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Aus aktuellem Anlass: Was sind, aus Sicht der werten Mitfragenbeantworter, Atheisten?

Frage von frank1968 frank1968

Ich stelle öfters fest, dass das Wort "Atheist" zwar gerne benutzt wird, die Vorstellungen aber weit auseinandergehen, was ein Atheist ist. Ich würde also alle bitten, mir kurz mitzuteilen, welches Bild sie von einem Atheisten haben, was sie sich genau darunter vorstellen.

Ich werde die Antworten nicht kommentieren, aber eventuell Verständnisfragen stellen. Ansonsten bedanke ich mich im Voraus für die Mühe.

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Antworten (1-30 von 32)

  • 8
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von gamine gamine

    Ich denke,dass nicht nur die Vorstellungen über Atheisten weit auseinander gehen, sondern dass es Atheisten in vielen Schattierungen gibt.

    Atheisten, die mit dem Strom schwimmen, Mitläufer, weil es sich in ihrem Umfeld besser macht, Atheist zu sein- ohne jemals darüber nachzudenken.

    Atheisten, die einer religiösen Gemeinschaft angehören, Mitläufer, weiter wie oben... (religiös statt Atheist ;)

    Atheisten, die sich im Zuge ihrer jugendlichen Entwicklung gegen alle Ordnung stellen, sei sie staatlicher, familiärer oder religiöser Art.

    Atheisten,die aufgrund intensiver Auseinandersetzung mit dem Leben und allem was dazu gehört zu der Ansicht gelangen, dass die Welt aus sich heraus existieren kann.

    Atheisten, die eine Art Lebensenergie wahrnehmen, die jedoch nicht göttlichen Ursprungs ist - oder fallen diese schon nicht mehr unter den Begriff Atheist?

    Atheisten, die angesichts des Wahnsinns,des Leids,der Ungerechtigkeit auf Erden den Schluss ziehen: es kann kein höheres Wesen geben, denn es würde dem doch nicht zusehen.

    Kommentar von gamine gaminegamine

    Atheisten, die aufgrund des Studiums einer oder mehrer Religionen zu der Ansicht kommen, dass es sich hierbei nicht um die Wahrheit handelt.

    Atheisten, die merken, dass ihre eigene Gottesvorstellung nicht wahr ist und keine für sie annehmbare Variante finden

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich habe diese Antwort ausgewählt, weil sie mir am besten auszudrücken scheint, wie viele verschiedene Atheismen es geben könnte, und wahrscheinlich auch gibt, wenn man darüber nachdenkt.

    Die Liste könnte man wahrscheinlich noch erheblich erweitern, und dazu würde ich auch motivieren wollen.

    Ich bedanke mich für die rege Teilnahme, die interessanten Beiträge, und wünsche mir, dass weit weniger geurteilt als nachgedacht wird, ob es nun um Atheisten oder Gläubige geht.

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Diese Antwort ist nur leider nicht passend zur Frage. Es wurde gefragt WAS ein Atheist ist und nicht WIE man zum Atheisten wird. Ein Atheist ist jemand der überzeugt ist, dass es keinen Gott gibt. Dann gibt es noch Antitheisten, die ein wenig weiter gehen und alles ablehnen was mit Theismus zu tun hat und dafür auch Gegenbeweise aufbringen. Und es gibt die Agnostiker, die nicht ausschließen das es so etwas wie Gott oder Götter gibt, aber sagen, dass man es auch nicht beweisen kann. Der Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens betont.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Garwain, wenn du lesen kannst, wirst du auch sehen, dass es bei gamine sehr wohl um die Definition eines Atheisten geht, nur ist die eben wahrscheinlich nicht so klar, wie du sie vielleicht siehst.

    Darum ging es, dass es eben nicht alles klar ist, und die Vorstellungen und Motivationen sehr verschieden sind.

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Hochinteressant. Erstens, weil ich wieder bemerke, wie ungenau Sprache bei sehr feinen Dingen werden kann, vor allem, wenn man sich nicht dabei sehen kann. Und zweitens, weil ich gerade merke, daß meine Ansicht über die Ansiedelung dieses Begriffes im Prozeß der menschlichen Meinungsbildung zu starr war, so daß mir diese Facette der Frage gar nicht in den Sinn kam. Gut, daß es so eine Plattform gibt - ich hab´s gerne gelesen...

    Kommentar von gamine gaminegamine

    Danke dir, frank und auch dir, andisazi -

    ich möchte auch gerne noch anregen, ebensolche Bilder von Theisten zu entwerfen, sozusagen als Übung um die Diskussionsfähigkeit anzuregen und mit dem Schubladendenken aufzuhören, wie TeeEi das auch aufgezeigt hat.

    Diskussionen sind doch in höchstem Masse fruchtbar, wenn man mit Menschen diskutiert, die anderer Meinung sind als man selber, weil man angeregt wird, seine eigene Position zu überdenken, neu zu formulieren oder zu begründen... vorausgesetzt, man ist willens dies zu tun.

  • 14
    Antwort von pilot350 pilot350

    Menschen die nicht an einen Gott glauben, womit sie auch vollkommen richtig liegen.

    Kommentar von Violett1 Violett1Violett1

    Dann hast du dich grad als solcher geoutet oder habe ich da was falsch verstanden! ;)

    Kommentar von user489 user489user489

    Seit wann muss man sich als Atheist "outen"?

    Kommentar von pilot350 pilot350pilot350

    das ist doch kein outing. ich glaube an keinen gott. die wissenschaft ist heute weiter als vor 2000 jahren wo alles unerklärliche als göttlich bezeichnet worden ist. Wenn es einen Gott gäbe der diese Erde und alle Lebewesen erschaffen hätte, so die Bibel, dann hätte er auch unser gesamtes Universum erschaffen müssen, mehr noch, auch alle anderen Universen die neben unserem sind. Dann wären wir doch viel zu klein, als dass er uns kennen könnte. Kennst du jeden Ameise im Schwarzwald mit Vornamen, Familiennamen, Adresse? Ach, genau so müssen wir uns das vorstellen.

    Kommentar von algol1 algol1algol1

    mehr noch, auch alle anderen Universen die neben unserem sind.

    Da wüsst' ich aber gern mehr darüner!

    Für jemanden, der sich auf die heutige Wissenschaft beruft und mit deren Erkenntnissen argumentiert, ist das dann doch starker Tobak.

    Kommentar von pilot350 pilot350pilot350

    @algol1 das kannst du alles nachlesen.

    Kommentar von algol1 algol1algol1

    Aber nur, weil Papier eben sehr geduldig ist - und manche Leser noch ahnungsloser als leichtgläubig sind.

    Oder hast Du das etwa gar im Internet gelesen? Ja dann, dann muss es wohl stimmen !? ;-)

    Kommentar von pilot350 pilot350pilot350

    das ist doch kein outing. ich glaube an keinen gott. die wissenschaft ist heute weiter als vor 2000 jahren wo alles unerklärliche als göttlich bezeichnet worden ist. Wenn es einen Gott gäbe der diese Erde und alle Lebewesen erschaffen hätte, so die Bibel, dann hätte er auch unser gesamtes Universum erschaffen müssen, mehr noch, auch alle anderen Universen die neben unserem sind. Dann wären wir doch viel zu klein, als dass er uns kennen könnte. Kennst du jeden Ameise im Schwarzwald mit Vornamen, Familiennamen, Adresse? Ach, genau so müssen wir uns das vorstellen.

    Kommentar von evangelista evangelistaevangelista

    Pilot350

    Mit dem ersten Teil Deine Definition liegst Du richtig.

    Nur der zweite Teil passt nicht mehr dazu, weil das eine reine Behauptung ist, d.h. eine subjektive Aussage, die man objektiv nicht beweisen kann.

    So lautet die atheistische Aussage im Internet über Gott:

    "HÖCHSTWAHRSCHEINLICH GIBT ES KEINEN GOTT."

    Höchstwahrscheinlich heißt also, dass man es nicht 100%ig sagen kann.

    Denn schließlich kann eine Weltanschauung egal, ob sie nun Gott annimmt oder nicht nicht bewiesen werden.

    Jeder kann nur von seiner Überzeugung sprechen:

    "Ich nehme an(meine Annahme oder Überzeugung), dass es einen Gott gibt oder ich nehme an, dass es Ihn nicht gibt."

    Deshalb kannst Du nicht sagen:

    "Womit sie vollkommen recht haben."

    Vollkommen recht können sie nicht haben, weil diese Annahme nicht 100% ig beweisbar ist.

    Denn eine Annahme ist kein Beweis.

    Pass also bitte auf wie Du etwas formulierst, bzw. behauptest!

    Kommentar von AchimS AchimS

    Die Aussage ist so notwendig und albern und richtig wie "höchstwahrscheinlich gibt es keinen Osterhasen".

    Fakt ist, es gibt weder Osterhasen noch Götter.

    http://antitheismus.de

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Antitheismus ist die verstärkte Form des Atheismus. Ein Atheist ist überzeugt von der Nichtexistenz von Göttern - und nicht nur höchstwahrscheinlich, denn das wäre dann ein Agnostiker. Antitheisten suchen nach Beweisen und liefern diese auch, dass Götter nur Erfindungen sind.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    garwain, würdest du bitte aufhören den Leuten zu sagen, was sie sind und nicht sind? Lies doch bitte die verschiedenen Antworten.

    Das sind deine persönlichen Definitionen. Sie sind nicht allgemein gültig!

    Kommentar von Tanja91 Tanja91Tanja91

    Da muss ich garwain aber zustimmen...

    Agnostizismus und Atheismus werden allgemein in einer Weise definiert, die mit garwains Sicht übereinstimmen. Agnostizismus = ich weiß es nicht, Atheismus = ich bin davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt. So in Lexika nachzulesen.

    Natürlich können Worte mehrere Definitionen haben oder die Bedeutung kann sich verschieben - wüsste ich jetzt aber nicht, dass das für Atheismus und Agnostizismus zutrifft. Somit - wenn wir nicht noch eine Debatte um Spachskepsis beginnen wollen - würde ich die offiziellen Definitionen (und damit auch garwains) durchaus gelten lassen.

  • 6
    Antwort von HiFiech HiFiech

    Ein A-Theist ist, wie seine (aus dem griechischen stammende) Bezeichnung sagt, davon überzeugt, dass es keinen (A- "nicht", Verneinung) Gott (the-, theo-) gibt. Die Ending "-ist" ist deutsch und bezeichnet einen der keinen Gott (hat / an ... glaubt).

