50km/h erreicht worden sein. Durch wiederholte Anwendung des Optimalitätsprinzips folgt die Behauptung. □
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Mccrackhead ne soll einfach bedeuten bei der sekunde is das auto bei der geschwindigkeit weil am anfang braucht das auto ja nur 2,1 sekunden um von 0 auf 50 kmh zu beschleunigen aber über 7 sekunden um von 200 auf 250 kmh zu beschleunigen es handelt sich einfach um ein reales auto
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Das wäre aber eine ziemlich bescheuerte Wertetabelle, wenn das heißen soll, dass das Auto zum Zeitpunkt t irgendeine Geschwindigkeit zwischen 0 und x km/h hat...Ich hab die Tabelle anders verstanden. Dass das sozusagen jeweils einzeln die Zeit ist, über die das Auto konstant beschleunigt und dazu die Geschwindigkeitsdifferenz, die es überwindet...Dann lässt sich die Beschleunigung berechnen und damit der Weg oder eben ohne den Zwischenschritt, wenn man die Formeln gleich ineinander einsetzt (s. meine Antwort).
Nein eben nicht. Du gehst bei dir von konstanter Beschleunigung aus, aber das ist ja offensichtlich nicht der Fall (sonst müsste das Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm eine Gerade sein). Ich gehe nicht von einer konstanten Beschleuniun aus. Vermutlich habt ihr im Unterricht (Physik) bereits konstnte Beschleunigungen durchgenommen, ohne die eigentlichen Mathematischen Grundlagen (Ableiten, Integrieren) bereits zu besitzen. Wenn ihr letzteres auch durchnimmt weißt du, dass du nur eine extreme (und hier ziemlich falsche) Annäherung gemacht hast Kurz gesagt: Wenn man eine Funktion der Geschwindikeit in Abhängigkeit von der Zeit hat, dann liefert die Integration über der Zeit den genauen Wert, gal wie die Geschwindigkeitsfunktion aussieht (das mit s=1/2a*t² ist auch nur die Integration für die vereinfachte Annahem, dass a konstant ist). Die von mir als zweite Methode beschriebene Methode von Unter- ober bzw. "Mittelsumme" ist nur eine Annäherung an die Integration (auch das wird klar, wenn ihr das Thema im Unterricht habt), aber liefert doch schon deutlich bessere Ergebnisse als die Annhame einer konstanten Beschleunigung während der gesamten Strecke. Die "Mittelsumme" (den Begriff gibt es eigentlich gar nicht) liefert dabei den besten Wert. Das ist auch logisch, wenn man sich das genau überlegt: Hier gehe ich zwar auch davon aus, dass sich das Auto abschnittsweise mit konstanter Geschwindigkeit bewegt, aber man kann sehr leicht zeigen, dass es bei dieswer Berechnung streng genoimmen eigentlich nur darum handelt, mit konstanter Beschleunigung zwischen zwei Geschwindigkeiten zu rechnen. Sprich: Ob ich zwischen zwei Zeitpunkten eine konstante Beschleunigung oder eine konstante mittlere Geschwindigkeit anehme ergibt dasselbe. Insofern stellt diese Berechnung eine Annäherung des Geschwindigkeitsverlaufs mit Geraden dar. Beweis der Behauptung: Sei Δt die Zeittdifferenzt die benötigt wird, um die Geschwindigkeit von v1 auf v2 zu beschleunigen. Dann sei Δv=v2-v1. Somit gillt bei Annahme einer konstanten Beschleunigung:
a= Δv/Δt
Hinweis: Das bekommt man aus der Formel für die Geschwindigkeit mit Anfangsgeschwindigkeit, also: v2=v1+a* Δt Entsprechend gilt für den zurückgelgten Weg (mit Anfangsgeschwindigkeit):
s=1/2* a* Δt²+v1* Δt=1/2* Δv/Δt* Δt²+v1* Δt= 1/2* Δv* Δt + v1* Δt
So jetzt das ganze unter der Annahme Mittleer konstanter Geschwindigkeit: Die mittlere Geschwindigkeit ist vm=(v2+v1)/2. Dann gilt (Ich addiere im zweiote Schritt einfach eine Null dazu):
Also gilt: s = vm* Δt = (v2+v1)/2* Δt = (v2+v1 +(v1-v1))/2* Δt = (v2 -v1+2* v1)/2* Δt = (v2 -v1)/2 * Δt +2* v1/2* Δt =1/2* Δv* Δt + v1* Δt
Also dasselbe wie bei konstanter Bescleunigung, nur etwas leichter ausgedrückt.
Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber ich bin mir der Grundlagen durchaus bewusst, das waren wohl so 5 Minuten im ersten Semester Physik. ;) Nix mit Schule. Ich habe nur eine andere Annahme getroffen als du, nämlich dass die Zeilen jeweils als eigene Beschleunigungsvorgänge aufzufassen sind und er den Weg nur für den letzten Fall berechnen möchte. Dann ist durchaus mein Weg zulässig. Meins ist eben vereinfacht, weil ich nicht weiß, welches Niveau hier gefragt ist. In der Schule rechnet man doch meistens mit konstanten Beschleunigungen.
Deine Annahme ergibt auch Sinn( genau genommen sogar mehr ;) ) , wir gehen nur von verschiedenen Deutungen der Tabelle aus. Es wäre hilfreich, wenn der Fragesteller erklären würde, welches gemeint ist.
Und ein Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm ist in der Tabelle nicht eindeutig erkennbar, da nicht die Zeit und absolute Geschwindigkeiten aufgetragen sind, sondern Bereiche und man dies offensichtlich unterschiedlich deuten kann. Aber ich stimme dir zu, rein physikalisch macht es keinen Sinn, dass dasselbe Auto verschiedene Beschleunigungen hat.