Auräumen -starke Probleme?

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2 Antworten

Ich hatte und habe im Prinzip ein ähnliches Problem. Wenn es ordentlich ist, räume ich nicht auf, das ich nicht weiß, was ich machen soll und wenn es zu unordentlich ist, räume ich nicht auf, weil ich nicht weiß, wohin mit dem Kram.Erster Tipp: Im geschlossenen Blog "Die Ordnungshüterin" findet man viele Ideen, z.B. mit Küchenuhr aufzuräumen (Uhr auf 5 oder 10 min stellen und dann nur eine kleine Aufgabe erledigen).

Mein Tipp: 

1. Einen Kasten kaufen. Wenn dann etwas auf dem Boden, dem Sofa, dem Tisch liegt: Alles in den Kasten räumen! Das schafft man in 5 min. Alles rein werfen (es sei denn, es ist zerbrechlich oder so etwas wie benutztes Geschirr oder Müll - für letzteres einen Extrakasten nutzen). Dann ist der Boden/ das Sofa/ der Tisch optisch frei und man hat viel mehr Konzentration,die Sachen schnell aus dem Kasten wegzuräumen. Das geht viel schneller, als wenn man etwa dabei andere Sachen auf dem Boden umrunden muss.Faustregel (Ziel): Abends auf jeden Fall immer den Kasten FÜLLEN, am besten auch leerräumen; sonst am Folgeabend erst mal leerren und dann wieder füllen (mit dem, was sich wieder auf dem Tisch etc. angesammelt hat).

2. Mindestens ein Schrank- und Regalfach komplett frei lassen. Am besten in jedem Schrank/ Regal ein Fach komplett frei lassen. Das darf wirklich niemals voll werden! Dort kommen die Sachen VORÜBERGEHEND rein, die man spontan nirgendwo zuordnen kann ("Wo soll das denn jetzt hin?" -> Es bleibt auf dem Boden/ Schreibtisch/ der Stuhllehne etc.). Diese Sachen werden dann in das Fach geräumt. Ist das Fach voll, MÜSSEN die Sachen anderweitig verstaut werden (Küchenuhr: 20 min maximal).Geht das nicht, greift Regel 3:

3. Ausmisten, ausmisten, ausmisten! Zu einem festen Zeitpunkt, am Anfang am besten einmal die Woche, einen großen Müllsack holen und nach einer festen Regal alle Schrank- und Regalfächer der Reihe nach durchgehen (1. Woche Schrankfächer, 2. Woche Kleiderstange im Schrank, 3. Woche Bücherregal obere Reihe etc.)Alles rausholen, kritisch prüfen, ob man das noch benutzt. Regel: Lieber weggeben als behalten. Also nicht fragen: Was kann ich hiervvon weggeben (dann findet man 2 Sachen maximal), sondern "was will ich daovn überhaupt noch behalten?!"Dann möglichst denn Müllsack mindestens zur Hälfte oder ganz füllen.Wenn möglich, verwertbare Sachen nicht wegwerfen, sondern spenden (googeln, wo das in der Gegend möglich ist: Kleiderkammer, Sozialkaufhaus, Bücherei, Kirche, DRK usw.).Ich habe mir tatsächlich einen Holzkasten mit Deckel von Ikea gekauft. Der steht, dekoratisch angemalt, in einem Zimmer, das immer wieder Chaos anzieht und dort werden abends alle "übrig gebliebenen" Sachen verstaut. Das Zimmer ist optisch "ordentlich", und am Folgetag wird der Kasten geleert, was oft nur 10 min maximal dauert.

4. Problemherde analysieren:Irgendetwas hindert einen am Aufräumen. Man muss rausfinden, was. Gründe können sein:Man hat das Gefühl der Übeforderung und von zu wenig Zeit, Motto: Das schaffe ich sowieso nicht, ich lasse das jetzt.Lösung: Küchenuhr, Notfälle täglich erledigen (Müll sammeln, Oberflächen (Boden, Tisch, Regal etc.) leeren).Man weiß nicht, wo anfangen: Müll sammeln, >> Kasten füllen.Man hat zuwenig Platz: Ausmisten, ein Fach freiräumen für "Notunterbringung", innerhalb einer Woche eine Lösung finden (festen Platz für diese Sachen, Lösung für "übrigen Kram", z.B. Sammelkasten kaufen für "Kleinkram", Deko etc. - das, was keinen Platz findet oder nirgendwo richtig hinpasst).Man hat so viel Arbeit vor sich: Plan machen, reihum die Aufgaben angehen, z.B. Montags Staubwischen, dienstags saugen, mittwochs Böden wischen etc. Oder: Montags Bücherregale ordnen und entstauben, dienstags Kleiderschränke ordnen und entstauben etc.Wenn Du englisch liest, sind folgende Quellen interessant:Blog Miss Minimalist (weniger Kram, ausmisten, sparen, Platz schaffen, unkomplizierter Leben) und Buch Cindy Harris: Keeping House - aufräumen, Pläne zum Säubern und Ordnung halten, Vorratshaltung, günstige und natürliche Putzmittel, wann wird was in welchen Abständen erledigt usw.

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Ich glaube, du verstellst dich draußen, so dass zu Hause dann alles extrem rauskommt. Es ist nicht so, dass du faul bist, es fällt dir nur sehr schwer. Weshalb kannst du es nicht wegräumen? Du musst es ja nicht hinschmeissen, vielleicht solltest du besser sortieren. Von der nassen Wäsche bildet sich Schimmel. Benutz mal Raumspray und Schimmelentferner.

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Kommentar von MrsIseyyy
08.11.2015, 23:01

Das könnte wirklich sein. Aber keine nasse Wäsche mehr, das ist vorbei. Und darüber muss ich mir wirklich Gedanken machen. Vielen Dank :) (ich hasse semtliche Raumsprays etc. Da krieg ich Hustenafälle davon.)

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