    Da niemand weiss, was ein Gott eigentlich ist, kann auch niemand sagen, ob der Gegenstand dieser Überzeugung überhaupt existent ist. Daher ist Atheismus ebenso ein religiöser Glaube wie Theismus (in seinen vielen Spielarten von Weltreligionen bis Naturreligionen).

    Kommentar von drsnuggles1980 drsnuggles1980drsnuggles1980

    Das verbitte ich mir, Atheismus ist ganz sicher KEIN RELIGIÖSER GLAUBE

    Kommentar von user489 user489user489

    ist an Sich nur Definitions-sache und sollte einem Atheisten auch völlig egal sein, da die Anschauung immer noch die gleiche ist

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    wozu die Aufregung @drsnuggles? Natürlich ist alles was sich um einen Theismus dreht (auch wenn es sich negativ darum dreht) eine Glaubensfrage. Und Re-Ligio ist lateinisch und steht für Rück-Bindung.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich kann deine Einschätzung nicht nachvollziehen, dass man gläubig ist, wenn man etwas nicht für möglich hält.

    Man ist ja auch nicht gläubig, wenn man nicht an Wolpertinger glaubt, obwohl auch diese nicht klar definiert sind.

    Oder siehst du das anders?

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    och, mir als Tierpräparator fällt das nicht schwer, mir einen Wolpertinger zu bauen wenn ich einen brauche ;)

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    atheisten lehnen die existenz von göttern ab weil sie keine beweise dafür sehen. sie wenden so also nur naturwissenschaftliche methoden auf die religion an. wenn du atheimus als religion siehst, musst du auch mathematik, biologie und jura als solche sehen.

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    @blackdracula,

    nö, mathematik und biologie muss ich nicht als Glauben sehen, weil es in der Naturwissenschaft eigenständige Gesetzmäßigkeiten gibt die sich abseits von gesellschaftlichen Vorgaben erforschen lassen.

    Jura ist eine Gesellschaftswissenschaft und damit sicher von Glaubensvorstellungen der Gesellschaft beeinflusst, die die Gesetze erlässt (z.B. Anti-Homosexualitäts-Paragraphen), die ein Jurist dann erforscht oder zur Anwendung bringt.

    Kommentar von NoHau89 NoHau89NoHau89

    "Daher ist Atheismus ebenso ein religiöser Glaube wie Theismus"

    Nein ist es nicht.

    -> http://www.irreligion.org/wp-content/uploads/2009/05/atheist-religions.jpg

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    Der Atheist bindet sich an seinen Atheismus und hält sich mit der gleichen Inbrunst daran fest wie der Theist an seinen jeweiligen Gott. Seh ich ja an der Heftigkeit der Reaktionen ^^

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Wieso, die sind doch alle ganz nett hier.

    Ich zumindest habe noch keinen Atheisten sagen hören, alle die anderer Meinung sind seien Toren, ihm ein Gräuel, und könnten nichts Gutes tun.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    Atheisten denken naturwissenschaftlich und vernünftig, sollte es also Beweise für Gott geben, würden sie sie akzeptieren. Auch verteufeln sie die Religion nicht wie die es mit dem Atheimus tut. ich z.B. kann ihr die trost- und haltspendende Seite abgewinnen. Atheismus ist überhaupt nicht dogmatisch im Gegenteil zur Religion.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    HiFiech?

    Es ist weder Glaube, noch Religion, noch eine Mischung aus beidem. Atheismus ist nichts als das Ablehnen der Behauptung es gäbe Gott/Gottheiten. Somit ist Deine Antwort schlicht falsch.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    >>Atheisten denken naturwissenschaftlich und vernünftig<<

    Trifft zwar besonders in Europa auf viele zu, lässt sich aber nicht verallgemeinern.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Stimmt.

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    ihr seid so schoen auf die Palme zu bringen... ^^

    Atheisten sagen ja sogar selber, dass sie nicht glauben, dass es einen Gott gibt. Damit binden sich Atheisten zwuingend an die Nicht-Existenz eines Gottes. Wenn es keine Theisten gäbe, wäre jeder Atheist seines Existenzgrundes beraubt.

    Es lohnt absolut, mal über die Bedeutung der Wort-Endungen -ismus, -logie und -sophie nachzudenken, bevor ihr versucht, mir etwas als "FALSCH!" zu beweisen, was in seinem Wesenskern die Nicht-Beweisbarkeit trägt.

    Es wurde nach meiner Ansicht gefragt, nicht nach meinem WISSEN, ich bin hier auch nicht als Wissenschaftler angetreten um stellvertretend einen Glaubens-Streit auf pseudowissenschaftlicher Ebene weiter zu führen. Genau das isses für mich, wenn Leute anfangen, die Ebenen von -logie, -sophie und -ismus fröhlich zu verwechseln.

    Nix für ungut aber ich sehe meine Ansicht als für mich stimmig und absolut richtig an. Und in diesem Land herrscht Religionsfreiheit - das ist auch die Freiheit von der Religion der Anderen. Ich nehme hiermit für mich in Anspruch, auch von der Re-Ligio der A-Theisten frei zu sein ^^ und wünsche viel Spaß beim weiteren Aufpuscheln. :)

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    :-))))))))) Weshalb sollten uns die Ansichten eines neuronal etwas weniger begabten auf irgendwelche Baumarten treiben? :-)))

    .

    Kuck Dir nur das hier an:

    "Damit binden sich Atheisten zwuingend an die Nicht-Existenz eines Gottes. Wenn es keine Theisten gäbe, wäre jeder Atheist seines Existenzgrundes beraubt."

    Ich darf mal umformulieren?

    "Damit binden sich Nichtraucher zwingend an die Nicht-Existenz einer Sucht. Wenn es keine Raucher gäbe, wäre jeder Nichtraucher seines Existenzgrundes beraubt."

    .

    Und Du meinst Einwürfe auf dem unterirdisch geistigen Niveau, würden hier irgendwen "aufpuscheln"?

    Ja, ja!! :-)))))))

    .

    Sorry, Fiech, aber Atheismus hat seine klare Definition. Daran ändert sich nichts nur weil Du es anders siehst, oder nicht verstehen kannst.

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    @Solipsist, kleines Problem mit Rechthaberei, was?

    Nichtraucher gäbe es tatsächlich auch nicht, wenn es nicht Raucher gäbe. Der Begriff Nichtraucher wäre in Abwesenheit rauchbarer Gegenstände tatsächlich nicht mal als Idee existent.

    A-Theismus ist eine Idee, die darauf basiert, dass es einen Theismus gibt, gegen den man sich positionieren kann. Ohne Theismus gäbe es die Idee eines A-Theismus nicht.

    Kannst mir gerne weiter "unterirdisches Niveau" unterstellen, ohne mich zu kennen - ist halt der Text Deiner Visitenkarte. ^^

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Die klare Definition einer Sache zu kennen und jene auch zu verlautbaren ist also Rechthaberei? :-)) Interessant.

    .

    Atheismus ist eben kein eigenständiger Glaube, sondern die Abwesenheit von Glauben. Er ist ebenso auch keine Idee, junger Padawan.

    Find Dich halt einfach damit ab und mach es nicht noch schlimmer. :)

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    @solipsist, für jemanden, dessen Nickname darauf hindeutet, dass er alles ausser seinem Ego als Reflektionen ansieht, hauste aber ganz schön feste in den Spiegel. Verletz dich dabei nicht selber...

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    :-)) Sehr schön.

    Sind wir also schon dabei angelangt, sich über den Nick seines Gegenübers zu mokieren. Sicheres Zeichen dafür keinerlei Argumente mehr zu haben. War aber eh schon klar.

    .

    Und?

    Is die Nummer jetzt durch?

    Haben wir die Definition von Atheismus jetzt begriffen und löschen die Meinung, er sei ein religiöser Glaube, oder kommt da noch was substanzielles?

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    Nö, die "Meinung" löschen wir nicht. A-Theismus bleibt eine re-ligiöse, da an einen Theismus zwingend gekoppelte Form des Glaubens. Solange die Gegenseite in Form eines Solipsisten ihre Meinung von A-Theismus lediglich mit Argumenten wie "junger Padawan", "unterirdisch geistige[s] Niveau", "die Ansichten eines neuronal etwas weniger begabten" stützt, muss ich nicht von meinem immer zwingender werdenden Eindruck abrücken, dass ich hier wohl ein Glaubens-Wespennest mit ein paar Definitions-Hohepriestern drin getroffen habe, als ich auf Bitte eines Fragestellers meine Ansicht zum Thema formuliert habe.

    Denk dran, dass Spiegelscherben Unglück bringen.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    :-)) Fiech, glaub das doch gern wenn Du willst. Wenn Du –ganz sachlich– zu ungebildet bist, die klar umrissene Definition einer Begrifflichkeit vom Wesen her zu verstehen und somit zu akzeptieren, was sollte ich schon dagegen groß ausrichten?

    Atheismus hat keine Gebete, keine Psalmen, keine Glaubenssätze, keine Dogmen, keine Ideologie, keine Propheten, keine Glaubensführer, usw., etc., pp., dennoch hältst Du ihn nicht nur für einen Glauben, nein, sondern sogar für eine Religion. :-)) Wirklich amüsierend.

    Die Aussage, dass es keine Götter gibt, Fiech, ist kein Glaube, sondern, obacht, eine rationale Schlussfolgerung: Götter sind bislang lediglich postulierte Behauptungen ohne jedwede nachgewiesene Evidenz in der Realität. Ergo lehnt der Atheist die Behauptung als unzureichend ab.

    Nach Deiner Definition bist Du übrigens somit jemand der religiös motiviert ein Gläubiger ist, bezüglich der Nicht-Existenz von Marsmännchen, Rosa Einhörnern, Kobolden und dem Fliegenden Spaghettimonster.

    Bravo! Meinen Glückwunsch! :-))

    .

    .

    bitte widersprich gerne immer weiter. :-) Es ist mir eine Freude Dich ein auf´s andere mal in Deine logischen Unzulänglichkeiten laufen zu lassen und Dich hier vorzuführen.

    Bis morgen!

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    P.S.

    "Denk dran, dass Spiegelscherben Unglück bringen."

    .

