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aus der Kirche ausgetreten - WO wird man begraben?

gefragt von KolibriKolibri am 31.03.2007 um 13:15 Uhr

Mein Mann ist vor Jahren aus finanziellen Gründen aus der Kirche ausgetreten. Nun habe ich schon öfter gehört, dass solche "Heiden" nicht auf gesegneter Erde - also dem kirchlichen Friedhof bestattet werden. Wo aber denn dann? Gibt es da einen speziellen Platz außerhalb des Friedhofs??? Diese Frage macht mir schon zu schaffen und wurde durch die Frage http://www.gutefrage.net/frage/wer-fuehrt-eine-beerdigung-durch-wenn-der-verstor...wanoch mal aktuell.


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Reply


DaniH
beantwortet von DaniH am 31. März 2007 13:24
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Hallo! Bei uns ist es genau der gleiche Fall, mein Mann ist aus der Kirche ausgetreten, unsere Kinder nicht mal getauft. Ich hab mich diesbezüglich mal mit einem Pfarer unterhalten. Er sagte mir, dass man zwar ganz normal auf dem Friedhof begraben wird, allerdings ist dann kein Pfarrer da, der die Grabesrede hält!

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 31. März 2007 13:27

Klar auf dem Friedhof, aber eben ohne Pfaffer halt. Oder im Friedwald...

Kommentar von Simple_avatar8smallDaniH am 31. März 2007 13:30

Da hab ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt, ich meinte, da gibt es keine speziellen Plätze irgendwo am Rand des Friedhofes.

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 31. März 2007 13:39

Vielen Dank, das hilft mir schon mal sehr weiter - auch wenn ich hoffe, dass ich noch viele Jahre mit meinem Mann verbringen kann!


Ju Wie
beantwortet von Ju Wie am 31. März 2007 15:31
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Wer aus finanziellen Gründen aus der Kirche austritt, ist meines Erachtens damit doch nicht automatisch ein "Heide". Tief im Innern kann man trotzdem ein gläubiger Christ sein und ein guter und verständnisvoller Priester wird bestimmt auch im Todesfall den Angehörigen zur Seite stehen, wenn er gerufen wird. Und eine würdevolle Bestattung ist auch gewiß! Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann ein langes Leben! Gruß JuWie.

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 31. März 2007 15:37

Deshalb hab ichs ja auch in "Gänsefüßchen" gesetzt. Gläubig ist mein Mann - mehr oder minder. Kirchgänger sind wir alle nicht, trotzdem lese ich meinen Kindern aus der (Kinder)Bibel vor und spreche mit ihnen über Jesus, usw. In jedem Schlafzimmer hängt auch ein Kreuz. Also damit hat der Austritt nix zu tun!

Danke für die Antwort und die guten Wünsche! Ebenfalls alles Gute!


anonym
beantwortet von poetvl am 31. März 2007 17:41
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Man ist sicherlich kein Heide, wenn man aus Kirche austritt. Man darf jedoch nicht vergessen, das von der Kirchensteuer, die ja vom Lohn einbehalten wird, die Pfarrer und sonstige Dienste der Kirche bezahlt werden müssen.( Übrigens auch viele sozialen Einrichtungen wie Kindergärten usw. ). Das Geld schickt leider nicht der liebe Gott und die Pfarrer oder sonstige Bediensteten der Kirche arbeiten nicht alleine für einen Gotteslohn. Nicht mal der Tod ist umsonst. Ist leider so. Es gibt leider viele Gläubige, die aus wirtschaftlichen Gründen aus der Kirche ausgetreten sind, was ich auch durchaus verstehe. " Gott sei Dank " ist ja möglich aus de Kirche auszutreten, während es ja nicht möglich ist aus dem Staat auszutreten, der ja den Löwenanteil des Lohnes einbehält. Wenn dein Mann kein Heide ist, wird er bei Vorsprache sicherlich auch ein christliches Begräbnis bekommen, mit Pfarrer usw. Ganz sicher auch auf dem normalen Friedhof, gegen einen entsprechenden Obulos. Sollte er tatsächlich ein " Heide " sein, denke ich mal, dürfte ihm egal sein, wie und wo er beerdigt wird. Aber sollte deinen Mann die Frage beschäftigen, dann kann er ja auch wenn es ihm finanziell vielleicht wieder besser geht, und er kein " Heide " sein will, wieder in die Kirche eintreten.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 1. April 2007 12:00

Sicher wird der Pfarrer von der Kirchensteuer bezahlt - und auf dessen Dienst wird der "Heide" ja vermutlich auch keinen Wert legen.

Wir haben in Deutschland (leider) die offizielle gesetzliche FRIEDHOFSPFLICHT, der man sich allenfalls bei einer Seebestattung oder einer Beisetzung im Friedwald entziehen kann.

Wenn die Hinterbliebenen also gern ein Grab mit Stein haben wollen, dann MUSS die Bestattung auf dem Friedhof stattfinden und dafür muss jeder gleich viel zahlen, egel ob Mitglied der Kirche oder "Heide".

