Frage von alsdjjksvhskdf, 106

AuPair Jahr abbrechen, ja/nein?

Ich bin jetzt seit einem Monat in den USA als AuPair. Ich habe mich auch riesig auf das Jahr gefreut. Dennoch ist es bisher ziemlich enttäuschend und ich überlege das Jahr abzubrechen. Was meine Gasteltern mir verschwiegen haben ist, dass wir wo wir wohnen mitten in der Pampa sind. Man braucht für alles ein Auto um wohin zu kommen. Sie meinten auch ich hätte ein Auto zur Verfügung, bisher habe ich aber keins. Selbst wenn eines der Autos frei steht, lassen sie mich nirgendwo hinfahren, obwohl ich bereits sehr viel Fahrerfahrung habe und sie das auch wissen. Dementsprechend hatte ich bisher noch keine Möglichkeit irgendwo hin zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Gezwungenermaßen bleibt mir bisher nichts anderes übrig als die ganze Zeit nur in dem Haus zu verbringen. Ein weiterer Punkt der mich stört ist, dass meine Gasteltern nie meine Arbeitszeiten einhalten und ich somit fast jeden Tag viel länger als vereinbart arbeiten muss. An manchen Tagen arbeite ich somit gute 12 Stunden am Stück.

Ein weiteres Problem, und auch das Größte ist wohl, dass meine Familie im Dezember in ein anderes Land auswandert und ich dort höchstwahrscheinlich studieren werde. Oder ich bleibe in Deutschland und studiere dort. Bei beiden Möglichkeiten muss ich eine Universität, sowie eine Wohnung und einen Nebenjob finden. Ich weiß wirklich nicht wie ich das von hier aus schaffen soll.

Ich habe mich mit meinen Gasteltern auch schon über die Probleme unterhalten, aber sie scheinen das nicht zu verstehen.

Deswegen überlege ich das Aupair Jahr vorzeitig abzubrechen und mich lieber auf das Studium usw. vorbereiten soll.

Was meint ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von msmiley, 23

Hey du! Ich würde zuerst auf keinen Fall abbrechen und auf jeden Fall ins Rematch gehen. Die Situation, die du hier beschreibst, ist keine schöne und du hast ja gesagt, wie sehr du dich auf das Jahr gefreut hast. 

Ein Familienwechsel zu einer verständnisvollen Familie bringt dich auf jeden Fall so weit, dass du auch etwas vom Land siehst, die Zeit dort genießt und neue Kontakte knüpfen kannst. Versuche es doch lieber hiermt, als sofort alles hinzuschmeißen, denn du kannst hier nur gewinnen, aber nicht verlieren. 

Und das mit dem Studium- deine Familie unterstützt dich sicher dabei und ich habe auch von Au Pairs gehört, die das mit den Wohnungen alles noch im Ausland regeln konnten. Und zwar schickst du deine Bewerbungsunterlagen einfach von den USA aus zu deinen Unis, den Semesterbeitrag zur Immatrikulation kann ja deine Familie/Freunde für dich erst mal überweisen bzw. kannst du eine Vollmacht ausschreiben lassen, falls man an deiner Wunschuni persönlich zur Immatrikulation erscheinen muss. Bei der Wohnung kommt es drauf an- es gibt auch Vermieter, die es auch in Ordnung finden, wenn man sich per Skype kennen lernt, statt persönlich zu erscheinen. Besonders jüngere Leute, die einen WG-Partner suchen, lassen sich darauf ein. 

Und das mit dem Job- du wirst nächstes Jahr vermutlich im August wieder da sein- und im Oktober fängt das Semester an. Da hast du eventuell Zeit, dich nach einem Job umzusehen bzw. inwieweit du das in den USA regeln kannst, kann ich dir leider nicht beantworten. Ich würde es auch erst mal so probieren, dass Freunde/Familie oder du im Internet nach Nebenjobs in dem entsprechenden Ort suchst und du versuchst dich zu bewerben und auch nebenbei klar machst, dass du dich in den USA befindest und es eher ungünstig ist, füt ein Vorstellungsgespräch etc. nach Deutschland einzureisen. Geht es echt gar nicht, kannst du dir überlegen, für eine Woche nach Deutschland runterzugehen und dort die ganzen Vorstellungsgespräche/ Wohnungsbesichtigungen hinzuschieben. Wechselst du die Familie und sie ist verständnisvoller als deine jetzige, dürfte das kein Problem sein, dir entweder dafür unbezahlten Urlaub zu geben oder deinen Urlaub dafür einzulösen. 

Wenn du dich entscheidest, bei dem Land, wo deine Familie auswandert, zu studieren, dann hilft dir deine Familie bestimmt sicher aktiv dabei, zumal dass sie sich in dem Land befinden und somit dir helfen können, anders, als wenn du es in Deutschland machen würdest, wo hilfsbereite und zuverlässige Freunde nötig sind. 

Wenn es für dich schwierig ist, dann kannst du ja versuchen, dass du es bei einer anderen Familie versuchst, dort ein paar Monare bleibst, um deine Zeit zu genießen und dass du dann frühzeitig die USA verlässt. Aber wenn du jetzt schon gehen würdest, wäre es echt schade und für die Uni/ Wohnungssuche etc. reicht es, wenn du  ca. im April ausreist und nicht schon im September!:) und Hinweis: bei Unis zählst du dann als Spätabiturient,  weil du ja erst ein Jahr nach dem Abi studierst. Dort sind manchmal bei einigen Unis (nicht bei allen) andere Fristen, d.h. Bewerbung muss nicht wie normalerweise bis spätestens Mitte Juli erscheinen, sondern früher. Ich bin mir nicht sicher, wann die Frist ist, aber ich glaube Ende April oder Ende Mai rum. 

Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Entscheidung und ich würde mich sehr freuen, wenn du Bescheid geben würdest, für was du dich schlussendlich entschieden hast!:) solltest du noch irgendwelche Fragen etc. haben, kannst du dich gerne noch einmal an mich wenden!:) LG

Kommentar von alsdjjksvhskdf ,

Ganz vielen lieben Dank für deinen Rat!!

Antwort
von beccs15, 34

Hallöchen!
Versuche es noch einmal, mit deinen Gasteltern ernsthaft darüber zu sprechen und sage Ihnen auch, wie wichtig dir das ist.
Sollte das nicht funktionieren, gibt es normalerweise einen Ansprechpartner deiner Vermittlungsagentur in deiner Nähe, mit dem du darüber sprechen kannst. Häufig kann man die Gastfamilie wechseln.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Rebecca

Antwort
von lunavalles, 37

Kannst du denn nicht Gastfamilie wechseln?

Kommentar von alsdjjksvhskdf ,

Ich weiß halt nicht, ob das die Gesamtsituation mit Studium usw. besser machen würde

Kommentar von candycake22 ,

Aber das mit dem Studium wusstest du ja schon, bevor Du in die USA bist.

Kommentar von alsdjjksvhskdf ,

Nein. Das hat sich erst vor einer Woche ca. ergeben.

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