    Wenn ich nun die Ansicht halte, dass eine geborstene, das Licht reflektierende Glasscheibe, keine Auswirkung auf meine Alltagsgeschehnisse hat,...

    .

    ...reicht das schon für ne Religion?

    .

    Was meinst Du? :-))))

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    Möchte an dieser Stelle nur noch darauf hinweisen, dass mit der nickname-Verstümmelung ebenfalls Du angefangen hast, lieber Solipsist. Du brauchst mich nicht wiederholt "Fiech" zu nennen, denn im Gegensatz zu Dir weiss ich, was mein Nick bedeutet.

    Daher empfehl ich Dir nur noch ernsthaft, was gegen Deine Aggressionen gegenüber Andersmeinenden zu unternehmen, die Religionsfreiheit und auch die Meinungsfreiheit in diesem Lande hinzunehmen und Dich zur Behandlung deiner religiösen Macht-Phantasien bitte in Therapie zu begeben. Dies ist mein letzter und durchaus ernst gemeinter Ratschlag an Dich.

    Wenn Du dein Tourette-Syndrom hier auslebst, Leute die andere Ansichten haben, in wirklich jedem Deiner Postings auf Vorrat beleidigst, die Definition deines eigenen Nicknames nicht parat hast, mit Dir selbst nicht klar kommst und deinen Spiegel haust, dann kann ich es nicht ändern und damit ist das Thema für mich durch.

    Der Atheismus wie er hier durch einen Solipsisten fanatisch durchgeboxt werden soll, hat vielleicht keine Psalmen, aber er dreht sich zwingend um einen Theismus, dessen Existenz er nicht wahr haben will. Unnötig zu sagen, dass Fanatismus immer auf Glauben hinweist, nicht auf Wissen.

    Und nun spiel in Ruhe weiter, ich geh wieder zu den Erwachsenen.

    Kommentar von Reisswolf53 Reisswolf53Reisswolf53

    HiFiech! Der Atheismus ist genau so ein "religiöser Glaube" wie Nicht-Fussballspielen eine "Sportart" ist!

    Kommentar von AchimS AchimS

    Treffender: ... wie Gesundheit eine Krankheit ist (http://tierrechtsforen.de/theismuspsychose).

  • 5
    Antwort von andisazi andisazi

    Lieber frank,

    anfangs wollte ich deine Frage als eine der vielen Ausgangspunkte zu fruchtloser Polemik abtun. Ich habe mich geirrt. Die Art deiner Rückfragen gefällt mir sehr, da du anscheinend wirklich dabei bist, dir ein eigenes Bild zusammenzustellen und deshalb nach Wissen und Rat fragst. Von daher erstmal ein Plus.

    Schwierig an der Beantwortung deiner Frage ist der Umstand, daß sich die Selbstsicht eines Atheisten/Theisten durchaus von der Sicht der "Gegenseite" unterscheidet. Da diese Unterscheidung einigee sehr grundsätzliche moralische Folgen für den Betreffenden hat, sind Begriffe wie richtig oder falsch, wahr oder unwahr hier kontraproduktiv. Ob man sich dafür entscheidet, in seinem Leben davon auszugehen, daß es (einen) Gott gibt; oder ob man entscheidet, davon auszugehen, daß es keine(n) Gott gibt - es ist in jedem Falle eine persönliche Entscheidung, die zur Fällung bereits eine Menge an Lebensweisheit und Erfahrung erfordert und die einem niemand abnehmen kann.

    Ich selbst habe in meinem Leben beide Seiten kennengelernt und meine Entscheidung getroffen. Es ist dies aber mein Leben, welches auf deins keine Rückschlüsse zulässt. Ich werde mich also hüten, dir zu sagen, ob etwas ist oder nicht. Das mußt du selbst herausfinden. Für die jeweils andere Seite bist du am Ende wie ein Mathematiker, der zu Beginn seines Beweises ein Axiom festlegt. Und leider kann man, wenn man einmal begonnen hat, sich damit zu befassen, nicht lange zweigleisig fahren.

    Die Antwort auf deine Frage steckt etwas verblümt im zweiten Absatz. Laß dir Zeit bei deiner Entscheidung; manche brauchen ein ganzes Leben und auch das ist nicht falsch. Die größten Gefahren gehen nach meiner Meinung von Schlüssen aus, die man in den Rang einer absoluten Wahrheit erhebt und die damit nicht immer wieder überprüft werden...

    Vllt. zu lesen: Goethe "Faust I", Lessing "Nathan der Weise"

    LG

    andisazi

    Kommentar von Merzherian MerzherianMerzherian

    Und wieder einmal......chapeau

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Erstmal danke für die ausführliche Antwort, und ich freue mich ganz ehrlich, dass du deine Meinung über meine Motivation geändert hast, nachdem du dir alles durchgelesen hattest.

    Ich möchte auch Begriffe wie "wahr" oder "falsch" möglichst aus der Diskussion heraushalten können.

    Worüber ich, allerdings nicht hier, gerne diskutieren würde, wäre das Thema "Entscheidung". Ich könnte mir vorstellen, dass viele nie die Möglichkeit hatten, sich zu entscheiden, und das ist in meinen Augen sehr bedauerlich.

    Gruß, Frank

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "Laß dir Zeit bei deiner Entscheidung"

    .

    Welche Entscheidung bitte? Wird Frank hier unterstellt ein sog. "Suchender" zu sein?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich bin tatsächlich ein Suchender, allerdings nicht in dem Sinne, in dem es die meisten wahrscheinlich verstehen.

    Und Soli, du bist auch ein Suchender, nur suchst du, schätze ich mal, genau wie ich, nicht unbedingt im "spirituellen" Raum. Die Trüffel, die wir dann finden haben eine andere Struktur und eine andere Qualität als die der klassischen Suchenden.

    Es stört mich auch nicht, so bezeichnet zu werden. Ich stelle es dann bei Bedarf richtig, welche Art von Suchender ich bin.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Ja.

    Für mich hört sich Andis Einwurf tatsächlich nach "Gottessuchendem" an.

    Aber das wird er schon noch klar stellen.

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    So, nach dem Wannenbad und weil ich Mitglied der Heiligen des Letzten Wortes bin, noch ein kurzer Abgesang:

    Witzigerweise treffen eure Kommis auf denselben Punkt. Und nur zur Beruhigung: daß ich Frank hier unterstelle, eine Antwort auf seine Frage zu suchen, bedeutet weder, daß ich ihm da eine Richtung vorzeigen will noch dazu irgendeine Form der Berechtigung hätte. Soli, wenn du meinen Post nochmal querliest: ich habe wirklich versucht, jegliche manipulative Art des Argumentation zu unterlassen. Die Entscheidung, ob ein Mensch Theist oder Atheist ist, ist seine ganz persönliche und war auch nicht Kern der Frage.

    Was mich zu Teil 2 bringt: frank, wie du siehst, haben alle, die hier gepostet haben, sich mit diesem Thema beschäftigt und ihren eigenen Weg gefunden. Da sich kaum 2 Menschen gleichen, haben die Ergebnisse alle Farben dieser Welt. Diese Entscheidung muß nicht plötzlich gekommen sein, manche wissen vllt. nicht einmal mehr, wann genau sie hier eine Meinung hatten. Diese ist auch nicht unwiderruflich oder in Stein gemeißelt. Aber eines erfordert sie doch: eine gewisse Menge an gelebtem Leben. Manche könnten ihre Entscheidung nicht einmal so extrem formulieren, aber letztendlich sind Worte hier auch wohlfeil.

    Für mich persönlich ist der Gradmesser eines Menschen seine Menschlichkeit, seine Taten, sein Mitgefühl, seine Empathie usw. Wie er diese begründet, mag interessant und hilfreich sein - ist für sich allein aber kein Bewertungskriterium. Innerhalb dieses Komplexes, meinte ich, fällt jeder Mensch früher oder später seine Entscheidung...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich hatte weiter oben schon darauf hingewiesen, dass ich das mit der Entscheidung für recht schwierig halte.

    Wenn man in der inneren Mongolei aufgewachsen ist, wird man sich wohl kaum für den christlichen Gott entscheiden(vorausgesetzt es gibt keine Missionare), oder?

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Ich meinte ja, daß selbst die Entscheidung, Atheist oder Theist zu sein, eine persönliche ist. Und daß sie für die moralische Position eines Menschen in seinem Umfeld zwar von Interesse ist, aber nicht ausschlaggebend. Ich kenne gute Theisten, gute Atheisten und einige gute, von denen ich es nicht weiß. War halt bisher nie das Thema; und meine Bewertung meiner Bekannten siehe oben letzter Absatz...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Dann nochmal deutlicher: Widerspruch!

    Es kann oft keine freie Entscheidung sein, wenn das Umfeld, wie wir wissen, entscheidend mitbestimmt, wofür man sich entscheidet.

    Es mag persönliche, freie Entscheidungen geben, sie dürften aber höchst selten sein.

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Als Standpunkt akzeptiert - aber wenn man vom Umfeld überstimmt wird, kommen Sachen raus, wie gamine sie so genial zusammengetragen hat. Trotzdem: wenn man die Sache so anpackt, hast du recht...

  • 5
    Antwort von DarkSepia DarkSepia

    Allgemein: Jemand, der kein Theist ist. Ein Theist glaub an einen, oder mehrere Götter.

  • 5
    Antwort von Tatzenrufer Tatzenrufer

    Abgrundtief böse Menschen ohne Moral und Gewissen, deren Religion die Evolutionstheorie ist und die Gott hassen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Meinst du das jetzt ernst, oder willst du mich auf den Arm nehmen?

    Kommentar von Tatzenrufer TatzenruferTatzenrufer

    Zweiteres.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Na immerhin. Es war nicht meine Absicht die Gläubigen hier in Verruf zu bringen.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Du hast vollkommen Recht.

    Hochachtungsvoll, ein frommer Christ, der es für moralisch hält, Homosexuelle zum Tode zu verurteilen.

    P.S.: Das war ein Scherz.

  • 5
    Antwort von drsnuggles1980 drsnuggles1980

    Atheisten brauchen keine Religion - Atheisten können selber denken.

    Reicht das als Erklärung?

    Kommentar von algol1 algol1algol1

    Ist es wirklich so einfach, dass Menschen, die an einen Gott glauben, sich das nicht hinreichend überlegt haben?

    Vielleicht haben sie ja, und sind nur zu einem anderen Schluss hekommen.

