Frage von Sydney47, 159

Aufsteigen auf ein sehr großes Pferd ohne Aufsteighilfe?

Hallo :)

Ich habe eine Reitbeteiligung auf einem Pferd welches 10cm größer ist als ich. Beim satteln usw. ist das kein Problem, allerdings muss ich im Gelände öfter mal absteigen und ihn an 'gefährlichen' Stellen vorbei führen, weil er halt ein Schisser ist. Ich muss mir halt dann immer irgendne provisorische aufsteighilfe suchen... Habt ihr vlt Tipps wie man auch ohne Baumstamm, Bank, etc. auf sein Pferd kommt?

Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 123

Gymanstik, 

Den Bewegungsablauf ohne Pferd üben. Jeden Zaun, die Bettkante... Alles wie einen Steigbügel für den linken Fuß benutzen und sich hoch schwingen.

Bauchmuskeln trainieren, und spagatartige Übungen machen, um das rechte Bein hoch schwingen zu können.

Klimmzüge, damit die Arme am Sattel/ Mähnenkamm mit helfen können.

Kommentar von Urlewas ,

Freut mich, helfen zu können.

Danke für den Stern!

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 46

Weiter laufen, bis was kommt. Im Zweifel Reitschuhe besorgen, die das erlauben.

Denn jedes Aufsitzen vom Boden, auch wenn das Pferd kleiner ist als man selbst, zieht seitwärts am Sattel. Auch wenn das Pferd das vielleicht mit seiner Kraft ausgleichen kann, gut ist es nicht für seine Wirbelsäule. Für den Sattelbaum aber auch nicht. Mein Sattler sagt, er sieht den Sätteln schon nach einem halben Jahr Gebrauch an, wer vom Boden aus aufsitzt und wer das nie macht. Die Sättel der vom Boden aus Aufsitzenden sind schief - und unter sowas ein Pferd geraderichtend arbeiten? Fehlanzeige.

Und wenn Du jedesmal Ruhe bewahrst, ihm damit signalisierst, dass Du zwar seine Bedenken wahrnimmst, aber dass da nix ist, was man fürchten muss und ihm Zeit lässt, bevor Du absitzt, geht's irgendwann auch an den Dämonen vorbei und Du kommst nur noch selten in die Situation, Dir was suchen zu müssen. Ich suche meine Pausenplätze danach aus, ob ich dort auch wieder aufsitzen kann und muss so gut wie nicht mehr runter, weil mein Pferd einen Gruselanfall bekommt. Aber ich kann auch gut drüber lachen, wenn er guckt und so lang ich lache, kann das ja wirklich nicht so schlimm sein, dann wird das doofe Ding halt angeschielt beim vorbeigehen, aber es geht vorbei.

Antwort
von Boxerfrau, 117

Genauso wie auf ein kleines Pferd? Fuß in den Bügel und hoch das Bein. Ansonsten kann man das Pferd etwas tiefer stellen. Wenn der Weg eine höhere und tiefere Seite hat, stellt man sich auf die höhere und das Pferd auf die tiefere. Auch kann man vom Wegrand aufsteigen, der ist ja oft höher als der Weg selbst.

Kommentar von Urlewas ,

Hach....wenn einem mit den paar centimetern nur geholfen wäre.... ;-)

Antwort
von VeraLu, 33

ich bin generell bei JEDER möglichkeit für aufstiegshilfen. nicht weil das komfortabler ist sondern weil das ewige einseitige aufsteigen auf das pferd eine üble belastung der wirbelsäule verursacht. klar ist das abundzu nicht tragisch aber du sagst ja du musst es öfters tun. ich an deiner stelle würde mit dem pferd erstmal üben nicht so schreckhaft zu sein und nicht immer abzusteigen. wenn du jedesmal an diesen stellen absteigst dann wird das nie besser. 

wenn du dieses problem größtenteils bewältigst dann hast du gleich 2 fliegen mit einer klatsche geschlagen.

Antwort
von mrsjane99, 106

Du kannst zb den Steigbügel länger machen, um besser auf´s Pferd zu kommen. Musst nur von oben ihn wieder kürzer machen, aber so hab ich es auch immer gemacht. :)


Kommentar von Urlewas ,

Tja, das funktioniert halt nur, so lange man dann noch mit dem rechten Beinüber den Sattel kommt...

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 71

Nein, hab ich nicht, denn es ist ausgesprochen schlechtes Horsemanship, wenn man vom Boden aus aufsteigt.
Wir leben hier nicht in der Sahara. Mit einem einigermaßen gut erzogenen Pferd findet man überall innerhalb von 500 m eine Möglichkeit, aufzusteigen. Und wenn man das Pferd in einen Graben stellt oder auf eine Hängerdeichsel, Gartenmäuerchen, Bank, Holz. Stein....

Kommentar von Sydney47 ,

Das wär ja auch wirklich nur für den Fall wenn nichts in der Nähe ist...Warum sich die Mühe machen und die Bügel länger stellen, wenn man auch von ner Bank aus aufsteigen kann

Kommentar von Dahika ,

Ich käme auf Grund körperlicher Unzulänglichkeiten nicht mal ohne Aufstieghilfe auf ein Shetlandpony. Glaub mir, man wird phantasievoll und findet immer etwas hierzulande. Immer. Man braucht freilich ein kooperatives Pferd.

Kommentar von Urlewas ,

Und dann steht die Bank an einer Böschung, und der grade Boden, wo das Pferd stehen kann, ist einen halben Meter weit weg - und schon geht es nicht mehr. Aldi ich muss oft sehr weit laufen, um rauf zu kommen.äund habe dann wieder ein Problem, weil das laufen auch nicht mehr so klappt...

Manche haben echt gut reden....

Antwort
von dressurreiter, 28

Lehre dem Pferd das es sich hinkniet, und so lange knien bleibt bis du im Sattel sitzt.

Antwort
von Latana, 26

Für Westernsättel gibt es auch eine Aufstiegshilfe, die am Sattel befestigt wird. "Cashel Step up Stirrup" heißt das. Die ist auch für unterwegs gedacht.

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