Aufzeichnung eines Telefonates. Hinweis gemäß Datenschutzgesetz. Welchen Paragraphen muss ich nennen?

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2 Antworten

Guten Morgen,

ich kann ihnen für ihr geplantes Unterfangen nur abraten. Das Aufzeichnen und Mitschneiden von Telefonaten ist ohne die vorherige Einwilligung der Gegenseite nicht erlaubt. Dies wäre ein Verstoß gegen Art. 2 Abs. 1 des Grundgesetzes.

Es können strafrechtliche so wie zivilrechtliche Schritte gegen Sie eingeleitet werden. Zudem kann auch Unterlassung der Gegenseite beantragt werden.

Ergo: Der Anrufer muss einer Aufzeichnung des Telefonates vorher explizit zustimmen. Eine andere Möglichkeit für ihr Vorhaben ohne selbst große Probleme zu bekommen gibt es nicht.

Ich hoffe ich konnte ihnen helfen.

KaterKarlo2016

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Gar nicht, weil dies einen Verstoß gegen § 201 Abs. 1 StGB darstellen würde. Die Aufzeichnung von Gesprächen ist nur nach vorheriger freiwillig erteilter Zustimmung aller Mitwirkenden zulässig (siehe dazu u.a. § 4a S. 3 BDSG).

Näheres dazu unter


https://www.datenschutz-notizen.de/datenschutz-rechtliche-fallstricke-bei-der-aufzeichnung-von-telefongespraechen-5111604/


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Kommentar von RubberDuck1972
20.06.2016, 18:00

Wenn ich denen schon einen Brief mit Datenschutzhinweis schicke, gehe von einer freiwilligen Zustimmung für den Fall aus, dass dann tatsächlich ein Anruf folgt. - Mich muss ja keiner anrufen, wenn er vorher weiß, dass Gespräche aufgezeichnet werden.

Deshalb bleibt´s bei meiner Frage.

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Kommentar von FordPrefect
20.06.2016, 18:04

Mal ganz abgesehen davon, dass - wie im ersten Posting geschrieben - die Zustimmung jeweils erneut und explizit freiwillig erteilt werden muss, sind diesbezügliche juristische Phantasien eher in den Bereich der geistesschwachen Reichsbürger einzustufen.

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