    Da fällt mir unwillkürlich Bertrand Russel ein, der gesagt hat:

    "Die tiefere Ursache des ganzen Ärgers liegt darin begründet, dass in der heutigen Zeit die Dummen so verdammt sicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind."

    Kommentar von drsnuggles1980 drsnuggles1980drsnuggles1980

    Du weißt schon, dass dein Zitat meine Aussage nur noch bekräftigt oder?

    Kommentar von algol1 algol1algol1

    Das hängt wohl davon ab, wie sicher Du dir bist (sein kannst), dass es keinen Gott gibt.

    Die Antwort bezüglich der Aussage des Zitats liegt also bei Dir.

  • 4
    Antwort von Tobias87 Tobias87

    Ein Atheist ist der Auffassung, dass die Aussage "Es gibt keinen Gott" zutrifft.

    Atheismus ist nicht:

    • die Ansicht, dass der Glaube an Gott schlecht sei
    • die Ansicht, dass der institutionalisierte Glaube, die Religion, schlecht sei
    • die Ansicht, dass es überhaupt keine übernatürlichen Wesen gibt

    Die ersten beiden Ansichten lassen sich logisch widerspruchsfrei zusammen mit der Ansicht, dass es einen Gott gibt, vertreten.

    Für die dritte Ansicht gilt das nicht, aber der Satz "Es gibt keinen Gott, aber Kobolde" ist ebenfalls logisch widerspruchsfrei, d. h. man kann Atheist sein und die 3. Ansicht der Liste ablehnen.

    Allerdings ist jeder, der der 3. gelisteten Ansicht zustimmt, immer auch Atheist (umgekehrt gilt das wie gesagt nicht), und man kann natürlich Atheist sein und allen aufgelisteten Ansichten zustimmen. Genauso kann man aber als Atheist auch an Elfen glauben und den Glaube an Gott und die Religion für gut halten.

  • 4
    Antwort von JeanRutti JeanRutti

    ein atheist ist davon überzeugt das es keinen gott gibt

  • 3
    Antwort von nowka2 nowka2

    atheisten sind menschen, die aus sich selber die kraft schöpfen, sich durch ihr leben zu tragen.


    dazu benötigen sie keinen kirchlichen glauben.


    Kommentar von gamine gaminegamine

    Jemand, der kirchlichen Glauben ablehnt, ist aber deswegen nicht selbstverständlich Atheist...

    Kommentar von nowka2 nowka2nowka2

    du hast recht!

    gemeint war religion und nicht kirche.

    gruß, nowka2

  • 3
    Antwort von TeeEi TeeEi

    Atheisten sind Menschen, die nicht an Gott glauben. Mehr sagt der Begriff nicht aus. Von daher gibt es auch ganz unterschiedliche Atheisten, genau so wie dass es unterschiedliche Theisten gibt: Juden, Christen, Moslems, Hindus, Sikh...

    Für mich ist es wichtig, dass man die genaueren, persönlichen Einstellungen offen hält. Ich bin selber Atheist, aber wenn ich hier manchmal lese, dass Atheisten so und so sind, dann denke ich "Hey Moment mal, das muss jetzt aber nicht bei jedem Atheisten zutreffen".

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich wollte nur nochmal bemerken, dass mir die Antwort sehr zusagt.

  • 3
    Antwort von BlackDracula BlackDracula

    Atheisten verneinen die Existenz von Göttern (oft auch anderen übernatürlichen Phänomenen, aber nicht zwingeng), da sie nicht ausreichend(keine) Beweise für ihre Existenz sehen. Sie sind meißtens nicht in irgendwelche Organisationen wie Religiöse in Kirchen organisiert. Dies ändert sich aber mit dem Aufkommen des neuen Atheismus, der aktiv gegen die Kirche im öffenlichen Leben vorgehen will z.B. mit Gegenwerbung. Sein Begründer ist Richard Dawkins.

    Agnostiker hingegen enthalten sich einer Meinung und legen sich weder auf das eine noch andere fest.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Glaubst du wirklich, dass sie aktiv gegen die Kirchen vorgehen wollen? Ich habe das bis jetzt so verstanden, dass sie den Glaubensgemeinschaften ein kräftiges "Lasst mich bloß in Ruhe!"entgegenschleudern. Das ist aus meiner Sicht noch keine Gegenwerbung....

    Kommentar von Unchrist UnchristUnchrist

    In diesem Zusammenhang finde ich den folgenden Begriff wichtig- Anti-Theiste ;)

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    normale Atheisten nein im Grunde widerspricht es ihnen auch, da sie ja Regel die Grundrechte als ihre moralische Basis nehmen (Außnahmen sind links rechts etc.). Sie akzeptieren die Religionsfreiheit eines jeden Menschen, nur fällt es manchen halt schwer, sich die ganze Zeit anhören zu müssen, dass ihre Seele in die Hölle kommt etc.. Solche Atheisten versuchen einen Gegenpol der Religion zu bilden z.B. mit der "There is probably no God" Kampagne auf Bussen.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula
    Kommentar von heffenberg heffenbergheffenberg

    Es gibt durchaus auch fundamentalistische Atheisten, die in gläubigen Menschen wie Osama Bin Laden, Walter Mixa und Sarah Palin eine Gefahr für andere sehen und sich nicht mit "so lange sie mich persönlich in Ruhe lassen" zufrieden geben.
    Solche Atheisten äussern sich mitunter sehr deutlich wie z.B. Karl-Heinz Deschner oder auch http://hpd.de/node/10768/

  • 3
    Antwort von lenzing42 lenzing42

    Atheismus heißt übersetzt : "Gottlosigkeit".

    Der Atheist leugnet Gott.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Welchen Gott leugnet er, deiner Meinung nach?

    Kommentar von drsnuggles1980 drsnuggles1980drsnuggles1980

    Alle.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Also eigentlich wollte ich, dass lenzing darauf antwortet.

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    Aber es stimmt - alle.

    Kommentar von lenzing42 lenzing42lenzing42

    @frank1968: Natürlich alle.

    Allerdings hätte diese Frage gelöscht werden müssen,da du mit ihr keinen Rat suchst.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Leugnen bedeutet etwas wider den Beweisen abzulehnen. Welche Beweise gibt es,dass alle Götter existieren?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Das ist nicht ganz richtig, denn ich frage mich ganz konkret, was die Leute sich hier unter dem Begriff vorstellen. Und ich denke auch, dass ich schon Einiges erfahren konnte.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Ich finde "verneinen", oder "nicht annehmen" besser, als "leugnen".

  • 3
    Antwort von bigfellow bigfellow

    Also, ich gehe da von der gr. Bedeutung aus, also "gottlos" bzw. als Bezeichnung für Menschen, die meinen, dass es keinen Gott gibt.

  • 3
    Antwort von SonjaHuKaChiMa SonjaHuKaChiMa

    Menschen die nicht an Gott oder sonstwas von dem was in der bibel steht glauben.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    oder dem koran, thora etc.

  • 2
    Antwort von notelook notelook

    Gegenfrage : was ist ein Christ? Wir sind alle nur Menschen und haben die unterschiedlichsten Neigungen und Fähigkeiten. Eine Aussage darüber zu machen, was ein Atheist ist, wäre zu flach. Zunächst einmal muss ich festhalten, dass bestimmt keine Gene etwas damit zu tun haben. Auch hat weder Bildung noch Elternhaus etwas damit zu tun, zumindest nicht bei einem erwachsenen Atheisten. Es geht eigentlich um das warum ist ein Atheist ein Atheist. Keiner kommt als Christ auf die Welt und eigentlich auch keiner als irgendein anderer religiöser Mensch. Dazu machen ihn höchstens Kulturen und Dogmen. Und das ist auch der springende Punkt. Religion bedeutet immer eine Einengung der Persönlichkeit, da in einer Religion Vorgaben gemacht werden, die eine Person einschränken in seinem Denken, seiner persönlichen Freiheit, seiner Denkweise und noch einiges mehr. Viele Atheisten, so auch ich, sind schon im Kindesalter innerlich dagegen angegangen, sich im Religiuonsunterricht an eine strikte und unlogische Denkweise anzupassen. Man stellt Fragen und wird dafür ermahnt. Man fragt nach warum das, und wird bestraft. Da ist man schnell dabei, sich spontan von diesem Zirkus abzugrenzen, weil man sich sagt, diesen Unsinn kann ich nicht akzeptieren. Da es nie befriedigende Antworten gibt, findet man sich automatisch auf der Seite der Ungläubigen und somit ist man Atheist. Das ist eine kurze Beschreibung, aber so oder ähnlich spielt es sich auch bei anderen Atheisten ab. Entweder man hat es in sich, die Religion mit Logik zu hinterfragen, oder man hat es nicht und akzeptiert diesen Unsinn. Es gibt auch eine weitere Variante, und die heißt sich anpassen. Das wiederum hängt oft mir der Stellung der Eltern ab und davon, wo man wohnt. Das bedeutet also, sich zu fügen und etwas zuzulassen, was eigentlich nicht gewollt ist. Das ist für mich der schlimmste Schwachsinn, den sich ein Mensch antun kann. Ich bin Atheist und so ist ein Atheist! Klar?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Klares Statement!

  • 2
    Antwort von goodboy21 goodboy21

    Im Prinzip eine ganz einfache Frage. Ein Atheist ist jemand, der den Glauben an Gott nicht teilt. Jetzt kommt es natürlich drauf an, wie man Gott definiert. Denn je nach Definition würde sich die Anzahl der Atheisten entweder verkleinern oder vergrößern. Im Allgemeinen wird Gott als ein Art Superwesen definiert, der im wesentlichen Allwissend, Allmächtig und Allgütig ist. Hier sind es schon recht viele Menschen, die sich Atheist nennen dürfen. Denn Leute, die an solch einem Konstrukt festhalten, sind meistens nur Indoktrinierte. Definierst du hingegen Gott schlicht als ein höheres Wesen, verringert sich die Anzahl der Atheisten deutlich. Da letzendlich für beide Seiten Beweise fehlen, liegt bei beiden die Chance jeweils zu 50 %, dass sie richtig liegen. Bevor man sich einen Denkfehler erlaubt, das gilt auch für unzählige andere Sachen, wo Beweise weder für Existenz noch für Nichtexistenz existieren. Zu sagen, Atheisten sind Atheisten weil sie anfangen zu denken ist nichts als Hirnriss und Propaganda, da es sich keineswegs verallgemeinern lässt. Atheismus ist die Position, dass man sich zu 100 % überzeugt ist, dass es keinen Gott gibt. Sich solch einer Position anzunehmen, es eher ein bisschen törricht. Selbst der Autor von dem Besteller "Der Gotteswahn", namentlich Richard Dawkins bezeichnet sich selbst nicht als Atheisten.

