Frage von FAMEx3, 48

Kann man nach dem Studium oder während man Sozialarbeiterin/-pädagogin ist, aufsteigen?

Hi! Ich werde dieses Jahr mein Abi absolvieren, und will wahrscheinlich Soziale Arbeit studieren. Jedoch weiß ich, dass man netto echt wenig verdient.. ich glaub so 1600Euro.. kann das sein? Auf jeden fall finde ich das schon echt wenig, für das das man studiert und so.. Versteht ihr was ich mein? Deshalb wollte ich fragen, ob man nach dem Studium oder während man Sozialarbeiterin/pädagogin ist, aufsteigen kann.. Falls ja, wie? Was würdet ihr machen?

Antwort
von sozialtusi, 29

Ja, man verdient relativ wenig dafür, dass man studiert hat. Deine Angabe ist erstmal realistisch, wenn du nicht gerade zufällig was im öffentlichen Dienst bekommst.

Aufstieg... Hmmm. Ja, wenn du irgendwo Teamleitung wirst. Pass nur bitte auf und lass Dich nicht gleich als Berufseinsteiger zB von einem Bildungsträger verhzeizen. Da bekommt man schnell Leitungspöstchen,hat damit aber oft nur sche*eviel Arbeit und noch mehr Ärger am Hacken.

Fort- und Weiterbildung bringt natürlich auch was. Systemischer Berater oder sowas. Kost natürlich...

Antwort
von BlackWoodruff, 11

Hallo,

grundsätzlich ist es sehr unterschiedlich, wieviel man als SozialarbeiterIn verdient - es ist auch finanziell ein großer Unterschied, ob du im Jugendamt arbeitest, bei einem Bildungsträger oder eine Stelle bei der Diakonie oder Caritas hast.

Dann kann es auch ein Unterschied sein, ob du Bachelor oder Master studierst. Das Problem ist, dass es derzeit kaum Master-Stellen gibt und viele Master dann einen Bachelor-Job haben (bzw. bezahlt bekommen).

Nach dem Master hättest du die Möglichkeit, z. B. die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin zu machen - oder danach in Kooperation mit einer Uni zu promovieren.

Aber auch abgesehen davon gibt es ja X Weiterbildungen, die du in dem Bereich machen kannst, die dann auch vom Arbeitgeber finanziell anerkannt werden können (wenn du Glück hast).

Antwort
von CamelWolf, 21

Die Gehälter im öffentlichen Dienst sind generell eher am unteren Limit orientiert. Nicht nur der Sozialpädagoge, auch der Bauingenieur ist unterbezahlt. Das Problem ist nur, dass der Bauingenieur auch in die freie Wirtschaft wechseln kann, was beim Sozialpädagogen eher schwierig ist.

Grundsätzlich gilt: Aufstieg ist möglich, ist aber auch vom Fachgebiet abhängig (offene Jugendarbeit z.B. da wirst Du immer am Mindestlohn der Branche festkleben) erfordert frühe Spezialisierung auf ein Arbeitsgebiet und relativ langen Verbleib auf einer Position. Kirchliche Einrichtungen bieten hier etwas mehr als der Staat, weil bei Letzterem laufbahnrechtliche Modalitäten immer eingehalten werden müssen, während bei der Kirche auch mal 5 gerade bleibt. Gut ist es immer, eine Arbeit zu machen, die gewisse Alleinstellungsmerkmale beinhaltet. 

Antwort
von drrudolfschmitt, 22

Der ernüchternden Antwort der Vorrednerin kann man im Hinblick auf viele freie Träger der Sozialarbeit nur zustimmen. Besser wird es bei tariflicher Beschäftigung im öffentlichen Dienst - was aber oft eine staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter_in braucht, die es derzeit nur gibt, wenn man das breitere Studium der Sozialen Arbeit an einer Fachhochschule hat (im Uni-Studium der Sozialpädagogik fehlt z.B. Sozialrecht in der Regel).

Eine weitere Variante des Aufstieg ist Forschung und Lehre in der Sozialen Arbeit - setzt Interesse voraus, braucht den Weg über den Master und die Doktorarbeit => https://f-s.hszg.de/personen/rudolf-schmitt/promotion-nach-fh-abschluss.html.
>


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community