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 3. April 2007 08:18

Als mein Mann mir vorgerechnet hat, was ihm nach seiner Scheidung noch zum leben blieb, konnte ich den Austritt mehr als verstehen! Jetzt, sagt er, fehlt ihm auch nicht unbedingt was - in die Kirche geht er eh nie...

Ich geh zwar auch selten in die Kirche, bin aber (von den Omas) christlich erzogen worden und (skeptisch) gläubig!

Will sagen, ich glaube zwar nicht alles 1:1, was in der Bibel steht, jedoch einen großen Teil oder zumindest sinngemäß!

Auch ich erziehe meine Kinder so, dass sie wissen, es gibt da noch etwas übergeordnetes und sie kennen auch die Bedeutung der christlichen Feste wie Weihnachten und Ostern!

Mein Mann sitzt zwar dabei, wenn wir in der Kinderbibel lesen und redet mit, aber ich konnte ihn (leider) noch nicht davon überzeugen, wieder in die Kirche einzutreten!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 31. März 2007 20:28
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In den meisten Gemeinden gibt es auch einen "städtischen" Friedhof oder die Kirchengemeinde muss auch "Heiden" oder Muslime oder ... auf ihrem Friedhof bestatten - natürlich ohne Pastor.

Ausserdem gibt es noch die Seebestattung oder den Friedwald, die beide unabhängig von der Kirche funktionieren.

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 3. April 2007 08:11

Seebestattung kommt nicht in Frage - Friedwald ist zu weit weg...

Mein Mann möchte wie ich eine Feuerbestattung - aber die Urne mit nach Hause nehmen geht in Deutschland ja auch nicht! Ausser man geht den (teuren Weg über Holland, da ist das dann soweit ich weiß, möglich!?)

Mein Mann sagte mir gestern, man könne jetzt aus der Asche auch künstlich einen Diamanten pressen, hat er wohl im TV gesehen...


bravo
beantwortet von bravo am 31. März 2007 14:11
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Bei uns in Dortmund werden die "Heiden" auf einen städtischesn Friedhof begraben.




Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 31. März 2007 15:33

Wir haben nur einen kirchlichen, dort werden evangelische und katholische Menschen des Ortes bestattet. Diese Möglichkeit scheidet also aus - trotzdem Danke für die Antwort!


viertelvordrei
beantwortet von viertelvordrei am 21. April 2007 07:35
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Grundsätzlich wird man in Deutschland auf einem Friedhof beerdigt. Das ist Vorschrift.

Ob diese sinnvoll ist oder nicht sei dahingestellt.

Eine Alternative - die hier m.E. viel zu wenig beachtet worden ist - ist der Friedwald.

Ich halte den Friedwald für eine sehr gute Alternative zum Friedhof.

Glücklicherweise haben die verantwortlichen Politiker dies auch erkannt und genehmigen (langsam aber immerhin) immer mehr Flächen für einen Friedwalt.

Ich habe meinen Platz innerhalb der Natur.

Gruß

viertelvordrei


Kabark
beantwortet von Kabark am 31. März 2007 13:26
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"Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit auch, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Stattdessen kann ein Redner eine Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihre Kirchengemeinde wenden. In Ausnahmefällen entscheidet der Pfarrer vor Ort nach dem seelsorgerlichen Gespräch über eine christliche Beerdigung."

Quelle: http://www.kirche-magdala.de/bestattung.htmlhtm

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 31. März 2007 13:39

Vielen Dank, die Seite ist sehr informativ!


anonym
beantwortet von norbertheck am 24. November 2007 20:32
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Ich kenne keinen Friedhof deren Träger die Katholische Kirchengemeinde ist, er wird allein von den Komunen getragen.


anonym
beantwortet von mesie am 21. Dezember 2007 19:49
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Da kann man beruhigt sein,die sogenannten Heiden dürfen auch auf dem Friedhof beerdigt werden,meines Wissens gibt es den speziellen Platz für Nichtchristen nicht,wäre irgendwie ungerecht.Die Kirche erlaubt sich aber,bzw.der soziale (?)Staat,zu verbieten,die Urne mit nach Hause zu nehmen,wieviel Platz würde auf dem Friedhof mehr sein,wenn viele Interessenten ihre lieben Verstorbenen in Urne zu Hause im Garten oder im Schrank zu stehen hätten,bezeichnet das bitte nicht als Witz,ich könnte mir das gut vorstellen,mein Vater hatte eine schöne kobaltblaue Urne.Mutti weiß ich nicht mehr.


Bernd Rathert
beantwortet von Bernd Rathert am 12. Mai 2008 17:18
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Jeder Mensch hat einen Anspruch auf ein Grab auf einem Friedhof an seinem aktuellen Wohnort, egal ob er Mitglied einer Kirche ist oder nicht. Wenn kein Pfarrer kommt oder nicht gewünscht wird dann kommt ein Trauerredner. Jedes Bestattungsinstitut hatte eine Auswahl an Trauerrednern zur Verfügung. Eine Liste von Namen gibt es auch unter der Internet-Adresse www.batf.de.


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