    Kommentar von Unchrist UnchristUnchrist

    Doch, das tut er. Allerdings sagt er auch, dass kein klar denkender atheist behaupten würde 100% sicher zu sein.

    Kommentar von Unchrist UnchristUnchrist

    Doch, das tut er. Allerdings sagt er auch, dass kein klar denkender atheist behaupten würde 100% sicher zu sein.

    Kommentar von goodboy21 goodboy21goodboy21

    Wie sicher sind Sie sich denn?

    .

    Ich bin Agnostiker. Üblicherweise sind Agnostiker Leute, die eine 50 : 50-Wette über die Existenz Gottes eingehen: Kann sein, dass es ihn gibt, kann auch sein, dass es ihn nicht gibt. Das finde ich zu wenig. Auf der anderen Seite stehen die Atheisten. Atheismus in purer Form heißt: Gott gibt es mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht. Auch diese Position teile ich nicht. Ein Wissenschaftler sollte sich nie hundertprozentig sicher sein.

    -

    Quelle:http://www.stern.de/wissen/mensch/richard-dawkins-gott-existiert-mit-grosser-wahrscheinlichkeit-nicht-599503.html


    Du darfst auch gerne deine Quelle posten, sofern sie Online vorhanden ist ;-P

    Kommentar von Unchrist UnchristUnchrist

    Hm dieses Interview verblufft mich grade schon ein wenig. Ich habe keine Quelle, die online ist, aber ich habe hier "Der Gotteswahn" vor mir liegen (3. Auflage). In dem Kapitel "Die Armut des Agnostizismus" unterscheidet er zunächst zwischen den vorübergehend pragmatischem Agnostizismus und dem prinzipiell permanenten Agnostizismus. Die Frage nach existenz eines Gottes liegt seiner Meinung sehr wohl im Bereich des logisch Erfassbaren.

    Dann auf der Seiten 72f führt er eine mögliche Einteilungsskala für die Einordnung der positionen. Das geht von 1. Stark theistisch - Gotteswahrscheinlichkeit 100% über 4. Genau 50% unparteiischer Agnostizismus hin zur 6. Sehr geringe Wahrscheinlichkeit, knapp über 0. Das nennt er dann de facto atheistisch. "Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt" und dann schließlich 7. Stark atheistisch, also 100% dass es keinen Gott gib

    Kommentar von Unchrist UnchristUnchrist

    Auf der Seite 73 schreibt er dann "Es würde mich wundern, wenn mir viele Menschen aus der Kategorie 7 begegnen würden(...) Es liegt in der Natur des Glaubens, dass, dass man wie (C.G.) Jung in der Lage ist, eine Überzeugung ohne ausreichend Begründung zu besitzen(...) Mich selbst rechne ich zur Kategorie 6 mit starker Neigung zur 7; agnostisch bin ich nur in dem gleichen Ausmaß wie gegenüber der Frage, ob unter meinem Garten Feen leben."

    Kommentar von goodboy21 goodboy21goodboy21

    Hm, interessant. Wenn er sich selbst zu 6 klassifiziert, dazu auch noch mit starker Neigung 7, passt das nicht ganz zu dem Interview.

  • 2
    Antwort von coeleste coeleste

    leugnung der existenz gottes

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Welchen Gottes?

  • 2
    Antwort von norelig norelig

    Atheist ist jemand für den das Wort "Gott" absolut bedeutungslos und Inhaltlos ist .

  • 2
    Antwort von Kampy Kampy

    Das ist einfach. Jemand, der nicht glaubt, dass es einen Gott gibt (bzw. jemand der glaubt, dass es keinen Gott gibt).

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Ist es das? Wenn du einem Atheisten ins Gesicht sagst, er glaube, daß es keinen Gott gibt, richte dich auf eine angeregte Diskussion ein. Schon die Sprache enthält hier so viele Fallstricke - nein, ich glaube, ganz so einfach ist es nicht...

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    Doch, es ist so einfach. Nur weil 'glauben' zwei Bedeutungen hat, was viele Religiöse benutzen, um das gegen Atheisten wie einen Taschenspielertrick zu verwenden, heißt das nicht, dass mehr dahinter steckt. Es ist so einfach.

  • 2
    Antwort von Gartenphilo Gartenphilo

    D.h. also an ein höheres Wesen können sie durchaus glauben, sie glauben einfach nur nicht an Gott.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    nein sie verneinen die Existenz von allen übernatürlichen Wesen die unseres Leben beeinflussen. Wenn du damit irgendwelche Energiealiens meinst hast du natürlich recht.

  • 2
    Antwort von Jouten Jouten

    Ein Mensch der nicht an Gott glaubt. Punkt.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Auch an dich die Frage: An welchen denn?

    Ich meine, es gibt ja nun auf der Welt sehr verschiedene Gottesvorstellungen. Man kann ja nicht an alle glauben.

    An welchen Gott darf man denn nicht glauben, um als Atheist bezeichnet zu werden?

    Kommentar von Jouten JoutenJouten

    An keinen.

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    Sehr richtig.

  • 1
    Antwort von Tanja91 Tanja91

    Es gibt zwei Ebenen, die bei dieser Frage immer wieder mit reingespielt haben: die erkenntnistheoretische und die othologische. Und weil es in der Richtung ein wenig Streit gab, dachte ich, ich versuche das mal zu trennen. Anmerkzung dazu: Ich schreibe nur nach bestem Wissen und bin kein hochkarätiger Philosoph in dem Gebiet.

    Die onthologische Frage ist hier etwa: Was können wir erkennen?

    Die Antwort darauf lautet dann zum Beispiel: "Wir können nichts so richtig erkennen und können uns bei nichts, was wir wahrnehmen, hunderprozentig sicher sein" (Agnostiker) oder "Wir können unsere Umwelt umfassend wahrnehmen und erkennen die Wahrheit" (Gnostiker)

    Dann folgt die erkenntnistheoretische Frage: Was erkennen wir?

    Da kommt zum Beispiel ein: "Ich erkenne Gott, und der ist so und so und will das und das" (gläubiger Mensch) oder ein "Ich erkenne, dass es keinen Gott gibt/ geben kann" (Atheist)

    Das ist wohl das, was meinte, als er sagte, dass Atheismus auch gewissermaßen nur eine Religion ist: Ateismus antwortet auf die selbe Frage wir Religion.

    Natürlich kann man die Antworten der unterschiedlichen Fragen miteinander kombinieren, zum beispiel indem man gläubiger Agnostiker ("Ich vermute, dass es meinen Gott gibt, aber ich weiß es nicht") oder atheistischer Gnostiker ("Es gibt ja Gott sowas von sicher nicht!" - mehrmals in dieser Diskussion erlebt) ist.

    Das ist der Grund, weshalb man allein aus dem Begriff "Atheist" nicht herauslesen kann, ob jemand seine Meinung für fehlbar hält und eben nur für eine Meinung, oder ob es für ihn wirklich eine Weltanschauung ist.

    Kommentar von HiFiech HiFiechHiFiech

    Danke für diese sachliche Auseinanderlegung der zwei Ebenen, so hatte ich das tatsächlich gemeint und hab entsprechend angenervt auf missionierende Atheisten reagiert.

    Kommentar von Tanja91 Tanja91Tanja91

    Freut mich, gerne geschehen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Das Grundproblem, Tanja, ist aus meiner Sicht, dass wir erst einmal festlegen müssten von welchem Gottesbild wir sprechen. Die Vorstellungen wer oder was Gott ist, und was Gott will sind dermaßen verschieden und widersprüchlich, dass die meisten Atheisten sich darauf geeinigt haben keines der vorhandenen Gottesbilder für bare Münze zu nehmen. Insofern gibt es "atheistische Gnostiker" nicht wirklich, sondern meistens nur in der Phantasie der Gläubigen. Atheisten nehmen einfach nur die vorhandenen Gottesvorstellungen aus vernünftigen Gründen nicht sehr ernst. Ob es nicht irgendwas gibt, darüber äußern sie sich nicht, weil sie diese Dinge nicht fassen können.

    Im Gegensatz zu den Gläubigen sind sie sich dieser Tatsache aber bewusst. 

    Kommentar von Tanja91 Tanja91Tanja91

    Wenn die Atheisten, wie du andeutest, immer auch ein bisschen Agnostiker sind (indem sie sich bewusst sind, dass sie es nicht fassen können), dann finde ich das gut.

    Wenn sie aber die Wissenschaft als Alternativreligion nehmen (Evolutionstheorie, Urknalltheorie und ähnliches werden zur absoluten und unanfechtbaren Wahrheit erklärt - obwohl sie Theorien heißen - während alles, was auf einen höheren Sinn hindeutet, zu Scheiße erklärt wird), wenn sie missionieren (statt ihr "ich kann es nicht fassen" als einen Ausgangspunkt für Toleranz zu nehmen), wenn sie sich aus allem Übersinnlichen flüchten, indem sie es dementieren, um nicht mit den Grenzen ihres Verstandes und ihrer Macht konfrontiert zu werden - dann kann ich den Atheismus nicht als die klügere Entscheidung anerkennen.

    Ich habe kein Prblem damit, anzuerkennen, dass es viele "vernünftige" Atheisten der ersten Sorte gibt. Aber ich habe das starke Gefühl, es gibt auch einige von der zweiten Sorte.

    Wenn sagt "Atheisten können selber denken" (womit er impliziert, dass Gläubige das nicht können), dann ist er in der selben Weise herablassend, wie man das den lästigsten Vertretern einer Religion vorwirft.

    Wenn sagt, dass Atheisten "vollkommen richtig liegen." - und damit auch noch 14 Leute findet, die das genauso sehen - dann zeigt mir das, dass es eben doch gnostische Atheisten gibt.

