Frage von xlullaby94, 83

Aus der Bedarfsgemeinschaft ausziehen unter 25J mit Ausbildung?

Hallo zusammen,

meine Mutter bezieht Hartz IV und ich lebe mit ihr und meiner jüngeren Schwester zusammen. Ich bin 21 und mache zurzeit eine Ausbildung mit 478€ Nettoeinkommen. Mein Vater hat eine Wohnung und ich könnte dort einziehen, damit ich aus der Bedarfsgemeinschaft raus bin. Ich hätte dann meine eigene Wohnung und finanzielle Unterstützung von meinem Vater (der nichts mit dem Amt zutun hat). Ist dies möglich? Ich möchte dann auch keine finanzielle Unterstützung vom Amt. Würde dann dazu noch Kindergeld bekommen. Kann das Amt was dazu sagen? Denn so hätte ich viel mehr Möglichkeiten, könnte mir einen Nebenjob suchen etc. denn in meiner jetzigen Lage, würden die es meiner Mutter hintenrum alles abziehen.

Vielen Dank im Voraus :-) LG

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Ausbildung & Hartz IV, 54

Ab 18 steht es dir frei um und hin zu ziehen wohin du möchtest,solange du es dir aus eigenem Einkommen / Vermögen oder sonstiger Unterstützung leisten kannst !

In der Erstausbildung sind dir vorrangig eh deine Eltern zum Unterhalt verpflichtet,soweit sie leistungsfähig sind,da würde es andere Unterstützungen dann erst geben wenn sie nicht leistungsfähig wären bzw. dein eigenes Einkommen deinen Unterhaltsbedarf nicht decken würde.

Wenn du aber ausziehst kann das zu Problemen bei deiner Mutter / Schwester führen,denn dann wird die Wohnung sehr wahrscheinlich dann für 2 Personen nicht mehr angemessen sein.

Das könnte dann im schlimmsten Fall soweit kommen,dass deine Mutter umziehen muss,wenn sie sich dann die Zuzahlung zu den unangemessenen Kosten nicht leisten kann.

Denn sollte dann die Miete nach deinem Auszug nicht mehr angemessen sein,dann würde man diese in der Regel für max. weitere 6 Monate in tatsächlicher Höhe übernehmen und danach nur noch die angemessenen Kosten.

Deine Mutter müsste dann die Differenz selber zuzahlen oder sich in dieser Übergangszeit eine angemessene Wohnung suchen bzw.zumindest eine ernsthafte Suche nachweisen können,damit dann nach der Übergangszeit evtl. eine Verlängerung geben würde,sollte es trotzt ernsthafter Suche nicht zum Erfolg geführt haben.

Antwort
von petrapetra64, 34

Wir leben in einem freien Land und jeder Volljährige (der nicht entmündigt ist) hat das Recht, seinen Wohnsitz frei zu wählen. Daher hat und wird das Amt gar nichts dazu sagen, es geht das Amt ja gar nichts an.

Du ziehst also einfach um und meldest dich dann um und dein Vater, der dich ja etwas unterstützen will, beantragt dann am besten sofort das Kindergeld für dich und gibt es dann an dich weiter. Ohne Unterhalt von ihm könntest du es auch selbst abzweigen lassen. In deinem Fall ist es sehr wichtig, dass das Kindergeld auf deinen Vater oder dich geht, denn bekommt es deine Mutter weiterhin, wird es auf sie angerechnet und sie kann es Dir nicht auszahlen.

So lange das noch nicht klappt,soll sie das Geld an dich überweisen und kann die Weitergabe dann nachweisen.

Was allerdings passieren kann, das ist, dass die Wohnung für deine Mutter und Schwester zu gross ist und sie umziehen müssen. Dazu haben sie allerdings mindestens 6 Monate Zeit, bis dahin wird die Miete weiter gezahlt und der Umzug wird auch übernommen.

An Auflagen der Arge musst du dich nur halten, wenn du Geld von ihnen haben willst, zum Leben, zur Miete oder für den Umzug. Stellt man hier keine Forderungen, hat die Arge auch nichts zu melden und nichts zu genehmigen.

Antwort
von SimonG30, 41

Ich möchte dann auch keine finanzielle Unterstützung vom Amt.

Wenn Du das alleine stemmst, also weder für den Umzug, noch die Erstausstattung der Wohnung oder später den Lebensunterhalt irgendeine Unterstützung vom Amt benötigst, dann kann und wird Dir kein Amt da rein reden.

Schließlich bist Du volljährig & finanzierst Dich selbstständig.

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