    Wenn es nach mir ginge können sich sowohl Atheisten als auch Gläubige ihrer Sache noch ein gutes Stück unsicherer werden. Wenn beide Parteien sich dessen bewusst sind, dass dieser Bereich nicht gut greifbar ist, und sich gleichzeitig darauf einlassen können, ihm (wenigstens ein bisschen) offen gegenüberzustehen, dann wäre das aus meiner Sicht ein guter Schritt gegen Engstirnigkeit, Missionarseifer und Intoleranz.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich denke, ich stelle nach der Arbeit eine neue Frage zu dem Thema, denn ich habe das Gefühl, dass es einerseits eine Menge Klärungsbedarf und andererseits die Möglichkeit zu einer wirklich guten Diskussion gibt.

    Und zu deinem Wissenschaftsverständnis: Ich fürchte, du vertrittst eine Position, die weniger mit Wissenschaft als mit der Negativpropaganda seitens der Gläubigen zu tun hat. Ich werde darauf eingehen. Gruß, frank

  • 1
    Antwort von klafidd klafidd

    Das sind Menschen, die an keinen Gott/keine Götter glauben. Mehr nicht. Hat nichts mit Religion zu tun. Es gibt atheistische Religionen und es gibt theistische religionen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Könnte ich bitte ein Beispiel für eine atheistische Religion haben?

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    Buddhismus

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Kampy, du musst nicht überall deinen Senf dazugeben. Ich würde ein Argument vorziehen. Und ganz nebenbei, der Buddhismus in seiner chinesischen Ausprägung beispielsweise kennt eine Menge Götter.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    Buddhismus beeinhaltet den Glauben an Götter nämlich die des Hinduismus, nur wird denen nicht so ein großer Stellenwert beigemessen. Man kann aber z.B. als Gott wiedergeboren werden.

  • 1
    RatgeberHelden Antwort von Sonnenschnauz Sonnenschnauz

    Aus aktuellem Anlass die Meinung der Bibel zu dieser Frage:

    Psalm 14

    Die Torheit der Gottlosen

    1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes tue.

    2 Der HERR schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.

    3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.

    4 Will denn der Übeltäter keiner das merken, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren; aber den HERRN rufen sie nicht an?

    5 Da fürchten sie sich; denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.

    6 Ihr schändet des Armen Rat; aber Gott ist seine Zuversicht.

    7 Ach daß die Hilfe aus Zion über Israel käme und der HERR sein gefangen Volk erlösete! So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Sie sind also der Meinung, dass alle, die nicht an den christlichen Gott glauben, Tore sind und ein Greuel, und dass nicht einer, der nicht christlichen Glaubens ist, Gutes tut?

    Also auch alle Moslems, Buddhisten,.... finden keine Gnade vor ihren Augen?

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Ich gebe die Antwort der Bibel wieder. Die genügt doch.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Und den Mut zur Position der Bibel zu stehen, haben Sie nicht?

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    tatsächlich ist tor eine häufige beziehung für atheisten seitens der gläubigen, die sogar von dawkins scherzhaft selber verwendet wird.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Hör mal, das ist nicht eine Frage des Mutes. Ich identfiziere mich damit, natürlich historisch-kritisch, ist schließlich mein Beruf.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich habe Ihnen, werter Sonnenschnauz, eine klare Frage gestellt, und Sie antworten mir "Steht doch in der Bibel" Damit will ich mich nicht zufrieden geben.

    Halten Sie also Moslems, Buddhisten und Juden für ein Greuel, ja oder nein?

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Die Meinung der Bibel hat nichts mit der Frage zu tun, da die Bibel kein Wörterbuch und schon gar nicht unvoreingenommen ist!

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    frank, deine Frage zielt auf etwas anderes, als ich zitiert habe. Nach Psalm 14 ist derjenige ein Tor, der in seinem Herzen sagt, es gibt keinen Gott. Als dieser Psalm geschrieben wurde, gab es noch keine Christen. Er richtet sich an Juden.

    Muslime gab es auch noch nicht, und Buddhisten waren damals ganz sicher nicht bekannt.

    Buddhisten sind m. E. keine Religion, sondern eine Ethik. Was sie "im Herzen sagen", weiß ich nicht.

    Deine "Frage" lässt sich von mir so so gar nicht beantworten. Ich sage gar nichts zu anderen Religionen, die doch zumindest von Gottes Existenz wissen. Ich werde sie auch nicht verächtlich machen. Ich rede, mit einem Bibelzitat, von Atheisten. Muslime und Juden sind keine Atheisten. Buddhisten sind ein Sonderfall.

    Persönlich bin ich der Überzeugung, dass Gott existiert. Mit welcher Vokabel er diejenigen, die alles Mögliche aufwenden, um seine Existenz zu verneinen und ihn zu verspotten, bezeichnet, weiß ich nicht. "Greuel" in der Sprache der Bibel sollte man jedenfalls ernst nehmen.

    Es gilt, was Paulus im Galaterbrief (6,7) schreibt: "Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten."

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "Einer bleibt von aller Kritik ausgeschlossen, das ist Gott. Das kommt daher, dass jeder fühlt und weiß: Er hat immer recht und er wird immer recht haben. In der kritiklosen Treue, in der Hingabe an Gott, die nach dem Warum im Einzelfalle nicht fragt, in der stillschweigenden Ausführung seiner Gebote liegt unser aller Glaube verankert."

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Gut, du hast dich nochmal gemeldet, und das weiß ich durchaus zu schätzen.

    Nur...überzeugend war der Auftritt nicht gerade. Mir kam er vor wie ein ungeordneter Rückzug.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Halten Sie also Moslems, Buddhisten und Juden für ein Greuel, ja oder nein?

    .

    Die Antwort möchte ich auch von Schnauz hören. Zu gerne.

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Lieber Sonnenschnauz,

    auch ich wäre gern an Ihrer eigenen Definition des Atheisten interessiert. Die Bibel zu zitieren ist mit Verlaub gesagt ein wenig einseitig und nur die halbe Miete. Außerdem kamen die Gläubigen, die sich des eigenen Denkens enthielten und versuchten, den gesamten Lebensweg nach den Schriften auszurichten, im weiteren Verlauf dieses Buches nicht so gut weg. So scheint es zumindest mir - und die Frage richtete sich an die User, will sagen an Menschen mit ihren Erfahrungen, Wünschen und Träumen. Bitte, eine Meinung von Ihnen...

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    andisazi, auf eine unpolemische, an einem Dialog interssierte Frage lasse ich mich gerne ein. (Auf bestimmte User hier im Forum antworte ich nicht mehr.)

    Zuerst einmal: Dass Gläubige "sich des eigenen Denkens enthielten" und enthalten, dass Atheisten im Gegenteil angeblich das eigene Denken einschalten, ist hier im Forum das übliche polemisch Klischee. Da ich hier schon oft wegen meines Glaubens beschimpft und persönlich angegriffen worden bin, spreche ich aus Erfahrung.

    Man kann und muss sein Denken schon sehr gebrauchen, will man christlicher Theologe sein. Glauben und Aufklärung schließen sich nicht nur nicht aus, sondern bedingen sich.

    Dass es hier im Forum auch Atheisten gibt, die intellektuell sehr redlich sind, die es sich nicht leicht machen mit ihrer Ablehnung, bei denen geistige Arbeit hinter ihrer Haltung steht, gestehe ich gerne zu. Aber meistens halten sich gerade diese aus Dialogen heraus, weil solche Dialoge sofort durch Rabulistik und Polemik anderer pervertiert werden. GF scheint nicht gerade ein seriöses Forum für Dialoge zu sein.

    Zu den Atheisten: Ich halte den Atheismus geistesgeschichtlich für eine Fehlentwicklung. Ich beziehe mich dabei vor allem auf einen englischen Theologen, Leslie Newbigin, der aber hier ziemlich unbekannt sein dürfte (The open secret; Foolishness to the Greek etc).

    Fehlentwicklung, die nur hier in dem kleinen Teil "Europa", einem Zipfel an der Westecke Asiens auftritt. Und dort, wohin man diese Ideologie exportiert hat.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Fortsetzung: Fehlentwicklung: Auf das Christentum konnte man, wegen der Religionskriege (16.+ 17.Jhdt) kein Recht mehr aufbauen. Grotius u.a. klammert Religion also aus. Die Religion wird dann weiter ausgeklammert. Gott existiert in der Aufklärung zwar noch, auch bis zu Hegel (alles sehr sehr verkürzt gesagt), aber er spielt keine (besondere) Rolle mehr in Philosophie und Recht.

    Seit dem Linkshegelianismus (verkürzt) wird Gott dann abgeschafft.

    Wie gesagt, Fehlentwicklung, vom Gesamten der Religionen in der Welt aus gesehen. Dass die Atheisten sagen, dass sie die einzige Wahrheit besitzen, ist mir bekannt.

    Erst mal soviel.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ok, darauf werde ich eingehen. Später

    Dass "die" Atheisten sagen, dass sie die einzige Wahrheit besitzen halte ich für ein hartnäckiges Gerücht. Aber immerhin beantwortet diese Aussage einen Teil meiner Frage.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    frank, wenn du wirklich mit mir diskutieren willst, sollten wir das per e-mail machen und nicht mehr im Forum. Ich bin gerne dazu bereit, will mich aber nicht der schmutzigen Polemik bestimmter Leute aussetzen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ok, könnten wir machen, nur könnte ich mir vorstellen, um Deine Begründung aufzunehmen, dass du mit einem Einstieg wie dem von heute heftige Reaktionen geradezu heraufbeschwörst.

    Wer nach seiner Meinung gefragt wird, und ausgrenzende sowie beleidigende Bibelzitate postet, und das ohne Kommentar, leistet natürlich einerseits dem Vorurteil vorschub, dass Gläubige immer nur zitieren und nicht selber denken, und dass sie von ätzender Arroganz sein können.

    Da wird ein Dialog dann ganz schwierig

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    frank, zu 20.54 Uhr, da könntest du auf deine WEise recht haben.

    Andrerseits bin ich nicht nur erstaunt, sondern sogar froh darüber, dass ein Bibelzitat noch solche Reaktionen auslöst. Hätte ich nicht gedacht. Ehrlich, weil die Bibel doch meistens als "Märchenbuch" abgetan wird.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Naja, beleidigend ist beleidigend. Da ist es letztendlich dann auch egal wer oder was zitiert wird...

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Polemik? :-))

    Schlimmer noch, Theo.

    Ich meinte das eher sachlich sowie ernst.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "(Auf bestimmte User hier im Forum antworte ich nicht mehr.)"

    .

    Damit meint er mich, Andi.

    Er, der Theologe, unterstellt mir gerne Hass als Motor meiner selbst. "Hass", das absolute Gegenteil der Liebe.

    Unter dem Strich ist er nichts als ein unreflektiert dogmatischer Kreisbahndenker mit nem Titel, aber das kann und will er nicht diskutieren.

    Aus gutem Grund.

    Er hat keine Argumente die nicht schon vor Jahrhunderten widerlegt worden wären.

    .


    "Ich halte den Atheismus geistesgeschichtlich für eine Fehlentwicklung."

    .

    :-))) Was will man da schon sagen! :-)))

    Die Theisten vermögen die Existenz Gottes nicht ausreichend plausibel zu begründen, aber es ist dann natürlich des Atheisten "Fehlentwicklung" wenn er jene Begründungen nach den Kriterien der rationalen Vernunft ablehnt. :)

    .

    Solche Knaller bringt der dauernd.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Also, ich würde den Theismus evolutionsgeschichtlich gesehen quasi für eine Fehlentwicklung halten. Da große Entwicklungen haber keine Ziele haben, gibt es auch keine Fehler.

    Kommentar von Reisswolf53 Reisswolf53Reisswolf53

    Schnäuzchens übliche Masche: er antwortet nicht mehr auf bestimmte User! Was soll er auch gegen Argumente sagen? Die Bibel zitieren? Diese User "schmutziger Polemik" bezichtigen? Die Geschichte verfälschen und tendenziös darstellen, so wie es die Kleriker seit Jahrhunderten machen, weil die "Fehlentwicklung" voranschreitet? Weiter nichts als absoluter Synapsenkollaps! Ein Glück, dass die Scheiterhaufen aus der Mode gekommen sind!

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    ich habe auch eher den eindruck, dass die atheisten bei gf schon gerne diskutieren würden. das problem ist nur das gläubige hier gerne wie gesagt ellenlange zitate posten oder kreisargumentationen darbringen. ich selbst habe überhauüpt keine lust mich in einem frageportal, wo die antworten kurz sein sollten, aufsätze mit mangelnder beweislage und schlechter argumentation durchzuarbeiten.

    die kurze argumentation hier seitens schnauze sagt mir da schon eher zu, nur scheint dass ja auch nicht so oft der fall bei ihm zu sein.

    fazit: theologen können nicht kurz und prägnant antworten(mit argumenten).

    Kommentar von TeeEi TeeEiTeeEi

    Das trifft hier aber nicht zu. So lang waren die paar Bibelversen nun auch nicht. Evangelista ist da mit dem Zitieren schon deutlich unermüdlicher. Und wenn die Zeugen Jehovas anfangen, aus ihrer Internetseite was zu kopieren, dann hört es gar nicht mehr auf...

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Na ja, gemischtes, aber letztlich ganz gutes Echo auf einen uralten kurzen Psalm. Neulich schrieb hier einer, dass "nur getroffene Hunde aufjaulen". Manche jaulen hier und ärgern sich furchtbar, dass ich sie übergehe. Den anderen, die nachdenklich sind, danke ich.

    Da scheint die Bibel also doch noch ganz aktuell zu sein, wenn sie Reaktionen auslöst.

    Ein Bild kann sich jeder selber hier machen und dann urteilen, der einigermaßen besonnen an die Sache herangeht.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "Manche jaulen hier und ärgern sich furchtbar, dass ich sie übergehe."

    .

    :-))) Dazu müsstest Du mir erst erklären was ich verlöre, so ich an Deinem Geist nicht teilhaben kann.

    .

    Das trifft mich genausowenig wie es Dich sicherlich nicht trifft, dass Du verhinderter Pfaff mir gänzlich wumpe bist.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Stimmt schon. Lang war es nicht.

    Was mich nur immer wieder begeistert, ist dieses Selbstverständis mit welcher so ein Vers immer wieder herausgekramt wird und man ihn stolz präsentiert, als hätte man gerade ein komplett richtig ausgearbeitetes Argument dargebracht. :)

    .

    Man ist im Dialog, freut sich ein paar Sätze oberhalb einer akzepablen Vernunftgrenze ausgetauscht zu haben – und kaum dass man eine auch nur einen Hauch zu hinterfragende, die Systematik des Glaubens eventuell aushebelnde Frage erstellt hat, entgleitet Dir Dein gläubiger Mitdiskutant indem er in eine Art Schockstarre verfällt und er mit schriftlicher Schnappatmung Bibelverse Dir hinknallt, als würde er sich damit der Frage entziehen, oder sie gar –was noch schlimmer ist– beantworten können.

    Von der Fähigkeit einer kritischen Wahrheitsfindung ist da keine Spur mehr vorhanden. Da will partout nicht mehr mit wachem Geist gedacht werden.

    .

    Der da oben ist natürlich findiger: Die Torheit der Gottlosen! Die Bibel bestätigt sich mal wieder selbst.

    .

    Die Bibel soll falsch sein?

    Na, dann schauen wir doch mal in die Bibel.

    AHA! Da steht es ja.

    Hier in der Bibel steht die Bibel habe recht und wer daran zweifelt sei ein Tor.

    .

    Faszinierend wie selbst studierte Erwachsene sich dergestalt selbst ein Bein stellen, ohne es zu merken.

    So eine Art Rückversicherung für wankende. Genau wie der Vorwurf man sei ja nur von Teufel beseelt, kaum dass man einen Punkt gemacht hat. Zirkulär angelegte Totschlagargumente zur Selbstbetäubung bis der Zweifel –so er denn überhaupt entsteht– sich wieder gelegt hat.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Da das Alte Testament so aktuell ist, hier noch ein passendes Zitat fur bestimmte Schreihälse aus Psalm 2,1ff:

    "Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? .....die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: "Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer."

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Wie ihr seht, selbst wenn man das Prinzip erklärt, begreift er es noch immer nicht.

    Kommentar von BlackDracula BlackDraculaBlackDracula

    das lustige ist, dass die zitate erst durch den ganzen theologischen deutungsversuch drumherum nutzbar sind. alleine erklärt so psalm gar nichts.

    Kommentar von koch234 koch234koch234

    Das kommt davon, dass die Bibel ein hunderte Jahre altes Sammelalbum à la Readers Digest ist und man alles und jedes damit belegen könnte, sowie auch das genaue Gegenteil.

    Und es sind tatsächlich Leute damit beschäftigt.

    Und das obwohl man nicht mal weiß, was alles gefälscht und zugefügt und weggelassen wurde.

    Atheisten sind in meinem Sprachgebrauch nicht Leute die Gott/Götter leugnen, sondern solche Personalisierungen von Ethik und Moral einfach ignorieren.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Stimmt.

    Vor allem solche Personalisierungen von Ethik und Moral.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Möglicherweise findet ihr solche Verse passender:

    Heinrich Heine

    Selten habt ihr mich verstanden,

    selten auch verstand ich euch,

    nur wenn wir im Kot uns fanden,

    so verstanden wir uns gleich.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Du darfst mich gern Duzen, ich mach das ja auch.

    Möglicherweise findest Du Dich ja hierin wieder...

    .

    Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann

    Joseph Joubert

    .

    Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker selten gläubig

    Hans Daiber

    .

    Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel

    Den kennst Du sicher... K.-H. Deschner

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Da ich diese Stampede teilweise mit losgetreten habe, will ich mich nochmal abschließend (was mich betrifft) äußern:

    Ich gehe erst einmal soweit mit, daß ein aus dem Kontext und auch aus seiner Zeit gezogenes Bibelzitat für sich allein keine gute Antwort für eine Frage ist, die eigentlich das Wesen des Atheismus betrifft. Auch wenn dem Zitierenden evtl. völlig klar ist, was er meint, muß er bedenken, daß gerade die Bibel so oft interpretiert worden ist, daß es schon ein großes Glück wäre, verstünde der Angeschriebene eben jenen Vers genauso. Hier sind eigene Formulierungen nötig; nicht aus Gründen der Verbesserung, sondern aus Gründen der Präzision.

    Was ich hingegen in keinem Falle mittragen kann, sind reflexartige Rückhandschläge. Und die treten, wie man hier sieht, nicht nur bei Kommentaren, sondern sogar bei Antworten selbst auf. Und sie kommen aus allen Lagern, zumindest sehe ich keine gravierenden quantitativen Unterschiede. Selbstverständlich hat jeder Mensch, der sich zu solchen Themen äußert, eine eigene Meinung/Überzeugung - und es wäre dumm zu erwarten, daß diese sich im Laufe einer Frage wandeln sollte. Und selbstverständlich hält jeder seine eigene Überzeugung für richtig.

    Und weil das so ist, und weil wir alle das wissen und uns selbst davon nicht ausnehmen dürfen, muß bei solchen Diskussionen in Rat und Gegenrat mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Respekt argumentiert werden. Einem Theisten gleich welchen Glaubens sollte klar sein, daß man Menschen nicht zu Gott/den Göttern zwingen oder sie treiben kann: Menschen sind keine Herde, jeder einzelne ist zu achten und ist es wert, daß man ihn anhört und seine Worte überdenkt. Wer auf der Suche nach Wahrheit ist und meint, sie gefunden zu haben - von wem wird er sich auf Fehler aufmerksam machen lassen, wenn er doch nicht vollkommen ist?

    Kommentar von andisazi andisaziandisazi

    Fortsetzung:

    Ein Atheist sollte sich vor Augen halten, daß sein Gegenüber gewiß genauso lange und intensiv über das Leben und seinen Sinn nachgedacht hat wie er selbst. Es ist genauso billig, Gläubige vorab für eingeschränkt denkfähig zu erklären, wie es falsch wäre, Atheisten als Ketzer den Mund zu verbieten. Wer sich als Atheist mit der Dialektik befaßt hat, weiß, daß zur These stets die Antithese gehört, aus deren Wechselwirkung am Ende erst die Synthese passieren kann. Wenn man eine dieser Komponenten von vorneherein als dumm und falsch abtut, bewegt sich bald gar nichts mehr.

    So, ich habe zwar die Befürchtung, mich bei einer Menge Leute hier unbeliebt zu machen; doch das ist mir egal. Wir lernen voneinander nur im Miteinander; das bedeutet Augenhöhe und gegenseitigen Respekt. Sich entwickelndes Denken erfordert die ständige Befreiung von den eigenen Vorurteilen...

    LG andisazi

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Ich finde deinen Kommentar sehr schön. Danke!

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Eine klitzekleine, aber wie ich finde, wichtige Anmerkung: Ich habe noch nie einen Atheisten kennengelernt, der angenommen hat, gläubige Menschen seien eingeschränkt denkfähig. Das wäre auch wirklich beleidigend.

    Viele sind aber der Meinung, manche gläubige Menschen seien eingeschränkt denkwillig. Das hat mehrere Gründe.

    Erstens einen logischen: Wer das Glaubensgebäude seiner Umgenbung mehr oder weniger eins zu eins übernommen hat, hat darüber wahrscheinlich nicht allzuviel nachgedacht.

    Zweitens einen Erfahrungsgrund: Mit manchen(längst nicht mit allen!) Gläubigen sind Diskussionen nicht zu führen, weil sie sich gegen bestimmte Argumente sperren. Und das ist definitiv Denkunwilligkeit. Dafür mögen sie gute Gründe haben, ich halte es aber trotzdem für unhöflich.

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    frank, das ist deine Analyse, die auf deiner bisherigen Erfahrung beruht. Sie ist aber nicht vollständig. Die christliche Theologie versucht, wenn ich mal verallgemeinern darf, (christliche) Antworten auf (nicht-christliche) Fragen zu geben. Alle großen Theologen haben immer zuerst ihre Umwelt ernstgenommen. Z. B. die Philosophie, die ja die Fragen der Zeit formuliert. Es ist nicht "Denkunwilligkeit", wenn man ein Argument nicht übernimmt, sondern überdenkt und zu einem anderen Schluss kommt. Die Theologie nimmt die Fragen ernst, aber sie gibt meistens, von ihren Voraussetzungen her, andere Antworten, als der Fragesteller sie erwartet. andisazi hat das (auf seine eigene Weise) sehr gut mit Hegel erklärt, dass eine Antithese die These zur Voraussetzung hat, sie ernstnimmt, aber die These selbst überholt.

    Es ist nicht ein Sperren gegen ein Argument, wenn man als Theologe die angebliche Nicht-Existenz Gottes nicht übernimmt.

    LG

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Also die Nicht-Existenz oder Existenz Gottes würde ich als Argument auch auf keinen Fall gelten lassen, weils nämlich keins ist.

    Ich dachte an Diskussionen mit Ultrakreationisten beispielsweise.

    Und ich habe auch nicht davon geredet, dass man ein Argument übernehmen sollte! Keineswegs! Man sollte es anhören und abwägen, allein das gebietet die Höflichkeit. Was man anschließend macht ist Privatsache.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "Eine klitzekleine, aber wie ich finde, wichtige Anmerkung: Ich habe noch nie einen Atheisten kennengelernt, der angenommen hat, gläubige Menschen seien eingeschränkt denkfähig. Das wäre auch wirklich beleidigend."

    .

    Wenn ich mich da kurz melden darf....

    Gläubige Menschen nicht, nein. Unterschreib ich.

    Aber für sog. Kreationisten, also jene die zum Beispiel die Überzeugung haben, die Erde wäre weniger als 10.000 Jahre alt und wäre in realen 144 Stunden erschaffen worden und Ähnliches, gilt das für mich nicht.

    Jene erachte ich tatsächlich für geistig ordentlich unmöbliert. Eine solche Haltung lässt sich nicht mehr einfach mit einem Glauben abdecken, das ist schon Fahrlässigkeit.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Möglich, allerdings gibts unter den Brüdern einige, denen ich durchaus eine normale Denkfähigkeit zu attestieren geneigt wäre, wenn, ja wenn sie den Kleister, den sie sich haben auf Augen und Ohren pappen lassen, entfernen könnten.

    Ich kann immer nicht so richtig entscheiden, ob Fundamentalisten wirklich so blöd sind, oder so blöd gemacht wurden. Im Zweifelsfalle für den Angeklagten...

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Mit "blöd gemacht", kann ich auch gut leben.

    .

    "Wenn die Kinder nicht nach dem fragen dürfen, was sie interessiert, was sie seltsam oder unwahrscheinlich finden, wenn ihre Fragen ausweichend, zweideutig oder verlogen beantwortet werden, wenn ihre geistige Arbeitskraft dazu ausgenutzt wird, ihnen Kenntnisse beizubringen, die weder kritisiert noch bezweifelt werden dürfen - dann wirkt dies alles direkt und effektiv verdummend. Die Kinder werden 'Arm im Geiste', sie werden feige, schläfrig, gehorsam: - sie werden Christen!"

    Arnulf Øverland, Das Christentum, die zehnte Landplage

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Na komm, jetzt provozier den Sonnenschnauz nicht unnötig. In dieser Diskussion hat er sich doch(bis auf denn Anfang, und das hat er ja auch eingeräumt) gut und recht wacker geschlagen.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Tut mir leid, ich kann nicht anders. Du weißt ja: Der diabolische Hass treibt mich an. :-))

  • 1
    Antwort von bikeguru bikeguru

    was bist du dann für einer

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ist die Frage an mich gerichtet?

  • 1
    Antwort von user761 user761

    Das sind Leute die keiner religiösen Konfession angehören und nicht getauft sind.

    Kommentar von drsnuggles1980 drsnuggles1980drsnuggles1980

    blödsinn. ich bin atheist und trotzdem getauft worden.

    Kommentar von arevo arevoarevo

    Das ist zu ungenau. Man muß nicht unbedingt keiner religösen Konfession angehören bzw. nicht getauft sein, um als Atheist zu gelten.Das ist nicht das Entscheidende.Was ist mit den Anhängern einer Naturreligion ? Das Entscheidende ist der Glaube an einen Gott, der Welt und die Menschen erschaffen haben soll. arevo

    Kommentar von WeVau WeVauWeVau

    Ja, und wenn man jetzt nicht getauft ist aber trotzdem an Gott glaubt, was ist man dann? ☺

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    das ist falsch.

  • 1
    Antwort von frettlein frettlein

    Alle, die nicht Jehova und Jesus Christus bedingungslos gehorchen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Könnten denn die, die zwar nicht bedingungslos gehorchen, aber Jesus und Jehova ein bisschen ernst nehmen, dennoch Atheisten sein?

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    haha :-D der war gut

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Manchmal glaub ich auch der verarscht uns nur alle.

    Das ist doch ne Kunstfigur, der Typ.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Jo, ich hab sein Profil vorhin besucht.

    Damit ist die Antwort leider unbrauchbar geworden.

  • 1
    Antwort von Violett1 Violett1

    Ich bin zwar aus der katholischen Kirche ausgetreten, glaube aber dennoch an Gott. Ein Atheist glaubt nicht daran, daß es einen Gott oder sonstiges gibt! Ob du die Antwort kommentierst oder nicht, ist mir eigentlich reichlich egal!

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Wie darf ich den letzten Satz verstehen? Er klingt etwas pampig, oder irre ich mich?

  • 1
    Antwort von tkj665 tkj665

    Menschen die keine Religion haben.

    Kommentar von user489 user489user489

    Nicht ganz, man kann auch an einen Gott glauben ohne eine Religion zu haben. Atheisten glauben jedoch das es keinen Gott gibt.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    "Atheisten glauben jedoch das es keinen Gott gibt."

    Leider nicht richtig.

    Kommentar von TeeEi TeeEiTeeEi

    Nicht? Ich finde schon.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Grüß Dich.

    Es ist halt kein eigenständiger Glaube an sich, sondern ein fehlender.

    Der Atheist glaubt nicht dass es keinen Gott gäbe, sondern jener Glaube fehlt.

    Sicher hast Du das schon oft gelesen, aber das trifft es ganz gut:

    So wie Nichtrauchen keine Sucht ist, oder keine Glatze eine Frisur darstellt.... So wie keine Briefmarken zu sammeln kein Hobby sein kann, so ist Atheismus auch kein eigener Glaube.

    .

    Servus TeeEi.

    Kommentar von nowka2 nowka2nowka2

    @soli!

    so scheint es zu sein!

    Kommentar von TeeEi TeeEiTeeEi

    Na ja, man muss das Wort "glauben" nicht immer gleich im religiösen Sinne verwenden. Im Allgemeinen bedeutet "glauben" in etwa "für wahr halten".

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Ja, schon. Nur ist es ja noch nicht mal dort in den Gefilden des "für nicht wahr haltens"

    Wenn mir einer erzählt es gäbe auf dem Pluto eine McDonalds-Filiale welche von grünen, portugisisch parlierenden Pinguinen betrieben wird, dann adel ich diesen –sorry– Schwachsinn noch nicht einmal mit einem "das glaube ich nicht" oder einem "das halte ich nicht für wahr", sondern lehne die Behauptung schlicht rundheraus ab und zieh bestenfalls die Augenbrauen dabei hoch wenn eine Reaktion von mir gewünscht wird.

    .

    Gleiches gilt wenn mir jemand versucht zu erzählen, der große Zampano hätte all das hier erschaffen und dieses ganze Universum sei nur Beiwerk, da es ja eigentlich um uns Menschen als zentralem Thema geht. Und damit wir das besser kapieren wird der in sich selbst inkarnierte Zampano, als wasserlaufender Zimmermann von einer antiken Römischen Besatzungsmacht hingerichtet.

    .

    Mir erscheinen da Pinguine auf dem Pluto tatsächlich plausibler.

    Kommentar von Solipsist SolipsistSolipsist

    Lass mich nachlegen: Mir ist schon klar was Du meinst. Sprachgebrauch.

    .

    Fragt mich einer im Alltag ob ich glaube das Gott existiert, sage ich auch schlicht "nein", ohne das genau zu definieren und im Detail aufzudröseln.

    Nur ist es hier in einem solchen Forum schon wichtig meine ich. Da läuft diesbezüglich so elend viel Halbwissen herum.

    Kommentar von Violett1 Violett1Violett1

    Das Religionsbekenntnis hat reichlich wenig mit dem persönlichen Glauben zu tun.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Aber kann ein persönlicher Glaube ohne religiöse Basis entstehen?

    Kommentar von arevo arevoarevo

    So einfach ist leider auch wieder nicht.Ein Mensch, der keine Religion hat, nicht religiös ist, kann trotzdem einen persönlichen Gott haben. Ein Atheist, dürfte ein Mensch sein, der für seine naturwissenschaftlichen Erklärungen keinen Gott benötigt, weder als Person noch als Prinzip. arevo

    Kommentar von Kampy KampyKampy

    Das trifft es nicht ganz.

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